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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Reemtsma-Entführung Lutz Drach gesteht Beteiligung an Lösegeld-Transporten

 ·  Nach zehn Prozeßtagen hat Lutz Drach seine Beteiligung an Transporten des Lösegeldes aus der Reemtsma-Entführung gestanden. Jetzt droht dem Bruder von Entführer Thomas Drach bis zu zehn Jahre Haft.

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Lutz Drach hat seine Beteiligung an Transporten des Lösegeldes aus der Reemtsma-Entführung gestanden. Der Bruder des Entführers Thomas Drach bezeichnete am Mittwoch vor dem Aachener Landgericht den Transfer von sechs Millionen Schweizer Franken nach Spanien als „Gefälligkeit“, für die er kein Geld bekommen habe. Dem 43 Jahre alten Drach drohen wegen banden- und gewerbsmäßiger Geldwäsche bis zu zehn Jahre Haft.

In der von seinem Anwalt verlesenen Erklärung von Lutz Drach heißt es, er habe im Auftrag eines Komplizen seines Bruders gehandelt. Einem Geldkurier übergab er demnach im rheinischen Erftstadt zwei Mal je drei Millionen Schweizer Franken und nahm sie in Madrid entgegen. Das Geld wurde dann zurück nach Aachen gebracht. Dort habe er es von
einem Kurier zu einem Mittelsmann nach Lüttich bringen lassen.

„Auf Gehaltsliste habe ich nicht gestanden“

Drach widersprach dem Vorwurf, er sei Mitglied einer Bande gewesen und habe für seine Dienste Geld kassiert. „Auf der Gehaltsliste meines Bruders habe ich nicht gestanden“, hieß es in seiner Erklärung. Für einfache Geldwäsche beträgt das Strafmaß fünf Jahre.
Drach hatte an den bisherigen zehn Prozeßtagen geschwiegen.

Im Entführungsfall des Hamburger Millionärs Jan Philipp Reemtsma wurde 1996 das höchste Lösegeld in der Geschichte Deutschlands gezahlt. Vom Großteil der umgerechnet rund 15 Millionen Euro fehlt jede Spur.

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