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Telefonkarten Verbraucherschützer: Telekom führt Kunden in die Irre

 ·  Trotz eines Verbots verkauft die Deutsche Telekom nach Darstellung von Verbraucherschützern weiter befristete Karten für öffentliche Fernsprecher.

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Trotz eines Verbots des Bundesgerichtshofs verkauft die Deutsche Telekom nach Darstellung von Verbraucherschützern weiterhin befristete Karten für öffentliche Fernsprecher. Evelyn Keßler, Pressesprecherin der baden-württembergischen Verbraucherzentrale, sagte am Montag in Stuttgart: „Die Telekom verstößt vorsätzlich gegen das Urteil.“ Selbst wenn sie Karten verkaufe, die noch vor dem Urteil produziert worden seien, müssten diese zumindest einen Hinweis enthalten, dass die Befristung unwirksam sei.

Die Sprecherin der Verbraucherzentrale erklärte, beim Benutzen der Karten erscheine auf dem Display des Fernsprechers die Information über das Verfallsdatum und führe Telekom-Kunden in die Irre. Die Verbraucherschützer beantragten deshalb gegen das Unternehmen beim zuständigen Landgericht Köln ein Ordnungsgeld in Höhe von 50.000 Mark. Verbraucher, die nichts von dem Urteil wissen, laufen den Angaben zufolge Gefahr, die nach Ablauf der eingedruckten Frist bestehenden Restguthaben zu verlieren. Noch in diesem Jahr laufe das Verfallsdatum der ersten befristeten Telefonkarten ab.

Die Verbraucherschützer empfehlen Telefonkarten-Besitzern, die Karten auf jeden Fall auch über die eingedruckte Gültigkeitsdauer hinaus aufzubewahren und sich das Restguthaben zu notieren.

Telekom will Restguthaben erstatten

Ein Telekom-Sprecher kündigte an, dass der Konzern die Restguthaben der befristeten Karten erstatten wird. Die näheren Einzelheiten über den Umtausch sollen in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. Der Start der Umtauschaktion sei noch unklar. Entweder könnten Kunden die Karten einschicken oder vor Ort umtauschen. Die Telefonkarten seien wegen des technischen Fortschritts in der Chiptechnologie befristet worden, sagte der Unternehmenssprecher.

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