04.07.2005 · Kinder mit einem Fernsehgerät in ihrem Zimmer haben durchschnittlich schlechtere Noten als Gleichaltrige ohne eigenen TV-Anschluß. Das berichten amerikanische Forscher in dem Fachjournal „Archives of Pediatric and Adolescent Medicine“.
Kinder mit einem Fernsehgerät in ihrem Zimmer haben durchschnittlich schlechtere Noten als Gleichaltrige ohne eigenen TV-Anschluß. Das berichten amerikanische Forscher in dem Fachjournal „Archives of Pediatric and Adolescent Medicine“ von diesem Montag.
Dagegen wirkte sich ein eigener Computer in der Studie mit 350 Drittkläßlern aus Schulen in Nord-Kalifornien überaus positiv auf die Leistungen in der Schule aus. Die mit Abstand besten Testergebnisse erzielten Kinder mit Computer, aber ohne Fernseher in ihrem Zimmer. Das Team um Dina Borzekowski von der John Hopkins Universität in Baltimore fand die nachteiligen Auswirkungen des Fernsehens in allen Lernkategorien reflektiert: Mathematik, Lesen und Unterricht in der Muttersprache Englisch. Selbst wenn der Bildungsstand der Eltern und das Geschlecht der Kinder berücksichtigt wurde, lagen die Ergebnisse von Schülern mit eigenem Fernseher deutlich niedriger.
Bislang keine Erklärung für das Ergebnis
In landesweit standardisierten Tests, denen alle Schüler in Amerika einmal im Jahr unterzogen werden, rangierten Kinder mit TV im Zimmer in Mathematik, Grammatik und Sprachgebrauch acht Punkte unter dem Durchschnitt und im Lesen sieben Punkte darunter. Ein eigener Computer erhöhte die Testwerte bei den Drittkläßlern um sechs Punkte über den Durchschnitt in Mathe und Englisch und um vier Punkte im Lesen. Die höchstmögliche Zahl der Tests lag immer über 100.
Eine Erklärung für das Ergebnis haben die Autoren nicht. Aus früheren Studien ist jedoch ersichtlich, daß Kinder mit eigenem Fernseher weniger Schlaf bekommen als andere. Der positive Effekt von Computern könnte ihrer Meinung nach unter anderem auch von Computerspielen kommen, die Wissen hinterfragen und die Reaktionsfähigkeit fördern.