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Schlägerei in New Yorker Club Promi haut Promis

21.02.2012 ·  Selbst für New Yorker Verhältnisse war diese Schlägerei prominent besetzt: Der Sohn einer Prinzessin, ein Millionen-Erbe und ein Kunsthändler belästigten im Nachtclub „Double Seven“ einen ehemaligen Football-Spieler, bis der zuschlug. Mehrere Topmodels sahen zu.

Von Christiane Heil
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Was sich am Wochenende in dem exklusiven Nachtclub „Double Seven“ an der Gansevoort Street in Manhattans Meatpacking District abgespielt hat, wird das Gericht wohl frühestens in einigen Wochen klären können. Fest steht aber schon jetzt, dass die Schlägerei, die in der schwarzlackierten Lounge am Samstagmorgen gegen zwei Uhr ausbrach, selbst für New Yorker Verhältnisse ungewöhnlich prominent besetzt war.

Und dass Pierre Casiraghi, der 24 Jahre alte Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco, vorerst wohl nicht mehr an den Türstehern der exklusiven Clubs zwischen New York und Miami vorbeikommt. Nach Angaben mehrerer Gäste des „Double Seven“ belästigten der Monegasse und seine Begleiter, bestehend aus dem griechischen Reederei-Erben Stavros Niarchos III., dem Kunsthändler Vladimir Restoin Roitfeld (auch bekannt als Sohn der ehemaligen Chefin der französischen „Vogue“, Carine Roitfeld) und dem Jetsetter Diego Marroquin, den Geschäftsmann Adam Hock am Wochenende so lange, bis der ehemalige Football-Spieler zuschlug.

Ein ungefragter Schluck vom 500-Dollar-Wodka

Dem ersten Schlag gegen Casiraghis Nase sollen unter anderem unflätige Bemerkungen über Hocks Begleiterinnen, die Models Natasha Poly, Anja Rubik und Valentina Zelyaeva, vorausgegangen sein. Wie Hocks Gäste, unter ihnen auch der Starfriseur Joel Warren und der Inhaber des „Double Seven“, Jeffrey Jah, amerikanischen Medien berichteten, hatten Casiraghi und seine Freunde vor dem ersten Faustschlag auch ohne Einladung aus Hocks Flasche mit 500-Dollar-Wodka getrunken.

„Pierres Gesicht sah total kaputt aus. Es hatte tiefe Schnitte, und überall war Blut“, diagnostizierte eine Zeugin später für das Internetportal „people.com“. Der europäische Gast sei vermutlich ein Fall für den Schönheitschirurgen. Während Casiraghi, der an dritter Stelle der monegassischen Thronfolge steht, wegen eines gebrochenen Kiefers und Schnittwunden im Krankenhaus behandelt werden musste, überstanden seine drei Begleiter Hocks Hiebe mit leichten Blessuren. Laut Casiraghis Anwalt Richard Golub konnte aber auch Casiraghi nach wenigen Stunden aus dem Presbyterian/Weill Cornell Medical Center entlassen werden.

Ende März soll ein Prozess folgen

Nach vier Anzeigen wegen Körperverletzung verbrachte Hock dagegen zwei Tage im Gefängnis. „Ich habe nur meine Gäste und mich verteidigt“, sagte der 47Jahre alte New Yorker am Sonntag bei der Anklageerhebung vor dem Gericht in Manhattan. Nach Darstellung seines Verteidigers Sal Strazzullo soll Prinzessin Carolines jüngster Sohn aus der Ehe mit dem vor 22 Jahren mit einem Rennboot verunglückten Italiener Stefano Casiraghi versucht haben, die Supermodels an Hocks Tisch zu beeindrucken. „Mein Mandant befand sich in der Gesellschaft einiger attraktiver Damen. Herr Casiraghi war einfach neidisch“, sagte der Anwalt.

Der Monegasse und seine Begleiter schrieben das unschöne Ende der Partynacht dagegen ausschließlich Hock zu, der wie von Sinnen um sich geschlagen habe. „Die Fakten sprechen für sich. Die Polizei hat nur Herrn Hock festgenommen, der zwei Tage im Gefängnis saß“, resümierte Nadine Johnson, eine Sprecherin der prominenten Partygänger. Anwalt Strazzullo hofft nun, dass der für den 29.März geplante Prozess Licht in das Dunkel des „Double Seven“ bringt. „Casiraghi hat sich benommen wie ein verwöhntes Gör. Und mein Mandant ist kein Bruce Lee.“

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