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Rettungsaktion in Thailand : Marine bestätigt Rettung vier weiterer Jungen

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Steht startbereit: Hubschrauber warten am Eingang zur Höhle. Bild: dpa

Nun ist es offiziell: Vier weitere Jungen konnten aus der Höhle gerettet werden. Am Dienstag soll die nächste Rettungsaktion erfolgen - wie viele diese herausholt ist jedoch unsicher.

          Retter haben vier weitere Jungen aus der Höhle in Thailand geholt. Das bestätigt die thailändische Marine. Die Jungen sollen zunächst in einem Zelt unweit des Höhleneingangs medizinisch versorgt worden sein, berichtet CNN unter Berufung auf einen Augenzeugen, der Mitglied des Rettungsteams ist. Anschließend seien sie in Krankenwagen und Hubschraubern in das Krankenhaus der Stadt Chiang Rai gebracht worden, wie Reporter und Helfer vor Ort berichteten.

          Der Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn bestätigte in der nahegelegenen Stadt Mae Sai, dass der neue Einsatz seit 11.00 Uhr Ortszeit (7 Uhr MESZ) am Montag lief. Nach Angaben des Missionsleiters ist das Wasser in der teilweise überfluteten Höhle stark gesunken. „Der Wasserstand ist tief. Das Wetter ist gut. Die Ausrüstung ist bereit. Deshalb haben wir uns entschlossen.“ Nach Regenfällen über Nacht schien am Montag in der Region die Sonne. „In ein paar Stunden werden wir gute Nachrichten bekommen“, sagte der Gouverneur. So war es dann auch, gegen Abend teilte die Marine mit, dass vier weitere Jungen gerettet werden konnten. Damit sind nun noch vier Jungen und der Trainer in der überfluteten Höhle eingeschlossen. Insgesamt acht Kinder konnten bislang von Tauchern gerettet werden.

          Die Rettungsaktion am Montag konnte deutlich verbessert werden. Innerhalb von neun Stunden, und damit zwei Stunden schneller als noch am Sonntag, konnten die Taucher die vier Jungen herausholen. 

          Am Dienstag soll die nächste und vielleicht letzte Rettungsaktion erfolgen. Es sind noch vier Jungen und der Trainer des Fußballteams in der Höhle. Der Einsatzleiter Narongsak sagte vor Journalisten, er könne noch nicht garantieren, dass alle fünf morgen herausgeholt werden könnten. "Es kommt auf das Taucherteam an. Deren Rettungsplan ist auf vier Menschen abgestimmt. Vier ist die sicherste Nummer."

          Der Einsatz stützt sich auf ein Team von mehr als einem Dutzend internationalen Spezialtauchern. Weil in Südostasien gerade Monsun-Saison ist und neue schwere Regenfälle drohen, ist die Mission auch ein Kampf gegen die Zeit. Die Rettung des Fußballteams namens „Wildschweine“ ist zudem sehr gefährlich. An manchen Stellen ist der Weg hinaus so eng, dass die Taucher ihre Atemluft-Flaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Bei der Vorbereitung der Mission war am Freitag ein erfahrener thailändischer Taucher ertrunken. Jetzt nehmen jeweils zwei Retter die Jungen, von denen kein einziger richtig tauchen kann, ins Schlepptau. Alle sind mit Taucherbrillen ausgerüstet und werden von den Männern mit Luft versorgt.

          Insgesamt sind etwa 90 Taucher im Einsatz. Das Kernteam besteht aus 18 Spezialtauchern, davon der größte Teil aus dem Ausland, aus Ländern wie Australien und Großbritannien.

          Die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non liegt ganz im Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar. Die geretteten Kinder werden jetzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai behandelt. Noch am Montag sollten sie ersten Besuch von ihren Familien bekommen dürfen. Allerdings sollen sie nach den über zwei Wochen in fast kompletter Dunkelheit äußerst vorsichtig wieder ans normale Leben herangeführt werden.

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