Zwei Wochen nach seinem gescheiterten Start in den Weltraum ist der größte jemals für zivile Zwecke hergestellte und 110 Millionen Euro teure Satellit Astra-K1 im Pazifischen Ozean versenkt worden. Der Satellit sei am Dienstagmorgen in den Südpazifik gestürzt, teilte ein Sprecher der für den misslungenen Start verantwortlichen russischen Raketentruppen nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau mit. Mit Zustimmung der europäischen Auftraggeber habe der Satellit mit ferngesteuerten Bremsmanövern seinen Absturz eingeleitet.
Ende November hatte Astra-K1 nach dem Start auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan seine Umlaufbahn verfehlt. Er war auf Grund von Raketenproblemen nach dem Start am 26. November zu früh ausgesetzt worden.
Aufgegeben
Die Betreibergesellschaft SES Astra in Luxemburg, einem Tochterunternehmen des in Luxemburg ansässigen Satellitenbetreibers SES Global, hatte anfangs gehofft, den Satelliten von der falschen Umlaufbahn in etwa 200 Kilometern Höhe auf die erforderlichen 36.000 Kilometer heben zu können. Die Eigner beschlossen nach vergeblichen Mühen jedoch, den Satelliten aufzugeben.
SES betreibt derzeit 29 Satelliten, die für die Übertragung von mehr als 1.100 Fernseh- und Radioprogrammen sowie Multimedia-Diensten verantwortlich sind. Astra-K1 sollte ursprünglich in 36.000 Kilometern Entfernung von der Erde ins All gebracht werden. Über den Satelliten mit einer Spannbreite von 37 Metern sollten in ganz Europa unter anderem bis zu 112 Fernsehkanäle und Multimedia-Inhalte empfangen werden können.