07.08.2001 · Die Ariane-Rakete hatte bei ihrer Mission im März den Satelltien Artemis zu früh abgesetzt. Eine Kommission hat nach den Ursachen geforscht.
Dass der Artemis-Kommunikationssatellit an Bord einer Ariane-5-Rakete im Juli nicht ordnungsgemäß auf der Umlaufbahn engekommen ist, war ein Tiefschlag für die europäische Raumfahrtbehörde Esa. Deshalb hat sie auch eine unabhängige Kommission mit der Untersuchung des Falls beauftragt. Am Dienstag legte die Kommssion ihren Bericht vor.
Grund für den Fehlschlag war eine Irregularität in der Verbrennung im Aestus-Antriebsgerät in der Rakete. Dieser Fehler verringerte den Antrieb - so dass die Rakete nicht so schnell vorwärts kam wie vorher berechnet. Deshalb wurde der Satellit zu früh ausgesetzt. Die Kommission leitet aus diesem Befund folgende Schritte ab: Die Verhältnisse während der Zündphase in Aestus müssen im Computer erneut simuliert werden, damit die Verbrennung verbessert werden kann, und es sollte realistischere Tests für die Maschinen geben. Die Esa hat aus den Hinweisen einen Aktionsplan zusammengestellt, der außer einer genauen Analyse der Daten des Flugs 142 auch die Daten der Tests vorher vorsieht. Ansonsten hält sich die Raumfahrtbehörde an die Vorgaben der Kommission.
Während das geschieht, ist eine Ariane-4-Rakete auf dem weg, um zu Flug 143 abzuheben. Dieser Flug soll Ende August einen Intelsat 902 Satelliten ins All bringen.