Home
http://www.faz.net/-gum-2yze
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 Plus

Telefonkarten Verbraucherschützer: Telekom führt Kunden in die Irre

Trotz eines Verbots verkauft die Deutsche Telekom nach Darstellung von Verbraucherschützern weiter befristete Karten für öffentliche Fernsprecher.

© dpa Vergrößern Ohne Telefonkarte läuft hier nichts

Trotz eines Verbots des Bundesgerichtshofs verkauft die Deutsche Telekom nach Darstellung von Verbraucherschützern weiterhin befristete Karten für öffentliche Fernsprecher. Evelyn Keßler, Pressesprecherin der baden-württembergischen Verbraucherzentrale, sagte am Montag in Stuttgart: „Die Telekom verstößt vorsätzlich gegen das Urteil.“ Selbst wenn sie Karten verkaufe, die noch vor dem Urteil produziert worden seien, müssten diese zumindest einen Hinweis enthalten, dass die Befristung unwirksam sei.

Die Sprecherin der Verbraucherzentrale erklärte, beim Benutzen der Karten erscheine auf dem Display des Fernsprechers die Information über das Verfallsdatum und führe Telekom-Kunden in die Irre. Die Verbraucherschützer beantragten deshalb gegen das Unternehmen beim zuständigen Landgericht Köln ein Ordnungsgeld in Höhe von 50.000 Mark. Verbraucher, die nichts von dem Urteil wissen, laufen den Angaben zufolge Gefahr, die nach Ablauf der eingedruckten Frist bestehenden Restguthaben zu verlieren. Noch in diesem Jahr laufe das Verfallsdatum der ersten befristeten Telefonkarten ab.

Die Verbraucherschützer empfehlen Telefonkarten-Besitzern, die Karten auf jeden Fall auch über die eingedruckte Gültigkeitsdauer hinaus aufzubewahren und sich das Restguthaben zu notieren.

Telekom will Restguthaben erstatten

Ein Telekom-Sprecher kündigte an, dass der Konzern die Restguthaben der befristeten Karten erstatten wird. Die näheren Einzelheiten über den Umtausch sollen in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. Der Start der Umtauschaktion sei noch unklar. Entweder könnten Kunden die Karten einschicken oder vor Ort umtauschen. Die Telefonkarten seien wegen des technischen Fortschritts in der Chiptechnologie befristet worden, sagte der Unternehmenssprecher.

Quelle: Mit Material von AP und vwd

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Urteil gegen Partnervermittler Parship darf nicht überzogen abkassieren

Wer innerhalb der ersten zwei Wochen die Mitgliedschaft bei Parship wieder kündigte, dem flatterte zuweilen eine deftige Rechnung ins Haus. Das ist nicht rechtens, hat jetzt ein Gericht entschieden. Mehr

24.07.2014, 12:52 Uhr | Finanzen
Finanzberatung Was bringt das neue Gesetz zur Honorarberatung?

Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung die Anlageberatung gegen Honorar stärken. Anfang August tritt es in Kraft. Was es soll und was es wirklich bringt. Mehr

30.07.2014, 08:23 Uhr | Finanzen
DSL-Anschluss O2 drosselt

Es gibt offenbar Unternehmen, die suchen geradezu den sogenannten Shitstorm. Gemeint sind diesmal nicht die Bahn, Post oder Telekom. Mehr

18.07.2014, 00:10 Uhr | Technik-Motor

Gérard Depardieu Als Chefwinzer auf der Krim nicht willkommen

Gérard Depardieu blitzt bei den Russen ab, Köchin Sarah Wiener und Schauspieler Peter Lohmeyer trennen sich und Promi-Friseur Udo Walz zieht blank – der Smalltalk. Mehr 8

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden