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Herzblatt-Geschichten : Kompetenz im Kühlschrank

Nur schreckhafter Schläfer oder boshafter Schläger? Bei Rafael van der Vaart und Sylvie hat es „Rums“ gemacht Bild: dpa

Bei den Van der Vaarts hat es „Rums“ gemacht, Silvio Berlusconi zahlt seiner ehemaligen Frau eine Milliarde Euro und Johnny Depp benennt eine Bucht seiner Privatinsel nach den Kurven seiner Freundin.

          Was zuletzt geschah: Das populäre Promi-Pärchen Sylvie und Rafael van der Vaart hatte das Volk mit einer endlosen Kette von Fernsehshows, Fußballspielen und Familienfotos unterhalten. Noch in der Silvesternacht twitterten sie ein fröhliches Bildchen, danach aber sah und hörte man für mehrere Stunden von ihnen: nichts. Fans der beiden musste die plötzliche Stille misstrauisch werden lassen. Und nach der Stille kam dann auch das Rums.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Auf der gemeinsamen Party nämlich, berichtete Bild, „landete Sylvie nach einem Schlag ihres Mannes mit einem lauten Rums auf dem Boden“. Tags darauf lieferte Bild eine modifizierte Version, derzufolge der Fußballspieler schon zu Bett gegangen sei und seine Frau ihn habe wecken wollen: „Rafael schreckte hoch, schubste dabei Sylvie, die mit einem lauten Rums zu Boden stürzte.“ Rums also hat es auf jeden Fall gemacht, und obwohl Rafael nach der neuesten Variante gar kein boshafter Schläger, sondern nur ein schreckhafter Schläfer ist, obwohl beide beteuern, sich nach wie vor zu lieben, haben sie sich getrennt. In den Medien sind sie nun so präsent wie in besten Zeiten: kein Tag ohne Sylvie „beim therapeutischen Shoppen“ (Bild) oder Rafael beim Frustabbautraining in Abu Dhabi („Der HSV ist meine Ersatz-Familie“). Wir bleiben dran.

          Nur aufs Twittern haben sie nun keine Lust mehr. Das tun dafür andere wie der schwer vermeidliche Boris Becker: „Bitte keine schnelle Scheidung, vielleicht gehts in 6 Monaten wieder.“ Und sonst droht ja auch so ein Patchwork-Kuddelmuddel à la Becker. Beim früheren Kicker Hans Sarpei wiederum, der als humorbegabt gilt, darf man unterstellen, dass er einen Witz versucht hat, als er den van der Vaarts die angesichts des Geschehens heikle Botschaft zukommen ließ, sie sollten sich „noch mal zusammenraufen“.

          Ein Körper wie eine Altmoräne

          Schon länger getrennt sind Silvio Berlusconi, 76, und Veronica Lario, 56. Berlusconi muss seiner Ex-Frau laut Bunte „künftig jeden Monat 3 Mio. Euro überweisen“. Das seien 36 Millionen Euro im Jahr, „und geht man davon aus, dass die Ex-Theaterschauspielerin noch 30 Jahre lebt, wäre man schnell bei über 1 Mrd. Euro“. Rechnen, liebe Bunte-Kollegen, könnt ihr ja fein, von Biologie aber habt ihr keinen Schimmer: Das Ganze geht doch nur auf, wenn Berlusconi ebenfalls noch 30 Jahre lebt. Wobei, er selbst glaubt sicher ganz fest dran.

          Boris Becker twittert über die Trennung des Traumpaares aus eigener Erfahrung: „Liebe Van Der Vaarts, ich habe euch beide sehr gerne! Bitte keine schnelle Scheidung, vielleicht gehts in 6 Monaten wieder ...“ Bilderstrecke
          Boris Becker twittert über die Trennung des Traumpaares aus eigener Erfahrung: „Liebe Van Der Vaarts, ich habe euch beide sehr gerne! Bitte keine schnelle Scheidung, vielleicht gehts in 6 Monaten wieder ...“ :

          Romantisches hört man von Amber Heard und ihrem Freund Johnny Depp. Er hat eine Privatinsel auf den Bahamas, und dort „benannte er einen Strand nach ihr“, weiß Bunte: „,Ambers Bucht’ erinnere ihn an die Hüfte seiner Freundin.“ Grundbesitzer, die es Depp gleichtun wollen, seien vorgewarnt: Es sollte schon ein schöner Strand sein, den Sie Ihrer Liebsten widmen. Benennen Sie hingegen eine Einöde, eine Grotte oder eine Altmoräne nach ihr, dann könnte sie dies kränken, selbst wenn’s von der Geographie her passen sollte.

          Tom Cruise wiederum kümmert sich um seine eigene Schönheit, wie Intouch berichtet: „,Tom ist kein Fan von Botox oder Schönheitsoperationen. Er steht vor allem auf Natürliches’, erklärt ein Freund.“ Stattdessen setzt Cruise auf eine „Creme aus Nachtigall-Exkrementen“. Da wäre uns, ehrlich gesagt, Botox lieber. Gar nicht lieb allerdings wäre uns ein Kleiderschrank, wie ihn laut Intouch Victoria Beckham besitzt: Der ist nicht nur 100 Quadratmeter groß, er verfügt auch über einen sprechenden Computer, „der Posh verrät, wann sie welche Klamotte schon mal anhatte“. Das wär’ ein Spaß, wenn auch unser Schrank damit loslegte: „Dieses Hemd hast du im abgelaufenen Jahr 86 Mal angehabt. Und diese Jogginghose trägst du daheim seit sieben Jahren praktisch ununterbrochen.“ Schnauze, Schrank!

          Nicole liefert Inhalte

          Besser geschwiegen hätte auch Das neue Blatt, das mit der Schlagzeile antanzt: „Sein Sohn packt aus - Helmut Kohl - So grausam war die Familienhölle“. Walter Kohls Buch „Leben oder gelebt werden“ erscheine im April als Taschenbuch und „wird für Schlagzeilen sorgen“, lesen wir - und glauben das nicht. Besagtes Buch nämlich erschien schon im Januar 2011 als gebundene Ausgabe, und da haben längst alle drüber berichtet. Was enthüllt Das neue Blatt als Nächstes? Den Skandal um Milli Vanilli?

          Grand Old Grand-Prix-Tante Nicole hat derweil ihre Nachfolgerin Lena kritisiert, deren Songs die Tiefe fehle. „Zu meinen Konzerten“, so Nicole in Bunte, „kommen Menschen, die Inhalte wollen.“ Haben wir schon geahnt, dass die da nicht wegen der Musik hingehen.

          Als Mann der klaren Worte zeigt sich mal wieder Dieter Bohlen, der in Closer klarstellt, wer alles nicht für seine „DSDS“-Jury in Frage kommt. Ex-Gattin Verona Pooth? „Da fände ich es unterhaltsamer, den Affen aus der Trigema-Werbung zu nehmen.“ Carmen Geiss? „In meinem abgelaufenen Quark im Kühlschrank steckt mehr Kompetenz.“ RTL wäre gut beraten, wenn es Bohlens bestechenden Vorschlägen folgte und uns endlich eine Jury präsentierte, in der kompetente Debatten auf Augenhöhe geführt würden - bestehend aus dem Trigema-Affen, Bohlen und dem Quarkbecher.

          Quelle: F.A.S.

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