14.08.2003 · Wenn das Weltraumteleskop nicht wieder zurückgeholt oder in einer höheren Atmosphäre gesichert werden kann, stürzt es in zirka zehn Jahren unkontrolliert auf die Erde
Die amerikanische Weltraumbehörde Nasa hat nach einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ (Donnerstagausgabe) eine Expertenkommission ins Leben gerufen, die das Schicksal des Weltraumteleskops „Hubble“ klären soll. Nach dem Unglück der Raumfähre „Columbia“ wurde dem Bericht zufolge offenbar der Plan aufgegeben, „Hubble“ am Ende seiner Mission wieder mit einem Shuttle zur Erde zu bringen. Ein Flug durch die Erdatmosphäre mit der zusätzlichen Last von 14 Tonnen im Frachtraum sei, so berichtet der Astronaut John Grunsfeld, „zu gefährlich“.
Hubble kann große Schäden anrichten
Eine Alternative bestehe darin, das Weltraumteleskop mit noch anzubringenden Raketenboostern auf eine höhere Umlaufbahn zu schießen und dort sicher zu parken. Entsprechende Raketen stehen aber, wie die Zeitung weiter berichtet, noch nicht bereit. Und ob eine entsprechende Shuttle-Mission möglich ist, wird noch kontrovers diskutiert.
Gelingt dieser Plan nicht, so wird nach aktuellen Berechnungen der Nasa „Hubble“ zur Jahreswende 2013/2014 unkontrolliert auf die Erde stürzen. Er ist der größte Satellit, der je in eine Umlaufbahn geschossen wurde und könnte daher bei einem Aufschlag in bewohntem Gebiet große Schäden verursachen, heißt es in dem Bericht.