01.05.2001 · Seit Monaten Nichts und jetzt Nachrichten aus den Weiten des Alls
Reichlich ramponiert dürfte sie sein, die Sonde Pioneer 10. 1972 von der Erde aus gestartet, als erstes menschgemachtes Raumfahrzeug durch den Asteroidengürtel unseres Sonnensystems geflogen und den Pluto besucht. Die 2,9 Meter lange Sonde hat aber eine noch viel weitere Reise hinter sich gebracht, seit sie diese ersten Stationen erreichte. Ihren letzten Standort funkte sie am Montag auf die Erde. Schon 1997, als ihre Mission offiziell endete, war sie rund elf Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.
Der Kontakt vom Montag war der erste nach acht Monaten Funkstille. Die totgeglaubte Sonde meldete sich trotz offensichtlicher Schäden mit ihrem immer noch funktionstüchtigen Antennensystem. Sie fängt Radiowellen von der Erde auf, und beantwortet diese Signale. 1997 brauchten die Radiowellen für elf Milliarden Kilometer etwa neundreiviertel Stunden.
Nachrichten für Außerirdische
Pioneer 10 entfernt sich mit zwölf Kilometern pro Sekunde von der Erde. Die 270 Kilogramm schwere Sonde hat elf Instrumente an Bord, darunter vor allem verschiedene Strahlungsmesser. Ihre Ziele waren es, die Außenbezirke unseres Sonnensystems mit Asteroidengürtel, Jupiter und Pluto zu erforschen.
Die Sonde trägt an Bord eine Gold-Platte mit Informationen über Erde und Menschheit für mögliche außerirdische Finder. Denn selbst, wenn der Kontakt zu Pioneer 10 abreißt, wird sie noch Jahrmilliarden durch das Weltall fliegen.