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Stil-Fragebogen: Palina Rojinski : „Ein schöner Mädchenname? Gerda. Ehrlich!“

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„Viele empfinden ja mein ganzes Auftreten als Fauxpas“: Palina Rojinski. Bild: Andreas Pein

Am zweiten Weihnachtstag mischt Palina Rojinski den Weimarer „Tatort“ auf – im Stil-Fragebogen spricht sie über Jogginghosen auf dem roten Teppich und das Bedürfnis, sich vor Reisen noch einmal auf einen Stuhl zu setzen.

          Palina Rojinksi, vor 28 Jahren in Leningrad (heute Sankt Petersburg) geboren, zog 1991 mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Berlin. Sie errang deutsche Meistertitel der Juniorinnen in rhythmischer Sportgymnastik und studierte Literatur und Geschichte. Bekannt wurde die Unterhaltungskünstlerin als DJ („Palina Power“), Moderatorin („Zirkus Rojinski“ auf ZDFneo) und Jurymitglied („Got to Dance“). Nicht nur für Werbespots und Musikvideos stand sie vor der Kamera, auch für Filme. Sie tritt am zweiten Weihnachtstag im Weimarer „Tatort“ neben Nora Tschirner und Christian Ulmen auf.

          Was essen Sie zum Frühstück?
          Vor dem Essen trinke ich immer heißes Wasser, das aktiviert den Körper. Dann Birchermüsli oder Haferschleim, Magenschonendes. Ideal wären natürlich Leinsamen mit Algencocktail. Wenn ich mal zwei Tage gut geschlafen und mich gut ernährt und Yoga gemacht habe, dann fühle ich mich frisch wie ein Hering. Leider lande ich oft bei Vollkornbroten mit Wurst.

          Seit Neuestem bin aber ich gut im Brotebauen: Mit Pasten und Artischocken und Fetakäse mit Paprika und da drüber ’ne Scheibe Champignons und über die Champignons noch eine frische Scheibe Gurke. Das ist mein neuer Spleen.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?
          Ich laufe mit offenen Augen durch die Straßen. Wenn ich was sehe, halte ich mit dem Auto auch schon mal an und springe rein. Ich shoppe nicht so viel, wie es für manche aussieht. In New York gehe ich immer zu Opening Ceremony, in Paris zu Colette. Oder ich shoppe im Marais Second-Hand-Sachen. In Berlin schaue ich ab und an in den Happy Shop an der Torstraße, aber da haste mal Glück, und mal haste keins.

          Das Allerbeste ist natürlich, Sachen aus dem Urlaub mitzubringen. Ich habe bei den GQ-Awards einen Hosenanzug von Zadig et Voltaire getragen, den ich in den Galeries Lafayette in Paris gekauft habe. Das ist schon irre toll dort, es macht einem aber gleichzeitig Angst, weil es dort so viel Auswahl gibt! Deshalb dachte ich: Ich brauche zumindest einen Schluck Wasser, weil ich noch ungefrühstückt war, und auf dem Weg zur Wasserbar habe ich den Ärmel von diesem Anzug hängen sehen und dachte: „Oh Gott! Dieser Anzug!“ Da musste ich die Gelegenheit am Schopfe packen, habe den schnell anprobiert und mitgenommen. Das hat keine zwei Minuten gedauert.

          Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?
          Es gibt drei Stimmungen beim Einkaufen: Einmal Freihaben, Flanieren, Champagner trinken, so „Sex-and-the-City“-mäßig. Und es gibt das schnelle Scannen. Und das dritte: wenn man für den Job einkaufen muss. Für den „Tatort“ war ich mit der Kostümbildnerin einkaufen, die ist mit mir über den kompletten Ku’damm geprescht. Beeindruckend!

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?
          Ich habe eine tolle buntgemusterte Versace-Jeans von meiner Mama, gut 20 Jahre alt. Weil meine Hüfte zu breit ist, muss ich immer ein langes T-Shirt anziehen, damit niemand sieht, dass mein Hosenstall offen steht. (lacht)

          Was war Ihre größte Modesünde?
          Auf einem Bild sehe ich aus wie Rumpelstilzchen. Bei Michalsky trug ich mal eine bunte Bärchenjacke von Adidas by Jeremy Scott, neonfarben, dazu ein hautenges Tastaturkleid. Vor Fehltritten bin ich nicht gefeit. Viele empfinden ja mein ganzes Auftreten als Fauxpas.

          Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?
          Auf jeden Fall. Aber auch draußen viel. Auch auf dem roten Teppich, eine tolle salonfähige in Rosa von Adidas.

          Haben Sie Stil-Vorbilder?
          Es ist eher ein Mischmasch aus Filmen und Musikvideos. Ich finde Veruschka sensationell, auch Brigitte Bardot. Die Sängerin M.I.A., die ist Unterhaltung fürs Auge, und Yolandi von „Die Antwoord“ ist auch saucool.

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