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Raumfahrt Flug zum Hubble-Teleskop verschoben

 ·  Zu kalt für den Start, entschied die Nasa am Donnerstag - und hofft auf den Freitag.

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Wegen eines Kälteeinbruchs in Florida hat die US-Weltraumbehörde Nasa den geplanten Flug der Raumfähre Columbia zum Weltraumteleskop Hubble verschoben. Für den geplanten Start am Donnerstag um 12.48 Uhr MEZ sei es am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt zu kalt, teilte die Nasa am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Die siebenköpfige Crew, die das fast zwölf Jahre alte Teleskop überholen soll, werde voraussichtlich 24 Stunden später starten. Die Wetteraussichten seien für Freitag besser.

Nach Angaben der Nasa liege die Temperatur bei dem geplanten Start in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) nur bei 3,3 Grad Celsius. Meteorologen hätten zudem einen starken Wind und hohe Luftfeuchtigkeit vorausgesagt. Damit lägen die Bedingungen für einen erfolgreichen Start „am Rande der akzeptablen Grenze“.

Kälte als Grund für die Challenger-Katastrophe vermutet

Die Nasa macht Temperaturen um den Gefrierpunkt für die Challenger-Katastrophe 1986 verantwortlich. Damals waren Dichtungsringe durch die Kälte brüchig geworden. Die Fähre explodierte kurz nach dem Start. Die sieben Astronauten an Bord kamen ums Leben.

Der Columbiaflug wäre der vierte Serviceeinsatz an dem alternden Teleskop. Wenn der Start am Freitag klappt, würde Hubble am Sonntag mit dem Roboterarm der Fähre eingeholt und auf einer Arbeitsplattform am hinteren Ende der Columbia verankert. Während ihres elftägigen Aufenthaltes im Weltraum wollen die Astronauten unter anderem in einem äußerst schwierigen Manöver die alte Energiezentrale Hubbles ersetzen. Dafür sind fünf Weltraumausstiege geplant. Für diese „Herzoperation“ muss Hubble vollkommen abgeschaltet werden, um die Astronauten vor einem Stromschlag zu schützen.

Zusammen mit der neuen Energieschaltzentrale erhält Hubble zwei neue Solarzellenflügel sowie eine neue, deutlich empfindlichere und schnellere Kamera, die in noch weiter entfernten Ecken des Universums nach Planeten suchen kann als das bisherige Modell.

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