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Rauchen Gericht in Rom verurteilt Zigarettenhersteller zu Entschädigung

09.03.2005 ·  Ein Berufungsgericht in Rom hat einen italienischen Zigarettenhersteller zu 200.000 Euro Entschädigung für die Angehörigen eines krebstoten Rauchers verurteilt. Es handelt sich dabei um das erste Urteil dieser Art in Europa.

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Ein Berufungsgericht in Rom hat einen italienischen Zigarettenhersteller zu 200.000 Euro Entschädigung für die Angehörigen eines krebstoten Rauchers verurteilt.

Das Unternehmen Ente Tabacchi Italiani habe nicht klar genug vor den Gefahren des Rauchens gewarnt, hieß es am Mittwoch in der Urteilsbegründung. Es handelt es sich dabei um das erste Urteil dieser Art in Europa.

Rauchen sei eine freie Entscheidung

Wie das staatliche italienische Fernsehen berichtete, starb der Mann bereits 1991. In erster Instanz habe ein Gericht eine Entschädigung mit der Begründung abgelehnt, Rauchen sei eine freie Entscheidung. Bislang hatten derartige Verfahren in Amerika weltweit Schlagzeilen gemacht.

Ein Berufungsgericht in Kalifornien hatte im vergangenen Jahr den Tabakkonzern Philip Morris zu einer Entschädigung von 50 Millionen Dollar (40,6 Millionen Euro) an die Erben eines toten Rauchers verurteilt. Der Mann war 1999 an Krebs gestorben. Zunächst hatte ein Gericht in erster Instanz eine Rekord- Entschädigung von drei Milliarden Dollar verhängt.

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