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Polizei : Großrazzia gegen „Hells Angels“

  • Aktualisiert am

Razzia in einer Düsseldorfer Kleingartenanlage Bild: AP

In Düsseldorf haben 500 Polizisten Gebäude und Treffpunkte der Rockerbande „Hells Angels“ durchsucht und mehrere gesuchte Personen festgenommen.

          Rund 500 Polizisten haben am Sonntagmorgen in Düsseldorf sowie Neuss, Mülheim an der Ruhr und Schifferstadt 35 Gebäude und Treffpunkte der Rockerbande „Hells Angels“ durchsucht. Bereits unmittelbar nach Einsatzbeginn hätten vier mit Haftbefehl gesuchte „Höllen-Engel“ festgenommen werden können, sagte ein Polizeisprecher in Düsseldorf.

          Mehrere Personen wurden im Laufe der Untersuchungen zur Personalienüberprüfung vorübergehend in Gewahrsam genommen. Drei von ihnen werden höchstwahrscheinlich am Montag dem Haftrichter vorgeführt, gab die Polizei bekannt.

          Waffen und Sprengstoff vergraben

          Die Beamten beschlagnahmten nach eigenen Angaben zwei Gewehre, drei Pistolen, zwei Maschinenpistolen und Munition sowie ein Kilo Sprengstoff. Dies alles hatten die „Hells Angels“ in einem Depot unter der Erde vergraben. Auch Kokain und Haschisch wurden bei den Mitgliedern des Motorradclubs gefunden. Während der Aktion in den Wohnungen, einer Gaststätte und einem Düsseldorfer Kleingartengelände sei es zu keinerlei besonderen Zwischenfällen gekommen. Die Durchsuchungen waren am Mittag abgeschlossen.

          Gruppe vom Ministerium verboten

          Die Düsseldorfer Gruppe der „Hells Angels“ war vor etwa einem Jahr vom Landes-Innenminister verboten worden. Zudem läuft ein Prozess vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf, wo sich elf Mitglieder der Rockergruppe unter anderem wegen Raubes, Nötigung, illegalen Waffenbesitzes und Bildung einer kriminellen Vereinigung verantworten müssen. Grund für die Polizeiaktion vom Sonntag seien „neue Erkenntnisse“, sagte der Polizeisprecher.

          Erst am vergangenen Donnerstag waren im Rhein-Main-Gebiet und dem benachbarten Hessen 13 Mitglieder der Motorrad-Gang verhaftet worden, die in Erpressung, Geschäfte mit Prostitution, Drogen- und Gewaltdelikte verstrickt sein sollen. Im Dezember 1999 hatten 900 Polizisten in Düsseldorf das festungsartig gesicherte Hauptquartier der „Höllen-Engel“ gestürmt und dabei ein Waffendepot entdeckt.

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