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Sternenhimmel Ein prachtvoller Winterhimmel

Zu Jahresbeginn entfaltet der abendliche Himmel seine größte Sternenpracht. Jetzt sind die meisten hellen Fixsterne des ganzen Jahres am Firmament versammelt.

© dpa Vergrößern

Zu Jahresbeginn entfaltet der abendliche Himmel seine größte Sternenpracht. Jetzt sind die meisten hellen Fixsterne des ganzen Jahres am Firmament versammelt. Im Süden steht Orion, der Himmelsjäger, mit seinem rötlichen Schulterstern Beteigeuze und dem blauweiß strahlenden Fußstern Rigel. Zwischen diesen beiden Orion-Hauptsternen bilden drei Sterne eine auffallende Kette. Sie markieren den Gürtel des imaginären Himmelsjägers.

Dem Himmelsjäger folgen die beiden Hunde. Im Großen Hund funkelt auffallend der bläulich-weiße Sirius. Er ist der hellste Stern am Nachthimmel und gehört mit knapp neun Lichtjahren Entfernung zu den Nachbarsonnen unserer Sonne. Bei den alten Ägyptern hieß er Sothis. Mit seiner Hilfe bestimmten sie die Länge eines Sonnenjahres und stellten dabei fest, daß es um einen Vierteltag länger ist als 365 Tage. Ein wenig höher und östlicher von Sirius leuchtet Prokyon, der hellste Stern des Kleinen Hundes.

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Der Stier im Süden

Hoch im Süden entdeckt man den Stier mit seinem rot-gelben Hauptstern Aldebaran. Fast senkrecht über unseren Köpfen ist die helle Kapella auszumachen, Hauptstern an der Spitze des Fuhrmanns. Hoch im Südosten wieder erkennt man die beiden Sternenketten der Zwillinge mit Kastor und Pollux an den Spitzen. Die hellen Sterne Kapella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Pollux bilden das so genannte Wintersechseck. Im Osten ist der Löwe mit Regulus bereits aufgegangen. Als Frühlingssternbild kündet er die kommende Jahreszeit an.

Planetenreigen beginnt mit Venus

Doch nicht nur helle Fixsterne schmücken das abendliche Firmament: Unser innerer Nachbarplanet Venus eröffnet den Jahresreigen als strahlender Abendstern. Nach Einbruch der Dunkelheit ist Venus knapp über dem Südwesthorizont als auffälliger, weißer Lichtpunkt zu erkennen. Am 15. wandert der Planet knapp südlich an Uranus vorbei. Der sonnenferne, grünliche Planet ist allerdings nur in einem lichtstarken Fernglas oder Teleskop auszumachen. Ein besonders hübscher Himmelsanblick ergibt sich am 24., wenn am frühen Abend die extrem schmale Sichel des zunehmenden Mondes neben der strahlenden Venus zu sehen ist.

Mars ist Planet der ersten Nachthälfte. Noch zählt unser äußerer Nachbarplanet zu den hellsten Gestirnen am Nachthimmel, wenn auch seine große Glanzzeit von Ende August 2003 vorüber ist. Damals kamen Erde und Mars einander extrem nahe. Mars ist nach Einbruch der Dunkelheit zunächst hoch im Süden zu sehen, später in westlicher Richtung.

Titan selbst mit dem Fernrohr sichtbar

Steil über unseren Köpfen, mitten in den Zwillingen, glänzt Saturn, der berühmte Ringplanet. Im Fernrohr blickt man gegenwärtig auf die Südseite des weit geöffneten Saturnringes. Schon in einem Fernglas ist Titan, der Riesenmond des Saturns auszumachen. Die Raumsonde Cassini ist nach siebenjähriger Reise gerade im Endspurt. Anfang Juli 2004 soll sie den Ringplaneten erreichen und in eine Umlaufbahn um ihn einschwenken. In der Nacht vom 6. auf 7. wandert der Vollmond nördlich an Saturn vorbei.

Als letzter Planet am Abendhimmel taucht Jupiter am Osthorizont auf. Der Aufgang des Riesenplaneten erfolgt zu Jahresbeginn gegen halb elf Uhr abends. Ende Januar erscheint Jupiter bereits um halb neun Uhr über der östlichen Horizontlinie. Etwa eine Stunde nach Mitternacht ist er dann hoch am Süden zu sehen. Nach Untergang der Venus zieht Jupiter als hellstes Gestirn die Blicke auf sich. Merkur gibt um die Monatsmitte ein kurzes Gastspiel am Morgenhimmel.

Ceres sichtbar

Fernglasbesitzer können auch den Kleinplaneten Ceres beobachten. Die Ceres wurde in der Neujahrsnacht von 1800 auf 1801 von Giuseppe Piazzi in Palermo als erster Kleinplanet entdeckt. Kleinplanet Nr. 1 wandert zwischen der Mars- und der Jupiterbahn in viereinhalb Jahren um die Sonne. Am 9. Januar steht Ceres im Sternbild Zwillinge in Opposition zur Sonne.

In den Zwillingen erreicht auch der Mond am 7. um 16.40 Uhr seine Vollmondposition. Bis 21. nimmt er ab. An diesem Tag tritt um 22.05 Uhr die Neumondphase ein. Bereits am 3. passiert der Mond seinen erdfernsten Bahnpunkt, wobei ihn 405.710 Kilometer von uns trennen. Mit 362.770 Kilometer Distanz steht er am 19. in Erdnähe. Zum Monatsende erreicht er mit 404.810 Kilometer abermals seine Erdferne.

Erde am sonnennächsten Bahnpunkt

Am 4. Januar abends passiert die Erde ihren sonnennächsten Bahnpunkt. Nur 147.094.300 Kilometer trennen uns dann vom Glutball Sonne, eine Strecke, die Licht in acht Minuten und zehn Sekunden überbrückt. Anfang Juli ist das Sonnenlicht dann siebzehn Sekunden länger zu uns unterwegs.
Die Sonne wandert wieder am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Ihre Mittagshöhen nehmen um knapp sechs Grad zu. Die Tageslänge im Januar verlängert sich um rund eine Stunde.

Quelle: dpa

 
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