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Schlafforschung Aufwachen, aufwachen!

15.02.2002 ·  Zu langes Schlafen verkürzt die Lebenserwartung, belegen amerikanische Wissenschaftler mit einer Studie.

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Das hat allen Murmeltieren, Langschläfern, Spätaufstehern noch gefehlt: Laut einer US-Studie verkürzen sie mit ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem ausgedehnten Schlummern, ihre Lebenserwartung.

Mehr als acht Stunden jede Nacht sollten es nicht sein, empfiehlt Prof. Daniel Kripke, Leiter der Studie an der University of California San Diego. Nach seinen Erhebungen sinkt die Lebenserwartung von Langschläfern um zwölf Prozent. Außerdem sei längerer Schlaf ein Risikofaktor für Krebs oder Herzinfarkt. „Leute, die fünf, sechs oder sieben Stunden schlafen, müssen sich über nichts Sorgen machen“, so Kripke.

Zusammen mit Kollegen hat der Wissenschaftler über eine Million Amerikaner im Alter von 32 bis 102 Jahren nach ihren Lebensgewohnheiten, ihrer Vor- und Krankengeschichte sowie nach Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht gefragt. Aus diesen Daten schätzten sie das allgemeine Sterberisiko jedes Teilnehmers der Studie ab. Die Schlafforscher konnten auf diese Weise Patienten mit gleichem Grundrisiko, aber unterschiedlichem Schlafverhalten miteinander vergleichen.

Empfehlung: 6,5 Stunden Schlaf

Am geringsten war die Sterberate bei jenen, die sieben Stunden pro Nacht schliefen. Wer acht Stunden oder mehr schlief, hatte in der siebenjährigen Untersuchungszeit bereits ein um zwölf Prozent höheres Sterberisiko, das sogar jenes der „Kurzschläfer“ mit nur fünf Stunden Schlaf noch übertraf. Aus welchen Gründen Langschläfer früher sterben, wissen die Forscher noch nicht.

„Wer im Durchschnitt 6,5 Stunden schläft, kann beruhigt sein: Das ist ein sicherer Wert“, zieht Studienleiter Kripke Bilanz. Aus Gründen der Gesundheit gebe es keinen Grund, länger zu schlafen.

Widerspruch der Schlaf-Gesellschaft

Diese Schlussfolgerungen kritisierte der Präsident der National Sleep Foundation, James Walsh. Und spendet damit den Langschläfern Trost und Unterstützung: Frühere Ergebnisse hätten gezeigt, dass Erwachsene 7,5 bis 8,5 Stunden Schlaf benötigten, um tagsüber wach und fit zu sein. Schlafmangel führe dagegen zu mehr Unachtsamkeit und erhöhe damit die Unfallgefahr im Alltag, sagte Walsh.

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