Felsstürze und Erdrutsche auf menschliche Siedlungen und Straßen sind in der Schweiz relativ häufig.
Unter Steinschlag versteht man den Niedergang von Steinen oder Geröll an einem Berg.S teinschlag kann unterschiedliche Ursachen haben: Erosion und Verwitterung, Tiere, unachtsame Wanderer oder Kletterer können Steine lostreten, aber auch Regenwasser oder Schmelzwasser kann Gestein bewegen. Erst wenn größere zusammenhängende Felspartien abbrechen, spricht man von einem Felssturz. Einen umfangreicheren, eher lawinenähnlichen Abgang von Fels und Erdmassen bezeichnet man als Bergrutsch.
Hier die schlimmsten Ereignisse dieser Art in den vergangenen Jahren:
14. Mai 2005: Ein Erdrutsch zerstört die einzige Talstraße zwischen Gondo und Zwischbergen
29. Nov. 2003: Ein Felssturz durchschlägt eine Schutzgalerie an der Großen St. Bernhard-Strecke bei Sembrancher. Dabei kommt ein 18 Jahre alter Autofahrer ums Leben.
Sommer 2003: Die große Hitze lässt den Permafrost in den Alpen abschmelzen. Es kommt zu zahlreichen Steinschlägen und Erdrutschen, mehrere Alpinisten werden getötet. Am Matterhorn kommt es zu einem großen Felsabsturz.
4. Januar 2003: Der Chüebalmtunnel der A8 bei Iseltwald am Brienzersee wird durch einen Felssturz durchschlagen. Verletzt wird niemand. Mehrere Häuser in Iseltwald werden evakuiert.
12. November 2002: Ein Felssturz fordert im Walliser Saasertal einen Toten und drei Verletzte.
1. Oktober 2002: Nach einem Felssturz in St. Niklaus werden rund 110 Einwohner evakuiert.