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Herzblatt-Geschichten : Es ist ein Big Mäc!

Bei all den Horrormeldungen: Mit diesem Kürbis - dem größten Deutschlands - gibt es Halloween einiges zu tun Bild: dpa

Schlechte Nachrichten überall: Helene Fischer wird von einem Fan zu sehr geliebt, Michael Wendler legt sich mit seinen stattedessen an. Und Shannen Doherty ist nicht schwanger, sondern hungrig.

          Grauen. Entsetzen. Panik. Helene Fischer muss sich fühlen wie einst Jamie Lee Curtis in „Halloween“. In das Leben der Sangesmaid ist der nackte Terror eingebrochen. Eine unheimliche Gestalt stellt ihr nach, in ihrer alten Heimatstadt Wöllstein, Kreis Alzey-Worms. Hendrik nennt sich der Finsterling, wie die Aktuelle weiß. „Er ist Anfang 40, hat lange schwarze Haare mit grauen Strähnen. Er trägt braun. Hose, Hemd, Jacke - alles braun.“ Und Hendrik hat eine Mission. Er will Helenes Liebe. Um die zu erringen, wirft er seit Wochen Geschenke, Blumen und Briefe über den Zaun des Kleingartens der Familie Fischer.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Aktuelle illustriert das Drama mit schockierenden Bildern. Neben dem Foto der sehr blonden Helene eine Schreckensszene aus dem Garten: Ein Plüschhase, vielleicht ein Präsent des braunen Hendrik, hängt an der Wäscheleine. Die Bildunterschrift versucht, das Unsagbare in Worte zu fassen: „Ein Plüschhase hängt an der Wäscheleine.“ Der Aktuelle-Reporter hat sogar seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt und Hendriks Gaben offenbar verkostet: „Geschenke mit bitterem Beigeschmack“, lautet sein gastronomisches Urteil.

          „Furunkel an Heinos Hintern“

          Es muss am nahenden Geisterfest liegen, dass die Herzblätter dieser Tage voll sind mit solchen Horrormeldungen. Auch in der Bunten ist Furchtbares zu lesen. Shannen Doherty hat einem Fotobeweis zufolge in jüngster Zeit ungefähr neun Kilogramm zugelegt. Auf die Frage, ob sie schwanger sei, antwortete die Actrice: „Das war nur ein Hamburger!“ Gerne würden wir glauben, dass Miss Doherty einen netten Jung von der Waterkant kennengelernt hat. Aber wir haben vor einiger Zeit mal wieder „Rosemaries Baby“ gesehen. Und jetzt geht uns diese furchtbare Vision nicht mehr aus dem Kopf: Miss Doherty liegt gefesselt auf dem Bett, über sie beugt sich ein diabolisches Wesen, das aussieht wie ein Fleischklops. Und neun Monate später schaukelt die Nachbarin die Wiege und ruft freudestrahlend: „Heil Satan! Es ist ein Big Mäc!“

          In das Leben der Sangesmaid ist der nackte Terror eingebrochen: Helene Fischer hat einen aufdringlichen Verehrer Bilderstrecke
          In das Leben der Sangesmaid ist der nackte Terror eingebrochen: Helene Fischer hat einen aufdringlichen Verehrer :

          Aber nicht nur wegen dieser Geschichte sollten Sie, liebe Eltern, unbedingt verhindern, dass Ihren Kindern die Bunte in die Hände fällt. Echt traumatisierend ist auch die „Hitliste der schlimmsten Beauty-OP-Unfälle“. Der sandstrahlgebleichte Mickey Rourke könnte gegen Honorar auf Burg Frankenstein herumspuken, wirkt aber wenigstens noch menschenähnlich, jedenfalls verglichen mit der Society-Lady Jocelyn Wildenstein. Die Dame, Jahrgang 1940, investierte laut Bunte mehrere Millionen Dollar, um wie eine Katze auszusehen. Leider hat ein Witzbold dem Operateur vor dem Eingriff das Foto eines Pavians untergeschoben. Zumindest finanziell schadlos halten könnte sich Madame Wildenstein, wenn sie nach ihren Gesichtszügen eine Halloween-Maske modellieren ließe und sich die Markenrechte sicherte.

          Womit wir beim Sänger Michael Wendler wären, den das Magazin In als „Buhmann vom Ballermann“ tituliert. Der Bursche soll zwei Verehrerinnen knapp 40.000 Euro dafür abgeknöpft haben, dass sie ein Michael-Wendler-Fan-Café eröffnen dürfen. Dann aber untersagte er ihnen angeblich, seinen Namen zu verwenden und Merchandisingprodukte zu verkaufen - und das Geld habe er zunächst auch nicht zurückzahlen wollen. Im Internet wird er dafür laut In-Recherche als „geldgeiler Raffke“ und „Furunkel an Heinos Hintern“ geschmäht, was „der Wendler“ aber in einer Facebook-Botschaft an seine Anhängerschar gelassen kommentiere: „Auch das werden wir gemeinsam durchstehen. Lieb’ euch!“

          Eine bleiche Eva vor der Haustür

          Ebenfalls ein Promi zum Gernhaben ist „Tagesschau“-Sprecherin a. D. Eva Herman, die uns einst mit ihren Überlegungen zur Rolle der Frau erheiterte und inzwischen als Autorin beim Kopp-Fachverlag für Verschwörungstheorien angedockt hat. Nun melden Frau im Spiegel und Echo der Frau übereinstimmend, dass die Publizistin pleite sei. „Meine Immobilien im Osten haben mir finanziell das Genick gebrochen“, klagt die Gescheiterte im Echo. Da haben wir’s wieder: Jenseits von Harz und Rhön lauert immer noch das Böse. Gewiss wird in Kürze ein neues Herman-Buch beim Kopp-Verlag erscheinen: „Die rote Häuser-Mafia - Wie ein Netzwerk aus Ex-Stasi-Männern und linken Bankern mich um mein Vermögen brachte.“

          Die Zeit bis zur Marktreife dieses Reality-Thrillers können Sie sich jahreszeitgemäß mit einem Stephen-King-Roman verkürzen. Oder Sie investieren all Ihre Energie in die Vorbereitung des Halloween-Festes. Kontaktieren Sie zum Beispiel Johannes Tanner, den in der Aktuellen gefeierten Züchter von Deutschlands größtem Kürbis (762 Kilo), und fragen Sie ihn nach dem Rezept für Kürbisbowle mit ganzen Früchten. Während Sie diese Spezialität zubereiten, behalten Sie aber bitte stets das Küchenfenster im Auge. So können Sie rechtzeitig durch den Hintereingang flüchten, wenn in der Nacht des Grauens eine bleiche Eva auf Ihre Haustür zuschlurft, um eine kleine Spende einzufordern.

          Quelle: F.A.S.

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