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Sonne Größter Sonnenfleck der letzten zehn Jahre

Hohe Sonnenaktivität bedroht Satelliten und auf der Erde Stromleitungen und Pipelines. Sie erzeugt aber auch eindrucksvolle Nordlichter.

© Nasa Vergrößern Die Sonne

Der Größte der vergangenen zehn Jahre und der Größte der kommenden Dekade ist er. Ein Sonnenfleck der Superlative. Bleibt zu hoffen, dass die damit einhergehende Aktivität nicht fatale Folgen haben wird.

AR 9393 heißt das Gebiet, auf dem sich gerade ein Sonnenfleck mit einer Fläche, die dem 13-fachen der Erdoberfläche entspricht, befindet. Dort halten verzerrte Magnetfelder die Hitze der Sonne im Inneren und erzeugen so den kühleren und damit dunkleren Sonnenflecken. Die Anzahl und Größe der Flecken folgen einem elf Jahre dauernden Zyklus.

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Flares

Um die Sonnenflecken herum schießen so genannte Flares ins All. Es handelt sich um gewaltige Explosionen, die so viel Energie freisetzen wie eine Milliarde Megatonnen TNT. Die in sekundenschnelle freigesetzte magnetische Energie beschleunigt Sonnenpartikel stark und erhitzt sie dadurch auf einige Millionen Grad. Der stärkste von vier Flares dieses Sonnenflecken wurde am Donnerstag um 10.57 Uhr mitteleuropäischer Zeit beobachtet.

Sonnenfleck © Nasa Vergrößern Ein Sonnenfleck

Protuberanzen

Außer den Flares erzeugen Sonnenflecken auch die so genannten Protuberanzen. Dabei werden aus dem äußersten Teil der Sonne, der Korona, Wolken geladener Teilchen ausgespuckt. Mit hohen Geschwindigkeiten schießen die Teilchen auf die Erde zu und beeinflussen so das magnetische Feld unseres Planeten.

Auf der Erde

Das hat mehrererlei Auswirkungen. Zunächst kündigen sich solche Ereignisse durch massive Polarlichter an. Aber die geladenen Teilchen können sowohl im All, an Satelliten und Raumfahrzeugen, als auch auf der Erde Schaden anrichten. Die Stromversorgung wird von starken magnetischen Schwankungen gestört und Pipelines korrodieren schneller.

Beobachtet wurde der Sonnenfleck von Soho, einem Satelliten der Nasa und der europäischen Raumfahrtbehörde Esa, der die Sonne beobachtet.

Quelle: @cop, mit Material von US Geological Survey

 
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Veröffentlicht: 31.03.2001, 18:17 Uhr

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