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Stammzellenforschung Herzinfarkt-Patienten erfolgreich mit eigenen Stammzellen behandelt

24.08.2001 ·  Weltweit einmalig: Patienten mit Herzinfarkt wurden an der Düsseldorfer Uniklinik mit ihren eigenen Stammzellen behandelt.

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In einem weltweit ersten Versuch haben Mediziner der Düsseldorfer Uniklinik für Kardiologie sechs Herzinfark-Patienten mit ihren eigenen Stammzellen behandelt. Mit Erfolg: Den Patienten im Alter zwischen 38 und 67 Jahren sei es nach Angaben der Ärzte schon wenige Wochen nach der Behandlung deutlich besser gegangen, sagte Professor Bodo Eckehard Strauer von der Uniklinik.

Durch die Transfusion eigener Stammzellen aus dem Knochenmark der Patienten sei es gelungen, das abgestorbene Infarktgewebe wieder aufzubauen, hieß es. Man hatte die Stammzellen in eine Arterie gespritzt und so in den Bereich des betroffenen Herzmuskels transportiert. Diese Therapie war in den Vereingten Staaten an Mäusen erforscht worden und hatte dort zum Erfolg geführt.

Strauer betont jedoch, dass nicht bewiesen werden könne, dass sich die Stammzellen tatsächlich in Herzmuskelzellen verwandelt haben. Die beobachtete Besserung lasse sich aber nicht anders erklären.

Neue Argumente gegen die Forschung an embryonalen Stammzellen?

Im Hinblick auf die ethisch umstrittene Stammzellenforschung an Embryonen setzt dieser Erfolg neue Akzente: Erstmals gelang es, adulte Stammzellen, das heißt Stammzellen von Erwachsenen, wirksam zur Heilung einzusetzen. Vielleicht wird diese Methode in Zukunft Schule machen. Ein Vorteil besteht darin, dass die eigenen Stammzellen im Falle einer Transplantation vom Körper in der Regel nicht abgestoßen werden.

Trotzdem sind Forscher der Meinung, dass die adulte Stammzellenforschung die embryonale nicht ersetzen kann: Die amerikanischen National Institutes of Health (NIH) bezeichnen die Möglichkeiten der adulten Stammzellen als deutlich limitiert. Gründe dafür seien, dass diese Stammzellen nicht aus allen Körperteilen isoliert werden könnten und dass sich die Isolation oft sehr schwierig gestalte.

Als Reaktion auf den Düsseldorfer Erfolg forderte die Ärzteorganisation „Marburger Bund“ den massiven Ausbau der Forschung mit adulten Stammzellen. Bund und Länder müssten hierbei in großem Maßstab investieren, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Organisation, Rudolf Henke, am Freitag in Köln. Sollten sich die Erfolge bestätigen, wären die Verfechter der embryonalen Stammzellenforschung widerlegt.

Quelle: @kate, mit Material von dpa, ap und kna
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