22.01.2011 · Nach dem Fund von hochexplosivem Nitroglycerin muss am Samstagmittag ein ganzes Dorf evakuiert werden. Die Einwohner von Becherbach würden ab 13.00 Uhr ihre Häuser verlassen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr, erst dann könnte das Nitroglycerin kontrolliert gesprengt werden.
Nach dem Fund von hochexplosivem Nitroglycerin und anderer Kriegswaffen muss am Samstagmittag ein ganzes Dorf evakuiert werden. Die Einwohner von Becherbach im Kreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz würden ab 13.00 Uhr ihre Häuser verlassen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Erst dann könnte das Nitroglycerin kontrolliert gesprengt werden. Bereits am Freitagabend mussten den Angaben zufolge acht Häuser in der näheren Umgebung der Fundstelle geräumt und 30 Personen in Sicherheit gebracht werden. Es sei geplant, dass alle rund 500 Einwohner vorübergehend ihre Häuser verlassen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.
Nach SWR-Informationen handelt es sich bei dem Fund um 50 Kilogramm Nitroglycerin, das nun auf einem Feld kontrolliert gesprengt werden solle. In der von einem 62-Jährigen angemieteten Scheune waren am Freitag unter anderem auch Kriegswaffen, Maschinengewehre und ein altes Militärfahrzeug gefunden worden. Bereits am vergangenen Dienstag waren die Beamten im Haus des Mannes fündig geworden. Die Polizei geht davon aus, dass eine Sammelleidenschaft dahintersteckt. Wegen des Sprengmittels in der Scheune waren noch am Freitagabend acht Gebäude im Umfeld geräumt worden. Rund 30 Anwohner waren nach Polizeiangaben betroffen. Gegen den 62-Jährigen wird ermittelt.