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Sturm Orkantief „Oralie“ sorgt für unruhige Nacht

21.03.2004 ·  Ungemütliche Nacht in Deutschland: Schwere Sturmböen richteten zahlreichen Schäden, mehrere Menschen wurden verletzt. Für die Küsten gilt eine Unwetterwarnung.

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Die ersten heftigen Frühlingsstürme mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 187 Stundenkilometern haben in der Nacht zum Sonntag in Deutschland zum Teil erhebliche Schäden angerichtet. Mehrere Menschen wurden verletzt, mindestens zwei von ihnen schwer.

In Bremerhaven rissen Orkanböen ein Transportschiff los und drückten es vor die Hafenanlagen. Polizei und Feuerwehr mußten weit mehr als 1000 Einsätze fahren. In England kamen drei Menschen durch Sturmböen um. In Polen ist nach einem schweren Sturm in mehreren hundert Ortschaften der Strom ausgefallen.

Windgeschwindigkeit bis 187 Stundenkilometer

Die Ausläufer des Orkantiefs „Oralie“ fegten nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia vor allem über den Norden und die Mitte Deutschlands hinweg. Auf dem Brocken im Harz wurden Geschwindigkeiten von bis zu 187 Stundenkilometern gemessen. Aber auch im Flachland gab es schweren Sturm und Orkan mit Geschwindigkeiten von fast 140 Stundenkilometern. Im Laufe des Sonntags klang der Sturm langsam ab.

In Bremerhaven wurde am Samstagabend ein 174 Meter großes Transportschiff von seinem Liegeplatz losgerissen und vor die Hafenanlagen gedrückt. Der Autotransporter trieb zunächst gegen eine Containerbrücke und hob sie aus der Verankerung, teilte die Polizei mit. Anschließend sei er mit dem Heck gegen eine Verladerampe gestoßen. Dabei wurden Rampe und Schiff erheblich beschädigt.

Mehrere Orte ohne Strom

Orkanböen hatten das Hochwasser der Elbe soweit ansteigen lassen, daß der Hamburger Fischmarkt zentimeterhoch unter Wasser stand. Vielerorts wurden Autos von umfallenden Bäumen und herabstürzenden Ästen beschädigt, Baugerüste gerieten ins Wanken, Verkehrsschilder flogen durch die Luft. In Thüringen und der Pfalz waren am Sonntag mehrere Orte zeitweise ohne Strom, weil Versorgungsleitungen beschädigt worden waren.

In England kamen bereits am Samstag durch Sturmböen drei Menschen ums Leben. Ein Mann und eine Frau starben, als an der ostenglischen Küste ein Baum auf ihr Auto fiel. Ein Fußballfan wurde in Leicester von herumfliegenden Trümmerteilen erschlagen.

Quelle: @dho, mit Material von dpa
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