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Roboter-Fußball Kicken mit künstlicher Intelligenz

08.06.2001 ·  Beim „RoboCup German Open“ treten 30 Teams aus neun Nationen zu den Meisterschaften im Roboterfußball an.

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Wo der Fußballer seine Augen hat, hat sein Sportskollege Roboter eine rund um die Achse schwenkbare Kamera. Anstelle von Beinen laufen Räder, und doch bleibt er am Ball.

Von Freitag bis Sonntag messen sich im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn 30 Roboter-Teams aus neun Nationen. Die Kicker - vom virtuellen Spieler über ein berädertes Kästchen bis hin zum japanischen Roboterhund - treten in fünf unterschiedlichen Ligen an.

Künstliche Intelligenz auf dem Platz

Auf dem Spielfeld ist bei den „RoboCup German Open“ im Idealfall nicht ein einziges menschliches Lebewesen zu sehen. „Wir geben den Robotern ihre Sinne unter anderem per Laser, Infrarot und Bildverarbeitung“, erklärte Prof. Hans-Dieter Burkhard, Informatiker an der Humboldt-Universität Berlin, zum Auftakt der Meisterschaften am Freitag.

Die „künstliche Intelligenz“, die den Maschinen einprogrammiert wird, gebe den Robotern die Möglichkeit, völlig autonom den Ball sowie ihren Gegner zu erkennen und auch das Tor auf dem Spielfeld zu finden. Die Regeln unterscheiden sich nach Angaben der Veranstalter nicht wesentlich von den der menschlichen Fußballprofis - jedoch fehlt die Abseitsregel.

Zukunftsvision für Fußball-Roboter

Modernste Robotertechnologie kann sich nach Darstellung der Programmierer im Fußball besonders gut beweisen, da die selbstständig agierenden Automaten vor eine Vielzahl von Problemen gestellt werden, für die sie die optimale Lösung finden müssen. Dabei ist nicht wirklich guter Fußball wesentlich, sondern die Unabhängigkeit der Maschine vom Programmierer. Nach den Plänen der Wissenschaftler aus Mathematik und Informatik könnten Roboter in nicht allzu langer Zeit etwa älteren Menschen im Haushalt helfen.

Die Fußball-Roboter haben bei den Paderborner Meisterschaften rein äußerlich noch nichts mit ihren menschlichen Vorbildern gemein, doch das soll anders werden: Den weltweit 150 im „RoboCup“ vertretenen Institutionen schwebt vor Augen, im Jahr 2050 mit einer Mannschaft so genannter humanoider Roboter gegen die dann amtierenden menschlichen Fußballweltmeister anzutreten - und sie zu besiegen.

Quelle: @ad, mit Material von dpa
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