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„Rudi Dutschke hätte das gefallen“ Teufels Urne neben Dutschkes Grab

 ·  Friedhofsmitarbeiter haben in Berlin-Dahlem in der Nähe des Grabes von Rudi Dutschke die Urne von Fritz Teufel gefunden - „unversehrt und ungeöffnet“. Auf einem Zettel unter der Urne war der Satz „Was ein teuflischer Spaß, Rudi Dutschke hätte das gefallen“ zu lesen

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Das Rätsel um die gestohlene Urne des Alt-68ers Fritz Teufel ist gelöst. Friedhofsmitarbeiter fanden sie am Freitag unversehrt und ungeöffnet am Grab des Studentenführers Rudi Dutschke in Berlin. Inzwischen gibt es keine Zweifel, dass es sich um die Urne von Teufel handelt. Da sind sich der Experten der Polizei nach einer akribischen Untersuchung nun sicher.

Die Schmuckurne mit Aschekapsel und weitere Beweismittel waren am Vormittag am Grab von Rudi Dutschke auf dem Kirchhof der St.-Annen- Gemeinde in Berlin-Dahlem entdeckt worden. Sie stand in einem Eimer nahe Dutschkes Grab. Unter dem Eimer soll ein Zettel gelegen haben - über die Notiz
darauf gab es widersprüchliche Angaben. Die Zeitung „Berliner Kurier“zitierte in ihrer Online-Ausgabe: „Was ein teuflischer Spaß, Rudi Dutschke hätte das gefallen.“ Aus Ermittlerkreisen hieß es später, das Zitat laute sinngemäß: Ein teuflischer Spaß ist beendet. Fritz hätte bei so einer Aktion auch seine Freude gehabt.

Am vergangenen Samstag hatten Friedhofsbesucher auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte das aufgewühlte Grab Teufels entdeckt. Die Urne war verschwunden. Und es sah aus, als ob Asche auf den Wegen verstreut war. Auch am aufgewühlten Grab war laut „Berliner Kurier“ ein Schreiben gefunden worden. Es soll auch die Worte „Der Teufel ist tot“ enthalten haben. Die Polizei geht davon aus, dass die Schreiben den gleichen Urheber haben, sagte ein Sprecher. Hinweise auf Täter aus dem rechten Spektrum gebe es nicht.

Dutschke war eine Ikone der 68er-Bewegung. Auch Aktivist Teufel gehörte zu seinen Anhängern. Fritz Teufel war am 6. Juli im Alter von 67 Jahren gestorben. Am 15. Juli wurde er im Beisein von rund 300 Trauergästen beigesetzt. Das frühere Mitglied der Kommune 1 in Berlin hatte lange an Parkinson gelitten. Ende der 60er Jahre war der gebürtige Schwabe mit provozierenden Aktionen bekanntgeworden. Insgesamt verbrachte er acht Jahre im Gefängnis, unter anderem als Mitglied der terroristischen „Bewegung 2. Juni“.

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