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Streit Wer verdient den Eisbären Knut?

14.05.2009 ·  Der Tierpark Neumünster will einen Teil der 5 Millionen Euro, die Knut dem Berliner Zoo eingebracht haben könnte. Denn Eisbär Lars ist Knuts Vater - und gehört dem Tierpark Neumünster.

Von Mechthild Küpper
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Der Eisbär Knut war süß, als er jünger war. Seit er der Star des Berliner Zoos ist, wurde er zum Streitobjekt. Der Tierpark Neumünster verlangt seinen Teil der großen Summen, die der Berliner Zoo mit Knut verdient hat. Denn Eisbär Lars ist Knuts Vater - und gehört dem Tierpark Neumünster.

Peter Drüwa, der Direktor aus Neumünster, argumentiert, Knut „gehöre“ von Rechts wegen Neumünster. Das stimmt jedenfalls insofern, als jedenfalls nicht der Berliner Zoo zu entscheiden hat, wo Knut sein Leben verbringt. Das wird von einem Koordinator für die europäische Eisbärzucht und Drüwa gemeinsam festgelegt.

Mehr als sieben Millionen Besucher

Mit einer „Auskunftsklage“ will der Tierpark Neumünster nun vor dem Berliner Landgericht Auskunft darüber erlangen, wie hoch die Knut-Rendite ist, von der ein Anteil nach Neumünster fließen soll. Der Fall wird in der nächsten Woche verhandelt.

Seit Knut im März 2007 der Öffentlichkeit vorgeführt wurde, haben ihn mehr als sieben Millionen Menschen besucht. Über Knut, der mehr als fünf Millionen Euro in die Kassen des Berliner Zoos gebracht haben könnte, vermochten Neumünster und Berlin sich nicht zu einigen. Zoodirektor Bernhard Blaskiewitz, wohl kein großer Diplomat in der Welt der großen Tiere, ließ sich mit dem Satz zitieren: Die Kollegen in Neumünster „bekommen ein paar Pinguine, und dann ist die Sache in Ordnung“.

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