31.05.2003 · Erstmals seit 1999 gab es wieder eine Sonnenfinsternis. Der Blick auf die teilweise verfinsterte Sonne wurde allerdings von vielen Wolken am Horizont getrübt.
Frühaufsteher haben am Samstag in Deutschland und Teilen Europas ein ungewöhnliches Himmelsschauspiel erleben können: Erstmals seit 1999 gab es wieder eine Sonnenfinsternis. Der Blick auf die verfinsterte Sonne wurde allerdings von vielen Wolken am Horizont getrübt, berichtete Jost Jahn von der Vereinigung der Sternenfreunde im niedersächsischen Uelzen.
„Man mußte sich ein bißchen gedulden. Aber zwischen den Wolkenlücken sah man dann sehr spektakulär die Sonne nur als Sichel.“ Das Besondere war diesmal, daß die Sonne schon verfinstert aufging. „Das kommt eher selten vor“, meinte Jahn. Auch auf Island war die Sonnenfinsternis mit Spannung erwartet worden. Wegen des schlechten Wetters war sie allerdings nur kurz zu sehen.
Zuerst in Greifswald
Zu den ersten, die die Teilfinsternis sehen konnten, gehörten kurz vor fünf Uhr die Mitarbeiter der Sternwarte Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Dort stieg die Sonne rechtzeitig vor dem Maximum, bei dem der Mond fast 85 Prozent der Sonne verdeckte, über die Wolken. „Besonders gut zu sehen waren die Sonnenflecken, die für die Polarlichter in den vergangenen Tagen verantwortlich waren“, sagte Marcel Hähnel vom Vorstand des Sternwartevereins.
In Rostock konnten Frühaufsteher erst die wieder zunehmende Sonne durch eine Wolkenlücke sehen. „Im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns und in einem Streifen von der Lüneburger Heide über Hessen und Thüringen war der Himmel bedeckt“, sagte Thomas Globig vom Wetterdienst meteomedia enttäuscht, da er selber auf der Ostsee-Insel Hiddensee nichts sehen konnte. Anders als im Sommer 1999 war die Sonnenfinsternis diesmal nicht total. Der Mond verdeckte nur bis zu 85 Prozent der Sonne.