16.02.2010 · Im Kreis Gütersloh wird ab sofort nicht mehr gestreut, und das soll auch so bleiben, heißt es in einem Zeitungsbericht. Die Gegend wird von Streusalzlieferungen ausgeschlossen, weil es einfach nicht mehr genug davon gibt.
Der Mangel an Streusalz wird durch die anhaltenden winterlichen Straßenverhältnisse in Nordrhein-Westfalen zunehmend zum Problem. Die Polizei warnte vor glatten Fahrbahnen und rief Autofahrer zu einer umsichtigen Fahrweise auf. In Halle (Kreis Gütersloh) hat die erste Straßenmeisterei ihren Winterdienst eingestellt, wie das Bielefelder „Westfalen-Blatt“ (Dienstagausgabe) berichtete. Betroffen seien die Regionen Bielefeld, Gütersloh und Lippe.
Die Polizei wurde gebeten, auch die Rettungsleitstellen der Feuerwehren zu informieren, heißt es in dem Zeitungsbericht. Zudem werde bis auf weiteres keine Rufbereitschaft für den Winterdienst eingerichtet.
Dem Bericht zufolge wurde den Städten und Gemeinden vom Landesbetrieb Straßen NRW außerdem mitgeteilt, dass sie vorerst von Streusalzlieferungen ausgeschlossen seien. Vorrang hätten als Verkehrsadern der Nation die Autobahnen, betonte der Salzproduzent Esco mit Sitz in Hannover. Er warb um Verständnis für den Lieferstopp.
Die Vorräte für diese Saison sind schon aufgebraucht
Die große Nachfrage nach Streusalz wird nach Ansicht von Branchenvertretern vermutlich noch bis Ende Februar anhalten. Die Vorräte für diese Saison seien schon aufgebraucht, sagte der Sprecher der K+S Aktiengesellschaft, Ulrich Göbel, in Kassel. Derzeit könne nur noch aus der aktuellen Tagesproduktion geliefert werden. Das seien rund 30.000 Tonnen Streusalz aus sechs Steinsalz- oder Kaliwerken pro Tag. Seit der Vorweihnachtszeit wird dort im Drei-Schichten-Betrieb gearbeitet.