04.03.2004 · Der Diana-Kult kennt keine Ende: Persönliche Briefe werden versteigert, NBC zeigt nie gesehene Aufnahmen, weitere Veröffentlichungen werden folgen. Alle belegen die Leiden der „Prinzessin der Herzen“.
Prinzessin Diana hat ihre Ehe mit Prinz Charles zutiefst bereut. Dies geht offensichtlich aus Tonbändern und Videos hervor, die die 1997 bei einem Unfall in Paris ums Leben gekommene Prinzessin Anfang der 90er Jahre heimlich im Londoner Kensington Palast aufgenommen hatte. Die Aufzeichnungen über Dianas Ehekrise, ihren Kampf gegen die Bulimie und ihre Selbstmordversuche will der amerikanische Fernsehsender NBC laut britischen Medienberichten heute ausstrahlen.
„Mein Hochzeitstag, ich glaube, das war der schlimmste Tag in meinem Leben“, soll Diana nach Berichten auf den Bändern sagen. „Wenn ich mein eigenes Drehbuch schreiben könnte, würde mein Ehemann mit seiner Frau verschwinden und niemals wiederkommen“, soll sie in Anspielung auf die Liebesbeziehung von Charles zu Camilla Parker Bowles gesagt haben. Den Berichten zufolge wurden die Videos zwischen 1992 und Dezember 1993 aufgenommen wurden, als sich die Ehe Dianas in der Krise befand.
Postkarten und Briefe versteigert
NBC habe die Rechte an den Bändern für einen sechsstelligen Betrag gekauft, die Dianas Sprechtrainer Peter Settelen, ein ehemaliger Schauspieler, aufgenomen haben soll. Die mehrstündigen Ton- und Videoaufzeichnungen dienten nach den Angaben als Hauptquelle des Bestsellers „Diana, ihre wahre Geschichte“ von Andrew Morton aus den neunziger Jahren.
Erst am Mittwoch waren sehr persönliche Postkarten und Briefe von Prinzessin Diana aus der Zeit ihrer Ehekrise im englischen Swindon für insgesamt umgerechnet 39.000 Euro versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses Dominic Winter sind die 19 Schriftstücke an ihre Freundin und Reflexzonenmasseurin Chryssie Fitzgerald adressiert. In einem Brief aus dem Jahr 1994 schreibt Diana über die Enthüllungen des früheren Offiziers James Hewitt zur Affäre mit der Prinzessin: „Die vergangene Woche war die bisher härteste für mich und ich tat, was ich konnte, um mich über Wasser zu halten.“
Die Familie von Prinzessin Diana will in diesem Jahr die erste „offizielle Biografie“ der „Königin der Herzen“ veröffentlichen. Die Einnahmen aus dem Buch mit dem Titel „Diana, The Portrait“ will die Familie Spencer nach einem früheren Bericht des „Sunday Telegraph“ dem wohltätigen Diana-Gedächtnisfonds zur Verfügung stellen. In dem Buch soll es weniger um Dianas Eheprobleme und Liebschaften als vielmehr um ihre humanitäre und soziale Tätigkeit gehen. Doch bereits im Juni soll eine weitere Biografie von Andrew Morton mit dem Titel „Diana, Auf der Suche nach Liebe“ erscheinen.