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Veröffentlicht: 16.04.2017, 12:08 Uhr

Herzblatt-Geschichten Opa jagt heute Eichhörnchen

Schade, dass so selten etwas dran ist an den Geschichten aus den Klatschblättern. Sonst könnte man glauben, dass Helene Fischer mit einem polnischen Verehrer durchbrennt – und Prinz Charles in Schottland Eichhörnchen jagt.

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© dpa Ohne Heiratsantrag vom mysteriösen polnischen Supermarktmillionär Zbyszek S.: Helene Fischer

Manchmal, aber nur manchmal, da wünschen wir uns, an den Geschichten aus den Klatschheften würde wirklich etwas dran sein. Wie viel bunter, wie viel überraschender etwa wäre das Leben, wenn sie wahr wäre, die Geschichte von Helene Fischer und dem Mann, den Die Aktuelle Zbyszek S. nennt. Jener Zbyszek S., ein „attraktiver Supermarkt-Millionär aus Polen“, hatte sich im Februar angeblich „fest entschlossen“ gezeigt, „die Sängerin zu seiner Frau zu machen“. Zbyszek S., lasen wir, „meint es absolut ernst mit seinem Antrag“, und eben weil die Sache so ernst war, machte Die Aktuelle gleich eine Titelstory draus: „Endlich! Helene Fischer – Der Heiratsantrag! Aber er ist nicht von Flori...“. Spannende Sache, auch wenn, wie das Blatt einräumte, „keiner weiß, wie sich Helene entscheiden wird“.

Jörg Thomann Folgen:

Inzwischen wissen wir es: Helene Fischer hat sich dafür entschieden, der Aktuellen eine Gegendarstellung reinzudrücken. „Mir persönlich gegenüber hat die in Bezug genommene Person nie einen Heiratsantrag erklärt“, teilt sie mit, „Frau Fischer hat recht“, fügt die Redaktion kleinlaut hinzu. Und auch wenn das alles zu erwarten war, ist es doch ein wenig schade um die vermeintliche Romanze, die man sich so nett hätte ausmalen können: Wie Fischer aus Liebe auf ihre Karriere verzichtet und sich in Polen zu Stoßzeiten auch schon mal an die Kasse setzt. Wie die ewig gleichen „Helene & Flori“-Schlagzeilen ersetzt würden durch „Helene & Zbyszek“ oder „Helene & Zbigniew“, wie der Herr jenseits der Koseform heißen dürfte. Aber vielleicht ist ja noch nicht alles zu spät. Fassen Sie sich ein Herz, Herr S., und erklären Sie Frau Fischer doch noch Ihren Antrag! Natürlich nur, falls es Sie wirklich gibt.

45883469 © dpa Vergrößern Briefchen an Helene: Designer Guido Maria Kretschmer

Glaubt man In, dann könnte aber noch ein weiterer Konkurrent mitspielen. „Guido Maria Kretschmer & Helene Fischer – Huch! Sie teilen sich ein Bett“, lesen wir – und danach folgende Erklärung: „Ist Guido in Hamburg, ist Helene Fischer (32) nicht da. Ist er aber zu Hause in Berlin, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Sängerin es sich im selben Bett bequem macht, in dem kurz zuvor noch Guido selig einschlummerte. Und wenn Helene das nächste Mal in ihrer ,Promi-WG‘ absteigt, liegt da vielleicht sogar ein kleines Präsent von Guido unter ihrem Kopfkissen: ,Wir könnten uns sogar Briefchen schreiben.‘“ Gut, wir haben gewusst, dass die Mieten in Hamburg echt hoch sind, aber dass sich selbst Fischer und Kretschmer eine Wohnung für sich allein nicht leisten können, das überrascht dann doch.

Shayk und Cooper demonstrieren ihre Liebe zu Frankreich

Die nächste Überraschung beschert uns dann ein Text aus der Hamburger Morgenpost, welche die Story um ein entscheidendes Detail erweitert: Das, was In als „Promi-WG“ darstellt, ist – [...] sowohl [...] als auch Kretschmer [...]. Guidos kleine Präsente oder Briefchen werden dann wohl von den Zimmermädchen entfernt. Immerhin noch Glück für Fischer, dass In nicht die ebenso plausible Schlagzeile gebracht hat: „Huch! Helene Fischer teilt sich ein Bett mit Hunderten von Männern“ – und auch mit Frauen und Kindern, kurz, mit allen, die im selben Hotel residieren.

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Tatsächlich Bett und Leben teilen Model Irina Shayk und Schauspieler Bradley Cooper, die jetzt ein Töchterchen bekommen haben. „Mit dem Namen hat das Paar seine Liebe zu Frankreich verewigt“, weiß Bild und enthüllt: Die Kleine heißt „Lea de Seine“. Damit fährt sie immer noch besser, als wären Mama und Papa Amerika-Liebhaber und hätten sie „Mimi vom Mississippi“ getauft. Lustig übrigens, dass Shayk und Cooper sich bei der Namenswahl anscheinend von einem Deutschen inspirieren ließen, nämlich von Jürgen von der Lippe.

45884071 © dpa Vergrößern Teilt sich mit Bradley Cooper ein Bett und die Liebe zu Frankreich: Model Irina Shayk

Eine junge Deutsche mit ebenfalls illustrem Namen, Cheyenne Savannah Ochsenknecht, legt gerade den Grundstein für ihre Model-Karriere. „Ich will keinen Promi-Bonus“, sagt sie Gala. „Daher laufe ich in der Agentur auch nur unter meinem Vornamen.“ Klar, als „Cheyenne“ ist sie ja quasi, ähm, anonym.

Prinz Charles Schritte bleiben nie unbemerkt

Fast immer nur mit Vornamen tritt Prinz Charles auf, von dem trotzdem kein Schritt unbemerkt bleibt. So hat er laut einer neuen Biographie einst die Feier zum ersten Geburtstag seines Enkels George verpasst: „Seine Entschuldigung: eine Eichhörnchen-Jagd in Schottland“, petzt Bunte. Wir sind sicher: Wäre England, weil Charles doch mitgefeiert hätte, zum Opfer einer brutalen Invasion schottischer Eichhörnchen geworden, es wäre auch wieder nicht recht gewesen.

45884217 © EPA Vergrößern Auf Eichhörnchen-Jagd in Schottland: Prinz Charles

Vielleicht sollte Charles sich ein Beispiel an der Schauspielerin Mariella Ahrens nehmen, die der Frau im Spiegel erzählt: „Bevor ich auf den roten Teppich gehe, lege ich eine Augen- und Gesichtsmaske auf.“ Sehr clever, so kann sie völlig unerkannt in den Festsaal gelangen.

Unter permanenter Beobachtung leidet offenbar auch Stefan Mross. „Es heißt ständig, dass ich meine Frauen wie Unterhosen wechseln würde“, klagt er in der Frau im Spiegel. „Schmarrn! Ich hatte zwei große Beziehungen in meinem Leben.“ Und, wenn man fragen darf, wie viele Unterhosen? Möglicherweise stimmt der Vergleich ja doch.

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