http://www.faz.net/-gum-97xf0

Der vegane Koch und TV-Promi Attila Hildmann in seinem Imbiss in Berlin. Bild: dpa

Attila Hildmann festgenommen : „Noch alle Tassen im Schrank?“

  • Aktualisiert am

Attila Hildmann bringt sich mal wieder mit einem kleinen Skandal ins Gespräch: Der vegane Autor ist vor seinem Imbiss in Berlin mit der Polizei aneinandergeraten – und kurzzeitig festgenommen worden.

          Der vegane Autor Attila Hildmann ist von Polizisten in Berlin-Charlottenburg am Donnerstagnachmittag kurzzeitig festgenommen worden. Wie es dazu kam? Dazu gibt es zwei Versionen: Die Berliner Polizei schrieb auf Facebook, dass „ein Porschefahrer“ seinen Wagen ordnungswidrig in Sichtweite einer Streife abgestellt hatte, die gerade einem anderen Falschparker ein Knöllchen ausstellte.

          Auf dem Weg zu einem Imbiss habe der Porschefahrer einen Polizisten mit den Worten beschimpft: „Idiot, hast du nichts besseres zu tun“ und „spinnst du“. Kurz darauf habe „der wütende Parksünder“ die Beamten zur Seite geschubst, sei in seinen Porsche gestiegen und geflüchtet. „Wenige Meter weiter endete die Flucht aber mit Hilfe weiterer Streifen.“ Bei der anschließenden Festnahme sei „munter weiter beleidigt und Widerstand geleistet“ worden.

          Hildmann, der gerne Skandale produziert, um im Gespräch zu bleiben, teilte den Beitrag der Polizei in einem eigenen Facebook-Post mit den Worten: „Das war ich, hier mal meine Sichtweise.“ Er habe am Anfang niemanden beleidigt, sondern sei friedlich in seinem Restaurant gesessen. Obwohl sein Wagen nicht im Halteverbot stand, habe er ihn „kommentarlos“ umgeparkt, als ihm seine Küchenchefin gesagt habe, dass Polizisten ihn aufschreiben wollten.

          Fünf Minuten später sei er von der Polizei mit den Worten „sonst schleppen wir ihn ab“ abermals aufgefordert worden, seinen Wagen umzuparken. Das habe er dann machen wollen. „Ich ging raus, setzte mich in den Wagen und sagte ich fahre ihn kurz auf meinen Stellplatz und komme dann wieder für die Papiere!“, schrieb Hildmann in typischer Facebook-Interpunktion. „Nach 500 Metern wurde ich von 5 Streifenwagen mit insgesamt 11 Polizisten abgefangen (...) es folgten Würgegriffe und die Frage an die Beamten, ob sie noch alle Tassen im Schrank haben“.

          Hildmann ist sich also keiner Schuld bewusst, sein Verhalten könnte aber ernste Folgen haben: Die Polizei hat nicht nur Anzeige wegen Beleidigung und Widerstands erstattet, sondern auch einen Bericht an die Fahrerlaubnisbehörde geschickt: „Zu prüfen bleibt, ob der Mann aufgrund seines Verhaltens geeignet ist, künftig am Straßenverkehr teilzunehmen“, schrieb die Polizei auf Facebook. Vielleicht gibt es bald einen freien Parkplatz mehr vor Atilla Hildmanns Imbiss in Berlin. 

          Weitere Themen

          Pornostar Stormy Daniels in Stripclub festgenommen Video-Seite öffnen

          Trump-Affäre : Pornostar Stormy Daniels in Stripclub festgenommen

          In einem Stripclub im amerikanischen Ohio haben Behörden die Pornodarstellerin Stormy Daniels festgenommen. Daniels soll sich laut amerikanischen Medien auf der Bühne des Lokals von Kunden angefasst haben lassen. Laut dem Gesetz in Ohio ist das aber verboten.

          Vater tötet Tochter nach Familienstreit Video-Seite öffnen

          Düsseldorf : Vater tötet Tochter nach Familienstreit

          Am Donnerstag soll ein 32-Jähriger seine siebenjährige Tochter getötet haben. Nun wurde der Mann dem Haftrichter vorgeführt. Staatsanwaltschaft und Polizei informierten am Freitag über den Stand der Ermittlungen.

          Topmeldungen

          Heimliche Mitschnitte : Trump attackiert seinen früheren Anwalt

          Donald Trump hat in der Schweigegeld-Affäre schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Anwalt und die Ermittler erhoben. Dass Michael Cohen während eines Gesprächs mit Trump heimlich einen Mitschnitt gemacht habe, sei „vielleicht illegal“, twitterte Trump.

          Scholz bei G-20-Treffen : Für einen freien Handel

          In Buenos Aires treffen sich die Finanzminister der führenden Wirtschaftsnationen. Für Deutschland reist Olaf Scholz nach Argentinien – und pariert sogleich Trumps Währungsmanipulationsvorwürfe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.