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Prozessbeginn in Landshut : „Volle Verantwortung“ für den Tod der Eltern

Mit Handschellen und Fußketten im Gerichtssaal: der Angeklagte Christoph W. Bild: dpa

Im Prozess um den brutalen Doppelmord an den Eltern seiner ehemaligen Freundin hat ein 22 Jahre alter Heizungsmonteur die Tat gestanden.

          Vor dem Landgericht Landshut hat am Dienstag der Prozess gegen Christoph W. wegen des Mordes an den Eltern seiner früheren Verlobten begonnen. Zu Prozessbeginn sagte der 22 Jahre alte Heizungsmonteur in einer Erklärung, die von seinem Anwalt verlesen wurde, dass er „die volle und alleinige Verantwortung für den Tod des Ehepaares“ übernehme. Mehr Angaben zu den Vorwürfen wolle er zur Zeit nicht machen.

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Christoph W. ist angeklagt, im März vergangenen Jahres die Eltern seiner früheren Lebensgefährtin in ihrem Haus im oberbayerischen Notzing getötet zu haben. Er habe sie „aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch“ ermordet, da er sie für die Trennung von seiner Verlobten kurz zuvor verantwortlich gemacht habe.

          Ex-Freundin zur Beseitigung der toten Eltern gezwungen

          Die zum Zeitpunkt 17 Jahre alte Frau hatte sich etwa zwei Wochen vor der Tat von ihm getrennt. Christoph W. habe sich am 30. März 2012 Zugang zum Haus verschafft, zunächst den Vater mit Messerstichen getötet und dann die Mutter mit mehrere Messerstichen und Axthieben umgebracht, heißt es in der Anklage der Staatsanwaltschaft. Danach habe er seine frühere Freundin dazu gezwungen, ihm bei der Beseitigung der Toten zu helfen. Die junge Frau habe allerdings nichts von den Mordplänen gewusst. Gemeinsam hätten sie die Toten dann im Garten des Elternhauses vergraben.

          Als der Bruder seiner ehemaligen Freundin zum Haus der Eltern kam und nach den Eltern fragte, sagte ihm seine Schwester nach mehrmaligem Nachfragen, dass Christoph W. die Eltern ermordet habe. Die daraufhin verständigte Polizei nahm Christoph W. und die Tochter der Opfer kurz darauf fest. Die junge Frau war im Dezember 2012 wegen versuchter Strafvereitelung vom Amtsgericht Freising zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

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