http://www.faz.net/-hxl-908oz

Herzblatt-Geschichten : Ein Herz auf zwei Beinen

Slowenien hat seinen Superstar gefunden: „Bergdoktor“ Hans Sigl (rechts) Bild: dpa

Superstar und deutscher Exportschlager. In Slowenien ist unser „Bergdoktor“ Hans Sigl ein wahrer Quotenhit. Da stört es auch kaum, dass jede Woche mehr Menschen vor Ort einschalten als überhaupt leben.

          Man weiß ja viel zu wenig über andere Völker. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass die Slowenen einen solchen Narren an unserem „Bergdoktor“ Hans Sigl gefressen haben? Das neue Blatt berichtet: „In Slowenien ist der Schauspieler (48) ein richtiger Superstar. Mehr als sieben Millionen Menschen schalten jedes Mal ein, wenn ,Der Bergdoktor‘ über den Bildschirm flimmert.“ Donnerwetter! Das ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Slowenien nur gut zwei Millionen Einwohner hat.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Unser erster Gedanke war, dass Das neue Blatt vielleicht Slowenien mit der Slowakei verwechselt hat oder mit Sleswig-Holstein, aber dort wohnen auch keine sieben Millionen. Es muss also andere Gründe geben für die phantastische Quote. Besitzen die Slowenen einfach irre viele Fernseher? Ist das Land überrannt worden von illegalen Einwanderern, die ebenfalls alle „Bergdoktor“-Fans sind? Zählt man womöglich noch sämtliche Auslandsslowenen mit oder alle, die je in Slowenien gewesen sind? Im ZDF dagegen dürften die Tage des „Bergdoktors“ gezählt sein, zuletzt erreichte er vergleichsweise enttäuschende 6,8 Millionen.

          Christine Neubauer, früher auch mal Quotenkönigin, wagt sich jetzt in eine Tanzshow, an der Seite des Schauspielerkollegen Gedeon Burkhard. Die Frage der Bunten, ob er da nicht eifersüchtig sei, weist Neubauers Partner José Campos zurück: „Und ehrlich gesagt habe ich jetzt eine wunderschöne Frau mit tollem Körper zu Hause. Ich habe also auch was von der Show.“ Heißt das, er war vorher mit Neubauers Erscheinung unzufrieden? Oder, Gott behüte, redet er etwa von einer anderen Frau, welche ihm, während Neubauer durch die Gegend tanzt, daheim die Zeit vertreibt?

          Hertels „Freunde fürs Leben“

          Eifersüchtig jedenfalls kann man auch wegen eines Ex-Partners sein. Stefanie Hertel hat jetzt ein Album namens „Freunde fürs Leben“ aufgenommen, auf dem sie diverse Duette singt, allerdings keines mit ihrem Ex-Mann Stefan Mross. „Ich dachte auch, dass ich ein ,Freund fürs Leben‘ von Stefanie bin“, beklagt sich Mross in Bild. „Aber ich wurde leider nicht gefragt.“ Trösten Sie sich, Herr Mross: Sie sind immerhin Stefanies Ex-Mann fürs Leben, das kann Ihnen keiner nehmen.

          Ganz ohne Ex-Mann Stefan Mross: Stefanie Hertel
          Ganz ohne Ex-Mann Stefan Mross: Stefanie Hertel : Bild: dpa

          Zu schaffen macht Mross noch anderes, wie er Echo der Frau erzählt: „Nach einer Tournee bin ich drei Wochen nicht ansprechbar, weil ich quasi auf Entzug bin. Ich vermisse dann diese Wertschätzung. Die Bühne, das Rampenlicht und der Applaus machen mich einfach süchtig.“ Wir lesen dies als Appell an Mross’ Freundin, ihm den Entzug etwas sanfter zu gestalten: Zeigen Sie ihm Ihre Wertschätzung, strahlen Sie ihn ab und an mit der Schreibtischlampe an und, spenden Sie ihm warmen Applaus, wenn er formvollendet das Frühstücksei geköpft hat.

          Extreme Wertschätzung für William und Kate

          Extreme Wertschätzung haben ja William und Kate in Deutschland erfahren. „Ihre neue Frisur, ein langer Bob mit geföhnten Wellen, ist inzwischen Haartrend des Sommers und hat den Namen Kate-Bob, kurz Kob!“, weiß Bunte und lässt offen, ob es auch für Williams Halbglatze einen Namen gibt, etwa Watze. Stolz ist Bunte, weil Kate den Blumenstrauß, den ihr in Heidelberg eine Redakteurin in die Hand drückte, „durch die ganze Altstadt“ trug, obwohl das weder für die Blumen noch für Kate sehr angenehm gewesen sein wird. Das neue Blatt wiederum überreichte William „zwei Windräder für George und Charlotte“, nachdem im März schon Schwedens Victoria so ein Windrad aufgedrängt bekam. Vermutlich hat Das neue Blatt die Dinger im Großeinkauf gebunkert.

          Ob langer Bob mit geföhnten Wellen oder Halbglatze: die Haartrends der Royals
          Ob langer Bob mit geföhnten Wellen oder Halbglatze: die Haartrends der Royals : Bild: AP

          Mehr Geld ausgegeben hat ein unbekannter Raumfahrtfreund: „Jetzt wurde die Tasche, mit der Neil Armstrong (†2012) zum Mond flog, für 1,6 Millionen Euro versteigert“, schreibt Bunte. Dabei dachten wir immer, Armstrong wäre mit einem Raumschiff geflogen.

          Özdemir will hoch hinaus

          Ebenfalls hoch hinaus will Cem Özdemir, der mit seinen Grünen das Innenministerium anstrebt und in Frau im Spiegel ankündigt: „Unter einem grünen Minister würden sich alle Linksextremisten oder Rechtsradikalen und alle Salafisten die CDU/CSU oder SPD ins Ministerium zurückwünschen.“ Ob das so gescheit ist? Alle Linksextremisten, Rechtsradikalen und Salafisten werden ihre Stimmen jetzt sicherlich der Konkurrenz geben.

          Özdemirs Agenda: Null Toleranz für Linksextremisten oder Rechtsradikalen und alle Salafisten
          Özdemirs Agenda: Null Toleranz für Linksextremisten oder Rechtsradikalen und alle Salafisten : Bild: dpa

          Ihr Jawort gegeben haben sich Schauspieler Philipp Danne und Gattin Viktoria, die in Bunte erzählt: „Wir waren wie zwei Magneten. Ich konnte richtig merken, wie mein Kopf ihm immer näher kam, und dann bin ich wieder leicht rückwärtsgegangen, aber wir konnten nicht voneinander lassen. Dieses Gefühl haben wir bis heute.“ Über ihren Mann sagt sie noch: „Er ist ein Herz auf zwei Beinen.“ Auf den Fotos indes sieht Danne ganz normal aus.

          Gar nicht normal hingegen finden wir unser Bunte-Horoskop: „Endlich Ferien! Bis Montag müssen Sie noch durchhalten – dann kommt die Entspannung.“ Was bitte weiß Bunte von unserer Ferienplanung? Natürlich gar nichts, denn unser Urlaub ist gerade vorbei, und unseren müden Kopf zieht es in Richtung Schreibtischplatte, als wären es zwei Magneten. Die Kraft, dennoch durchzuhalten, verleiht uns einzig der Gedanke an all die Leser dieser Kolumne. Zum Beispiel an unsere 26Millionen Leser in Österreich.

          Weitere Themen

          Stabilitätspakt  mit Schröder

          Herzblatt-Geschichten : Stabilitätspakt mit Schröder

          Im Windschatten der Traumhochzeit des Jahres prahlt Otto Waalkes mit einer seiner schönsten Scheidungen. Barbara Schöneberger klagt derweil über ihr beschwerliches Promi-Dasein – und Gerhard Schröder bringt frischen Wind in sein Beziehungsleben. Unsere Herzblatt-Geschichten.

          Das Geheimnis des ältesten Mannes der Welt Video-Seite öffnen

          121 Jahre alt : Das Geheimnis des ältesten Mannes der Welt

          Laut seiner Geburtsurkunde ist der Mexikaner Manuel Garcia 121 Jahre alt. Damit wäre er der älteste Mann der Welt. Doch um den Titel hat er sich nie geschert, wichtiger ist dem Bauern seine Arbeit.

          Topmeldungen

          AfD : Alice Weidel und das Lachen im Halse

          Die Reden der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel sind entweder hämisch oder zornig. Das Gift ihres „Kopftuch-Mädchen“-Satzes hat vor Jahren jedoch ein anderer in die Debatte geträufelt. Ein Kommentar.

          Trumps Sicherheitsberater : Der Falke unter den Falken

          Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton hat sein Netzwerk aus rechten Politikberatern mit ins Weiße Haus gebracht. Sogar bei Personalfragen holt er sich Hilfe aus einem Büro in Washington. Sicherheitsexperten sind alarmiert.

          Steuererklärung ohne Belege : Schummelt es sich nun leichter?

          Eine Neuerung in der Steuererklärung sorgt für besonders viel Wirbel: Ab sofort müssen keine Belege mehr eingereicht werden. Was Finanzbeamte und Steuerzahler freut, könnten andere als die Einladung zum Tricksen verstehen.

          Hamburger gegen neuen Bahnhof : Ein neues Stuttgart 21?

          Die Bahn will den veralteten Kopfbahnhof Hamburg-Altona schließen und an anderer Stelle neu bauen. Dagegen formiert sich Protest. Anwohner warnen vor einer „riesigen Verschwendung von Steuergeldern“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.