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Rosenmontag Zum Kugeln: Eine Welt voller Karneval

27.02.2006 ·  Schwere Zeiten für Karnevalsmuffel. Wer nur möglichst weit weg will vom bunten und tollen Treiben in den Hochburgen sollte sein Ziel gut wählen. Rio? Da toben die Sambaschulen. New Orleans? Nie gehört von Mardi Gras? Venedig? Vorsicht Mummenschanz!

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Sie lassen den Dom in Kölle, Jan Wellem auf seinem Reiterpodest und Gutenberg einen guten Mann sein: Für die Jecken und Narren in Köln, Düsseldorf und Mainz ist Rosenmontag nun mal der höchste Feiertag des Jahres. Das schönste daran ist, daß man sich selbst feiern kann.

Wem's nicht gefällt, dem bleibt nur die Flucht. Doch das ist gar nicht so einfach. Süddeutschland? Der „Federhannes“ tobt beim Narrensprung in Rottweil, der Hochburg der alemannischen Fasnet. Schweiz? In Basel und Umgebung holt einen der Morgestraich noch eine Woche nach Karneval in aller Frühe aus den Federn. Italien? Wortlose Maskenmenschen schleichen durch die Lagunenstadt Venedig (siehe auch: Venezianischer Karneval: Unter Drachen und Löwen). Eine Atmosphäre, in der mancher Autor schon Morde geschehen ließ.

Dicke Pullover unter dem Clownkostüm

Also Übersee? Im peruanischen Hochland feiern die Indios. Brasilien? Der Karneval von Rio ist legendär, die Umzüge der Sambaschulen machen die Nacht zum Tage (Video: Heiße Rhythmen, heiße Outfits in Rio). Vereinigte Staaten? New Orleans feiert seinen berühmten Jazz-Karneval Mardi Gras sogar auf den Trümmern, die Hurrikan „Katrina“ im vergangenen Herbst hinterlassen (siehe auch: Mardi Gras trotz "Katrina").

Zum Kugeln: Eine Welt voller Karneval

In den rheinischen Hochburgen waren an diesem Rosenmontag rund zwei Millionen Menschen unterwegs (Video: Karneval erreicht am Rosenmontag seinen Höhepunkt). Schunkelnd, singend und tanzend verwandelten die meist bunt kostümierten Jecken die Städte in große Partyzonen. Motivwagen hatten die Fußballweltmeisterschaft, die erste deutsche Kanzlerin und die große Koalition zum Thema. An das sonst beliebte Thema „Öl-Scheich“ (Stichwort: „Die Karawane zieht weiter, der Sultan hat Durst“) wagte sich nach dem gewalttätigen Karikaturenstreit kaum jemand. Da hört der Spaß offensichtlich auf. Und auch der Winter macht in diesem Jahr keine Freude. Die Karnevalisten, traditionell als Winteraustreiber bekannt, mußten bei Frost und leichtem Schneefall dicke Pullover unters Clownkostüm ziehen.

Quelle: @dho mit Material von dpa
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