Home
http://www.faz.net/-gum-oi53
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Silvester Trotz Terrorwarnungen : Millionen feiern friedlich Silvester

Aus Angst vor Terroranschlägen stand der Jahreswechsel weltweit unter dem Zeichen verschärfter Sicherheitsvorkehrungen. Die Silvesternacht blieb meist friedlich. Bei Unfällen mit Feuerwerkskörpern kamen jedoch viele Menschen ums Leben.

© AP Vergrößern Die größte Party in Deutschland gab es wie immer in Berlin

Die Deutschen haben den Jahreswechsel ausgelassen und zumeist ohne größere Zwischenfälle gefeiert. Bei der bundesweit größten Party in Berlin versammelten sich rund eine Million Menschen am Brandenburger Tor und verfolgten dort bei eisiger Kälte ein riesiges zwölfminütiges Höhenfeuerwerk. Wie im Vorjahr wurden deutschlandweit Böller und Raketen im geschätzten Wert von rund 100 Millionen Euro gezündet.

Weltweit haben Millionen Menschen haben ungeachtet von Terrorwarnungen mit großem Jubel und Feuerwerk das neue Jahr begrüßt. Den Anfang machten die Australier: In Sydney versammelten sich fast eine Million Menschen am Hafen, wo Feuerwerk, Schiffsparaden und Lichtshows den Jahreswechsel prachtvoll begleiteten. Bei der größten Party in Amerika feierten unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen und bei striktem Alkoholverbot rund 750.000 Menschen auf dem Times Square in New York. Die meisten Feiern verliefen friedlich. Bei Unfällen mit Feuerwerkskörpern kamen jedoch etliche Menschen ums Leben, in Frankreich wurden mehr als 200 Autos in Brand gesetzt.

Mehr zum Thema

„Die trockenste Party, die ich je erlebt habe“

Auf dem Times Square waren die vielen Stoffhüte mit der Aufschrift „Happy New Year“ in leuchtendem Orange unübersehbar - der Farbe der schon seit Tagen geltenden zweithöchsten Terrorwarnstufe „Code Orange“. Der weltbekannte Platz am Broadway war hermetisch abgeriegelt worden, Scharfschützen bezogen in umliegenden Hochhäusern Stellung. Alkohol und Knallkörper waren strengstens verboten. Bürgermeister Michael Bloomberg hatte die Menschen trotzdem aufgerufen, sich von den Terrorwarnungen nicht die Laune verderben zu lassen. „Das ist die trockenste Party, die ich je erlebt habe“, sagte ein Student.

bfb silvester berlin 2 © dpa/dpaweb Vergrößern Leuchtspuren über dem Brandenburger Tor

Die meisten Toten durch Silvesterknaller gab es auf den Philippinen, dort starben mindestens 28 Menschen. In Dänemark und in den Niederlanden wurden jeweils zwei Menschen durch nicht zugelassene Raketen getötet. Dutzende Italiener erlitten Verletzungen an Gesicht
und Händen. Bei einem erneuten Explosionsunglück in einer Feuerwerksfabrik in China kamen mindestens neun Menschen ums Leben.

Spanier verschlingen 1.600 Tonnen Weintrauben

Fast 500.000 Menschen feierten in Paris auf den Champs-Élysées mit knallenden Champagnerkorken, Feuerwerkskörpern und Hupkonzerten. Touristen aus aller Welt, viele aus Amerika und Japan, trotzten der schneidenden Kälte, um sich von der ausgelassenen Stimmung anstecken zu lassen. Fast 4.500 Polizisten sorgten für Sicherheit. In Straßburg und anderen Städten wurden mehr als 200 Autos in Brand gesteckt.

In Italien wurde das neue Jahr traditionsgemäß lautstark begrüßt. Die größte Neujahrsparty fand in Rom statt, wo rund 200.000 Menschen um Mitternacht ein Riesenfeuerwerk erlebten. Vor allem in Süditalien wurden Unmengen von Feuerwerkskörpern gezündet. Die Spanier verschlangen zum Jahreswechsel innerhalb von zwölf Sekunden 1.600 Tonnen Weintrauben. Dort ist es in der Silvesternacht üblich, genau um Mitternacht mit jedem Glockenschlag je eine Traube zu essen.

Keine offizielle Party in London

Mit einem farbenfrohen Feuerwerk begrüßte London das neue Jahr. Etwa 100.000 Menschen versammelten sich um Mitternacht für das nur wenige Minuten dauernde Spektakel am prächtig beleuchteten Riesenrad am Südufer der Themse. In zahlreichen Städten mußten Straßenpartys wegen heftigen Sturms und Regen abgesagt werden. Auch in der Hauptstadt gab es in diesem Jahr keine offiziellen Partys auf zentralen Plätzen. Sie wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Quelle: ddp, AP, dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Frankfurt Tausende feiern auf dem Friedberger Platz

Das warme Wetter lockte die Massen ins Frankfurter Nordend: Rund 4000 Menschen trafen sich am Freitag zum Feierabendbier – zum Leidwesen der Anwohner. Mehr Von Samuel Rieth

13.04.2015, 08:00 Uhr | Rhein-Main
Jahreswechsel Hunderttausende feiern am Brandenburger Tor

Zur größten Silvesterfeier des Landes kamen fast eine Million Menschen. Mehr

01.01.2015, 11:20 Uhr | Gesellschaft
Universitätsstudie Der 1. Mai ist der gefährlichste Tag des Jahres

Endlich Frühling, endlich frei! Am 1. Mai versuchen viele, so viel Sonne und Lebensfreude wie möglich einzufangen. Das hat Folgen: Am Maifeiertag passieren die meisten schweren Unfälle – und zwar überwiegend Männern. Mehr

17.04.2015, 10:44 Uhr | Gesellschaft
Silvester kann kommen Verkauf von Feuerwerkskörpern gestartet

Raketen, Böller und Vulkane - eifrige Feuerwerker rüsten sich dieser Tage für den Jahreswechsel. Zwei Tage vor Silvester ist der Verkauf für die Knaller gestartet. Mehr

29.12.2014, 15:32 Uhr | Wirtschaft
Kontrollen in halb Europa Startschuss für den Blitz-Marathon

Seit heute Morgen versucht die Polizei in Deutschland und in 21 weiteren europäischen Ländern gezielt, Raser zu erwischen. Wo genau kontrolliert wird, lesen Sie hier. Mehr

16.04.2015, 08:23 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2004, 12:01 Uhr

Bruce Jenner „Ich bin eine Frau“

Kim Kardashians Stiefvater outet sich im Fernsehen als transsexuell, Patrick Dempsey steigt bei „Grey’s Anatomy“ aus, und Robert Downey Jr. verlässt mitten in einem Fernseh-Interview den Raum – der Smalltalk. Mehr 12

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden