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Herzblatt-Geschichten : Sie guckt wie ein Frosch

Auch wenn Cher hier eher aussieht wie ein Pfau: Beim zoophilen Bild-Reporter Norbert Körzdörfer stöckelte sie „wie ein sexy Storch“. Bild: AFP

Den Geissens droht Ungemach durch Günter Wallraff, Bild-Reporter Norbert Körzdörfer kann nicht von tierischen Analogien lassen, Prinzessin Charléne darf womöglich bald ablösefrei wechseln und André Rieu schläft mit seiner Stradivari. Die Herzblatt-Geschichten.

          Er hat es schon wieder getan. Von Berufs wegen begegnet der Bild-Reporter Norbert Körzdörfer stets den großen Stars des Showbiz, und woran denkt er dabei? An Tiere. Sängerin Cher stöckelte bei ihm „wie ein sexy Storch“, und „Spiderman“ Andrew Garfield erinnerte ihn an – nein, nicht an eine Spinne, sondern an „eine schüchterne Giraffe“. Jetzt hat Körzdörfer Angelina Jolie getroffen, eine der schönsten und faszinierendsten Frauen des Planeten – und was schreibt der Mann? „Sie guckt lustig, wie der schönste Frosch der Welt.“ Ist das nur gaga oder schon Symptom einer leichten Zoophilie? Muppet-Boss Kermit jedenfalls sollte sich hüten, Körzdörfer ein Interview zu geben, seine Sicherheit scheint nicht garantiert.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Von Kate, der britischen Gazelle, und Monacos deprimiertem Delphin Charlène hört man diese Woche leider gar nichts Gutes. „Was der Hof vertuscht! Kate spurlos verschwunden“, meldet Das neue Blatt und argwöhnt, dass Kate total erschöpft sei und am Burnout-Syndrom leide. Ein Beweisfoto für ihr Verschwinden druckt das Heft auch: „Allein: Bei einer Krebs-Gala erschien William ohne seine Frau.“ Besagtes Bild zeigt, was Das neue Blatt verschweigt, William im Gespräch mit Kate Moss, der süßen Seidenraupe – und ehrlich gesagt: Da wären wir auf jeden Fall auch ohne unsere Frau erschienen.

          Die Geissens sollen Callcenter beauftragt haben um Gattin Carmen bei „Let’s Dance“  ins Halbfinale zu bringen. Günter Wallraff nimmt Ermittlungen auf.

          Charlène wiederum bereitet den Monegassen den üblichen Verdruss: Sie hat auch in dieser Woche kein Kind gekriegt, und bei ihrem repräsentativen Irgendwo-Herumstehen hat sie wieder mal eine Flappe gezogen. Nach Mutmaßungen der Medien ist sie entweder depressiv oder doch endlich schwanger, besonders brisante Informationen indes präsentiert Gala: „Andere Stimmen in Monaco sprechen sogar davon, dass diese Ehe nur ein Deal sei. Demnach habe Charlène bei der Hochzeit einen Fünfjahresvertrag abgeschlossen. Drei hätte sie immerhin geschafft.“ Noch weitere zwei Jahre, dann dürfte sie also ablösefrei wechseln, wir tippen mal auf Belgien oder Liechtenstein. Oder Großbritannien, sollte Kate nicht wiederauftauchen.

          Wir hierzulande müssen uns ja mit Dschungelkönigen wie Costa Cordalis begnügen. Der muntere Minotaurus hat nun seine Autobiographie vorgelegt. Diese ist Bild zwar nicht die übliche Mini-Serie wert wie zuletzt die Memoiren der umtriebigen Nacktschnecke Micaela Schäfer, aber immerhin eine knappe Zeitungsseite. „In Bild macht Costa seine Seele nackig“, heißt es, wobei die Fotos die Frage aufwerfen, wo beim Costa wohl die Seele sitzt: Sechs der zehn Bilder zeigen ihn mit nacktem Oberkörper. Das ist dann beinahe doch schon eine Micaela-Schäfer-Quote.

          Prinzessin Charlène von Monaco zieht mal wieder eine Flappe beim repräsentativen Irgendwo-Herumstehen.

          Keine Bio liefert die Wandelnde Geige André Rieu, aber ein laut Echo der Frau „Pikantes Geständnis: Ehe zu dritt“. Wie immer indes, wenn die Herzblätter etwas „pikant“ nennen, ist die Geschichte eher fad, denn die Nebenbuhlerin von Rieus Gattin Marjorie ist nicht nur ausgesprochen hölzern, sondern deutlich älter als sie, und zwar mehr als 200 Jahre: „Meine Frau muss akzeptieren, dass meine ,Stradivari‘ mit uns im Bett liegt.“ Nach allzu wilden Nächten klingt das nicht. Wenigstens kann Marjorie von Glück sagen, dass ihr Gemahl keine Tuba spielt.

          Glück auch für den sympathischen Gorilla Martin Kristen, den ehemaligen Bodyguard Heidi Klums, über dessen berufliche Zukunft wir uns sorgten, nachdem er seiner Schutzbefohlenen vor den Augen der Welt allzu nahe kam. Laut Bild hat er einen neuen Job, und ähnliche Grenzüberschreitungen scheinen dabei zumindest unwahrscheinlich: Er beschützt nun die Moderatorin Ellen DeGeneres und Portia de Rossi, ihre Ehefrau.

          Pikant: André Rieu lebt in Dreiecksbeziehung mit Frau und Geige. Wir liefern hier ein Beweisfoto mit der Nebenbuhlerin.

          Viel, womöglich zu viel für seine Gattin tut auch Robert Geiss, der millionenschwere Grinsekater aus dem RTL-2-Programm. Hat er, fragt sich Bild, womöglich „Call-Center engagiert, damit seine Gattin Carmen (49) bei ,Let’s Dance‘ ins Halbfinale einzieht?“ Carmen Geiss bezeichnet den Verdacht gegenüber RTL als „Schwachsinn“ – und „leider haben wir auch nicht so viel Geld, um RTL kaufen zu können. Das wäre zwar sehr schön, aber das sind Sachen, da sind auch uns die Hände gebunden.“ Trotz verbundener Hände darf Frau Geiss vorerst weitertanzen, auch wenn Bild zufolge die Unruhe anhält: „Manche fordern sogar, der Enthüllungs-Reporter Günter Wallraff (71) solle den Fall aufklären.“ Und tatsächlich ist uns aus leider ziemlich unzuverlässiger Quelle zugetragen worden, dass Wallraff längst wie ein Wilder langsamen Walzer und Foxtrott trainiert, um sich unauffällig bei „Let’s Dance“ einschmuggeln zu können.

          Dieter Bohlen, der alte Gold- und Maulesel von „Deutschland sucht den Superstar“, watscht derweil in Bravo eine Konkurrenzsendung ab: „Fakt ist ja, dass zum Beispiel bei ,The Voice of Germany‘ noch nie ein Nummer-eins-Hit rausgekommen ist – die Gewinner müssen doch nach ein paar Wochen Taxi fahren!“ Echt, die Sieger dort fahren alle Taxi? Dann ist es höchste Zeit, dass wir selbst mal bei „The Voice of Germany“ mitmachen. Wir können uns nämlich gerade mal den Bus leisten.

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