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Nach nächtlichem Bad : Campino wegen Hausfriedensbruchs angezeigt

  • Aktualisiert am

Regeln gelten auch für Sänger – Gegen „Hosen“-Frontmann Campino läuft eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Bild: dpa

Für den Frontmann der Toten Hosen gibt es Ärger: Am Wochenende soll sich Campino nach einem Auftritt unerlaubt Zutritt in ein Freibad verschafft haben – mit zwei weiblichen Fans.

          Nach dem nächtlichen Bad von Campino und Begleitern in einem Dresdner Freibad hofft der Betreiber auf ein klärendes Gespräch mit dem Sänger. „Er kann uns gern einmal anrufen und die Situation aus seiner Sicht schildern“, sagte der Geschäftsführer der Dresdner Bäder GmbH, Matthias Waurick, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Bei solchen Vorfällen sei man zur Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs verpflichtet, betonte ein Sprecher des städtischen Betriebes. Nach seinen Angaben hätte Campino bei vorheriger Anmeldung außerhalb der Öffnungszeiten folgenlos schwimmen können.

          Das Unternehmen hatte die Eindringlinge angezeigt, die sich nach dem Konzert der Toten Hosen am Samstag im Stadion gegen ein Uhr nachts unerlaubt Zutritt zum nahen Freibad verschafft hatten. Unter dem Titel „Baden gehen in Dresden“ hatte die Band auf den offiziellen Accounts bei Twitter, Facebook und Instagram den Beweis gepostet: ein Foto von Campino im Badeshort und zwei jungen Frauen im Bikini am Beckenrand. Die Reaktionen im Netz reichen von „das ist richtig Rock'n'Roll“ oder „Geile Aktion“ bis zu Kritik wie: „kein Vorbild“.

          Die Polizei wertet auch Aufnahmen aus den Überwachungskameras in dem Areal aus. Die Identität der Frauen und mindestens zweier weiterer Personen ist noch unklar, sagte ein Sprecher. „Eine ist auf dem Bild im Wasser zu sehen, eine hat fotografiert.“ Die Beschuldigten müssten befragt werden, auch Campino. Ihm und den Begleitern drohen laut Gesetz eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Bäder-Chef Waurick brachte ein „kleines Entschuldigungskonzert“ ins Gespräch, um die Sache „vielleicht auch aus der Welt“ zu schaffen. „Die Idee ist sicherlich charmant“, sagte der Polizeisprecher. Sie ändere aber nichts an dem Strafverfahren.

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