Home
http://www.faz.net/-gum-12xg4
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Mittwoch, 15. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Raumfahrt Start der „Endeavour“ abgesagt

13.06.2009 ·  Der Start der Raumfähre Endeavour zur Internationalen Raumstation ISS ist wegen Problemen bei der Treibstoffversorgung verschoben worden. Die Techniker entdeckten wenige Stunden vor dem für Samstag geplanten Start ein Leck am Tank.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (1)

Wegen eines Lecks am Außentank der Raumfähre „Endeavour“ hat die Nasa den für Samstag geplanten Start des Shuttles abgesagt. Der mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gefüllte Tank wurde geleert, nachdem das Leck in einer Leitung entdeckt wurde, teilte die US-Raumfahrtorganisation am Morgen mit. Die „Endeavour“ werde nun frühestens am 17. Juni abheben können. Allerdings ist für diesen Tag der Start einer Atlas-V-Rakete mit zwei Sonden an Bord zum Mond vorgesehen. Sollte „Endeavour“ bis zum 20. Juni nicht abheben können, wäre ein Start erst wieder am 11. Juli möglich.

Das Leck an der „Endeavour“ befindet sich in einer Leitung, an der vor rund drei Monaten auch bei der „Discovery“ eine undichte Stelle entdeckt worden war, hieß es weiter. Der Start dieser Raumfähre war deshalb um mehrere Tage verschoben worden.

Die „Endeavour“ sollte mit sieben Astronauten an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) abheben. Während der Mission soll das japanische Kibo-Labor der Internationalen Raumstation ISS ausgebaut werden. Eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform für Experimente im All soll außen an dem Labor angebracht werden. „Eine Veranda im Weltall“, nennt die US-Weltraumbehörde Nasa die Plattform. Unter anderem sollen darauf eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von „kosmischem Staub“ und anderen Raumpartikeln installiert werden.

Von der unbemannten Mondmission erhofft sich die Nasa „aufregende Informationen über unseren nächsten Nachbarn“. Läuft alles nach Plan, werden zwei Sonden ausgesetzt: der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS). Aufgabe des LRO wird es sein, dreidimensionale Landkarten aufzunehmen. LCROSS soll erkunden, ob sich in den schattigen Kratern an den lunaren Polen Eis verbirgt.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen