04.04.2005 · Die drei Menschen, die bei einem Amoklauf in einer Stuttgarter Kirche schwer verletzt wurden, sind außer Lebensgefahr. Motiv für die Tat sollen Beziehungsprobleme sein; der Täter hatte mit einem Samuraischwert wild um sich geschlagen.
Die drei Menschen, die bei einem Amoklauf in einer Stuttgarter Kirche schwer verletzt wurden, sind außer Lebensgefahr. Die Polizei teilte am Montagmorgen mit, dass alle drei Verletzten mittlerweile stabil seien.
Der Täter, der am Sonntag in einer methodistischen Kirche in Stuttgart ein Blutbad angerichtet hatte, soll im Laufe des Montags dem Haftrichter vorgeführt werden. Dieser entscheidet darüber, ob der 25jährige in ein Gefängnis oder in eine psychiatrische Klinik kommt. Beziehungsprobleme sollen Motiv für den Amoklauf sein, der eine 43jährige Frau das Leben kostete.
Gliedmaßen mit Schwert abgetrennt
Mit einem Samuraischwert hatte der Täter den Opfern Gliedmaßen abgetrennt. Unter den 65 Gottesdienstbesuchern, darunter viele Kinder, brach Panik aus. Einige verteidigten sich mit Stühlen, andere rannten schreiend ins Freie. Laut Polizei hat der Mann schon vor Ostern einmal in der Kirche Menschen bedroht. Niemand habe aber dieses Drama voraussehen können. Opfer und Täter gehören einer tamilischen Gemeinde an, die seit Jahren das Gotteshaus besucht.