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Stichwort Lichtallergie

11.07.2001 ·  Eine Lichtallergie, wie sie Hannelore Kohl hatte, ist für die Betroffenen sehr unangenehm.

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Eine Lichtallergie, wie sie Hannelore Kohl hatte, ist für die Betroffenen sehr unangenehm. „Die Krankheit wird meist durch Antibiotika ausgelöst“, sagte der Direktor der Dermatologischen Klinik der Universität Bochum, Professor Peter Altmeier. Auch bestimmte Nierenpräparate oder Anti-Depressiva könnten eine Licht- oder auch Sonnenallergie auslösen. Hannelore Kohl hatte sich die Krankheit 1993 durch die Einnahme dreier Penicillin-Tabletten zugezogen.

Die Betroffenen bekommen extrem schnell Sonnenbrand und müssen das Tageslicht streng meiden, wie Altmeier erläuterte. Weitere Symptome könnten Hautausschlag, Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufschwäche sein. Da die Erkrankten tagsüber die Wohnung nicht verlassen können und die Haut „ständig spannt“, seien sie auch für Depressionen anfällig. Wegen der Hautrötung fühlten sich viele Lichtallergiker „stigmatisiert“. Der Experte betonte: „Es ist eine unglaublich unangenehme Krankheit.“

Krankheit ist sehr selten

Altmeier zufolge haben fünf bis zehn Prozent der Deutschen eine leichte Lichtallergie. Eine chronische Sonnenallergie, unter der Hannelore Kohl litt, sei dagegen „relativ selten“. Unter den Patienten seiner Hautklinik seien nur ein bis zwei Prozent betroffen. Doch auch diese schwerere Form sei „nicht tödlich“. Lediglich die extreme Variante, die so genannte toxisch epidermale Nekrolyse, könne zum Tod führen. Dabei lösten sich große Hautflächen vom Körper, die Patienten würden wie Schwerstverbrannte behandelt. Frau Kohl habe an dieser Extremform aber nicht gelitten, sagte der Arzt.

Quelle: @tk, mit Material von ddp
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