25.01.2012 · Maschinenpistolen, Sturmgewehre und 62.500 Schuss Munition: Fahnder des Zolls haben in einer Wohnung in Südhessen ein riesiges Waffenlager ausgehoben. Anzeichen für eine geplante Straftat wie einen Amoklauf fanden die Ermittler bislang nicht.
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Mit der Menge bei Munition ist das so eine Sache: Wenn die Polizei eine
Schachtel harmlose und erlaubnisfreie Diabolos für Luftgewehre
einkassiert hat, dann posaunt die Pressesetelle gleich als
Erfolgserlebnis "500 Schuss sichergestellt" hinaus. So viele
der Kügelchen sind nämlich in der Schachtel. Und dann wird das
Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt.
Will sagen: Man muss schon genauer hinsehen und darf nicht alles
glauben, was die Behördensprecher so von sich geben. Und von
"Waffenlager" kann sowieso keine Rede sein, wenn er die
Gewehre ordnungsgemäß im Tresor aufbewahrt hat.
Also Leute: Lasst ein wenig Luft raus.
Da wird also im Zeitraum zwischen 1989 und 2000 offenkundig, dass sich ein sonst unbescholtener Bürger ein kleines Munitionslager angelegt hat. Und schon im Jahre 2012 kommt die Behörde auf die Idee, in dessen Hause mal nach dem Rechten zu sehen, mit einem erstaunlichen (?) Ergebnis. Bei dem Tempo war wohl unser lieber Verfassungsschutz am Steuer.
würde man über diesen Fall nicht einmal reden.
Dort tauchen Flugabwehrkanonen völlig legal in privaten
Kleinanzeigen auf.
Aber dort gibt es auch so etwas wie einen Bürgerbegriff.
In Deutschland sind sowohl Bürger als auch Soldaten nur Wahlvieh
bzw. Dispositionsmasse zur Demonstration transatlantischer Opferbereitschaft
(mehr oder weniger O-Ton De Maizière).
Lustig
Dank für den Kommentar. Auf jeden Fall der Lacher des Tages.
Au ja ...
... die Flugabwehrkanone als Ausweis des patenten Bürgers. Na dann: Feuer frei!
Das ist doch mal eine gute Nachricht.
1) Die Polizei fasst
2) einen Mann, der gegen das KWKG verstossen hat, aber
3) alle Waffen vorbildlich aufbewahrt hat, und
4) keinem damit etwas zu Leide tun wollte
Jeder Punkt für sich gesehn gut.
Es wird dennoch eine lange Haftstrafe.
Verhältnismäßigkeit
Lange Haftstrafe ? Wofür eigentlich?
In Berlin hat ein zwanzigjähriger Gewohnheitsverbrecher vier Jahre
für den Ehrenmord an seiner Schwester abgesessen. Wieder in
Freiheit hat er dann gleich wieder gemordet.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden: ich bin gegen
Schußwaffen in privater Hand.
Doch bin ich auch für Verhältnismäßigkeit.