08.01.2003 · Der für Montag geplante Start der Sonde „Rosetta“ mit einer Ariane 5 Rakete ist nach dem technischen Defekt an der Rakete verschoben worden.
Technische Probleme mit der neuen Version der Rakete Ariane 5 gefährden die Raumfahrtmission zum Kometen „Wirtanen“. Der für kommenden Montag geplante Start der Sonde „Rosetta“ mit einer regulären Ariane 5 Rakete sei verschoben worden, teilte Manfred Warhaut vom Europäischen Weltraumkontrollzentrum ESOC am Mittwoch in Darmstadt mit.
Obwohl die Basis-Ariane 5 mit einem anderen Triebwerk als die vor kurzem fehlgestartete Ariane-5-Plus ausgestattet sei, habe sie ähnliche Bauteile wie die abgestürzte Version. Diese Technik müsse jetzt überprüft werden, hieß es. Nach ihrem Start im vergangenen Dezember in Kourou (Französisch-Guyana) geriet die neue Ariane-5-Plus außer Kontrolle und musste gesprengt werden.
700 Millionen Euro in den Sand gesetzt?
Man arbeite fieberhaft daran, aber falls der Start nicht mehr in diesem Monat gelinge, müsse das Konzept der 700 Millionen Euro teuren Kometen-Mission vollständig geändert werden. Die Entscheidung will die Europäische Weltraumagentur am 14. Januar bekannt geben.
Das „Zeitfenster“ für das Kometen-Projekt endet nach Angaben von Warhaut am 31. Januar. Nur ein Start in dieser Zeit garantiert, dass „Rosetta“ innerhalb von acht Jahren mit dem Kometen „Wirtanen“ in einer Entfernung von 600 Millionen Kilometern zusammentrifft. Die Sonde soll den Kometen 22 Monate auf seiner Reise zur Sonne begleiten und ein Landegerät auf ihm absetzen. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon Aufschlüsse über die Anfänge des Sonnensystems.