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Seuchen Maul- und Klauenseuche erneut auf dem Vormarsch

 ·  Erstmals, so scheint es, hat sich die Seuche sogar durch die Luft ausgebreitet. Ein irischer Bischof glaubt indes, ein probates Mittel gegen die Plage gefunden zu haben.

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Die Maul- und Klauenseuche in Großbritannien hat sich am Wochenende erneut stark ausgebreitet. Die Zahl der Orte, an denen die Epidemie festgestellt wurde, stieg von Freitag bis Sonntag von 127 auf 164. Hoffnungen auf ein langsames Abklingen hätten sich nicht bestätigt, sagte Chefveterinär Jim Scudamore. Landwirtschaftsminister Nick Brown versicherte jedoch erneut, die Regierung habe die Seuche „unter Kontrolle“. Nach wie vor seien nur Fälle bestätigt worden, die miteinander in Verbindung stünden. Ein neuer, unabhängiger Seuchenherd sei zum Glück nicht gefunden worden.

Nach Informationen der Zeitung „Sunday Business“ könnte die Seuche in Shebbear in Südwestengland jedoch erstmals durch die Luft und nicht durch den direkten Kontakt von Vieh übertragen worden sein. Ian Johnson, der Sprecher des Bauernverbandes, sagte: „Es scheint keinen anderen Weg zu geben, auf dem dieser Hof die Krankheit bekommen haben könnte.“

Ausbreitung erstmals durch die Luft

Insgesamt 90 000 Tiere waren bis Sonntag notgeschlachtet worden, weitere 37 000 waren zur Schlachtung freigegeben. Brown bestritt, dass die Behörden mit der Vernichtung der Kadaver hoffnungslos überfordert seien. „Ich bin mir absolut sicher, dass wir das unter Kontrolle haben“, sagte er. Tierschützer kritisierten die Bedingungen, unter denen die Tiere getötet würden. In Schottland wurde eine Untersuchung eingeleitet, nachdem Berichten zufolge ein Schaf entdeckt wurde, das Stunden nach einem Kopfschuss noch lebte.
Die Seuche belastet zunehmend den Fremdenverkehr. Nach einem Bericht des „Observer“ ist die Zahl der Touristen in den ländlichen Gegenden Englands um 75 Prozent zurückgegangen. Dies bedeute jede Woche Verluste von umgerechnet über 300 Millionen Mark.

Felder mit Weihwasser besprengen“

Das traditionelle Reitturnier von Badminton Anfang Mai wurde abgesagt. Fluggesellschaften appellierten an Passagiere aus Großbritannien, kein Fleisch und keine Milch mitzunehmen. Jeden Tag müssten auf den Flughäfen zahlreiche Taschen mit Lebensmitteln beschlagnahmt werden.

Ein katholischer Bischof in Irland riet besorgten Farmern unterdessen, ihre Felder mit Weihwasser zu besprengen. Das werde sie vor der Maul und Klauenseuche schützen, erläuterte Bischof Brendan Comiskey in einem Hirtenbrief.

Quelle: @kre, mit Material von dpa
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