Home
http://www.faz.net/-gum-7745s
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Pistorius-Prozess Cowboy mit Polizeimarke

 ·  Neue Volte im Fall Oscar Pistorius: Nun wird der Chefermittler, Detective Hilton Botha, wegen Mordversuchs angeklagt. Die Polizeichefin hat Botha von dem Fall abgezogen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (11)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Christoph Wirtz

In Teilen der südafrikanischen Bevölkerung ...

... existiert anscheinend ein Bedürfnis, den ins Herz geschlossenen behinderten Sportler nicht fallen zu sehen. Zu eng ist Herr P. mit der nationalen Identität verbunden.

Meine Prognose für diesen Prozess ist die, dass wir anscheinend leider heutzutage so weit sind, dass Popularität, gut bezahlte Juristen und PR-Leute, die das gekonnte Spiel auf der Klaviatur der Medien beherrschen, ausreichen, um mit der Ermordung einer jungen Frau davonzukommen.

Wer da fahrlässig auf welche Busse geschossen hat, das ist nur Ablenkung von der Tatsache, dass die Indizien im eigentlichen Fall in ihrer Gesamtschau nur den Schluss zulassen, dass Pistorius die Frau im Zuge eines erbitterten Streits umgebracht hat.

Wie kriegt man ihn jetzt Richtung Totschlag und mildernde Umstände, darum geht es. Ich hoffe, ich irre mich.

Empfehlen
Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 21.02.2013 22:06 Uhr

... amerikanische Strafverteidigungsstrategie ...

... weniger zur Tat, sondern erst mal schnüffeln, ob der Ankläger irgendetwas haben könnte oder ein Zeuge oder sonstiges Beweismittel aus dem Verfahren geschossen werden kann.

Erinnert an O.J. Simpson und dürfte einen ähnlichen Ausgang haben. Schon gut, wenn man genügend Geld hat, um sich über schlaue Rechtsanwälte freizukaufen ...

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 11:39 Uhr
Klaro von Hibbedribbebach

Schlaue Rechtsanwälte?

Wer das Wesentliche außer Acht läßt, sich auf das Unwesentliche konzentriert, und das Unwesentliche zum Wesentlichen erheben will durch stundenlanges Palavern, der soll schlau sein?
Das mag vielleicht und tatsächlich die Wahrnehmung Rechtsunkundiger sein.
Juristisch sind das die Nebenschauplätze.
Real ist das Show!
Frei nach dem Motto: rasseln gehört zum Handwerk.
Der Mandant muß schließlich das Gefühl haben, daß der Rechtsanwalt gut ist und für das viele Geld auch viel tut.

Empfehlen
Klaro von Hibbedribbebach

Die Schutzbehauptung schlechthin

Man stelle sich vor:
- da liegt des Nachts ein Pärchen im Doppelbett des Schlafzimmers
- nachts treibt es ihn auf den Balkon, um den Ventilator reinzuholen
- zurück im Zimmer (mit Ventilator), hört er Geräusche aus dem Bad

Für mich ist die Sache so sonnenklar:
- im Bad/auf der Toilette ist meine bessere Hälfte!

Nicht aber so bei Pistolius:
- der will uns allen weiß machen, nicht seine Freundin sei im Bad, sondern Einbrecher!!!

Ja, geht’s denn noch?

Kann man denn so pervers denken?

Nein! Das ist eine Schutzbehauptung!

Empfehlen
Jürgen Meier
Jürgen Meier (jm0001) - 21.02.2013 19:45 Uhr

Schlimm, aber

Die Tat des Pistorius wird wegen dem Chefermittler nicht weniger verurteilenswert.

Empfehlen
Hans Lutz Oppermann

komische anmutender Artikel

Geht es nicht um eine junge Frau, die unbewaffnet und schuldlos von ihrem Freund auf dem Klo erschossen wurde?
Die Erklärungen von OP, zumahl auch noch in Form einer schriftlichen Erklärung sind nur scheinbar plausibel.
Apropos Hilton Botha: Lieben wir nicht die Typen von Kriminalbeamten, die hart an der Grenze ermitteln, sowie sie uns Hollywood gerne vorgestellt. Was heißt hier Cowboy? Die Polizei Südafrikas erklärte heute der Wechsel an der Spitze des Ermittlungsteams sei auch der Tatsache geschuldigt, dass es sich bei dem Fall, um einen von nationaler Bedeutung handelt! Auch eine Erklärung, ob die Ermittler wirklich schlampig gearbeitet haben, wird der eigentliche Prozess zeigen.
Aber alle tun so, als ob die aktuelle Anhörung vor dem Magistratsgericht schon die eigentliche Verhandlung sei - eine gewollte Strategie der Verteidigung.
Was mir auffällt ist, dass sich OP als Opfer generiert und in keiner Weise erkennt, was er da getan hat, was ja völlig unstrittig ist.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 11:04 Uhr
Leah Nora
Leah Nora (2013Leah) - 22.02.2013 11:04 Uhr

Statt herumzuheulen, sollte O.P. besser gestehen!

Seine Krokokillstränen kann er sich sparen!!

Er beschreibt in seiner Aussage, wie er auf seinen Stumpen zum Badezimmer gegangen ist, echt nicht schön sich das vorzustellen oder?

Die Polizei hingegen ist sich in dem Punkt ziemlich sicher, daß O.P. gelogen hat, denn die Einschusswinkel verlaufen nicht von unten nach oben, sondern umgekehrt!! Daraus läßt sich schließen, daß O.P. seine Prothesen sehr wohl angeschnallt hatte!!

Aber Pistorius meint, er sei auf seinen Stumpen gelaufen.... Warum wohl? Herr Pistorius wollte sicherlich einmal mehr Mitleid erwecken und aufmerksam machen
was für ein armer Krüppel er doch ist, oder nicht?

Hätte er wenigstens den Anstand, die Wahrheit zu sagen, würde ich vielleicht mit ihm mit weinen, aber solange er an seiner absurden Einbrecherstory festhält und menschenverachtend beschließt Einbrecher könne man auf die Art einfach beseitigen, stößt er bei mir auf Granit!!

Wenn jemand Mitgefühl verdient, dann ist es das Opfer Reeva Steenkamp und ihre Familie!

Empfehlen
Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 22.02.2013 09:49 Uhr

Ach, Herr Tarasenko

Die letzte Kugel war noch nicht abgefeuert, da hatten sie schon Ihr "Urteil" gefällt und gesprochen. Jeden Tag ist wieder von ihnen zu lesen, daß es so gewesen ist, wie sie es schon immer vermutet haben.
Einzige Nuance, die sich eingeschlichen hat: sie spechen der südafrikanischen Justiz die Fähigkeit ab, zu einem gerechten Ergebnis (eigentlich akzeptieren sie nur eine Bestätigung ihres "Urteils") zu kommen.
Ich weiß nicht ob sie richtig verstanden habe, vermute aber, daß sie die Rep. Südafrika aufgrund der Hautfarbe des Gros der Bevölkerung in die Nähe zentralafrikanischer Staaten mit ihren korrupten Systemen stellen wollen.
Mich hatte der Fall vor Tagen schon an O.J. Simpson erinnert. Dies wurde hier heute noch einmal so gesehen.
Das dt. Rechtssystem weicht vom anglo-amerikanischen ab. Akzeptieren Sie dies doch bitte und lassen sie die Menschen dort ihre Arbeit machen.

Empfehlen
Jacob White

Was für einen Blödsinn

... und wenn er nicht schluchzen würde dann wäre er ein herzloser Gangster?

Also dass er großen, riesen, unglaublichen, "unverzeihlichen", Mist gebaut hat in Form einer Tötung ist klar. Aber, nehmen wir mal an, dass das nicht geplanter Mord war; dann ist das doch durchaus verständlich das jemand bei so einer Tragödie Gefühle zeigt.

Im umgekehrten Fall wäre das ein Soziopath... oder nicht?

Auf dieser Ebene kann man ihm wohl nichts vorwerfen - es sei denn er ist, nebst Olympia Sieger auch noch ein potentieller Oscar Preisträger.

Wie gesagt: ich sage hiermit nicht das er 'unschuldig' ist. Aber das er des geplanten Mordes schuldig ist muss erst bewiesen werden.

Mal ein wenig empathie hier. Wenn das stimmt was er sagt - dann ist das verdammt tragisch. Ich glaube ich würde da auch weinen.

Sie etwa nicht?

Empfehlen
joachim tarasenko

Nach dem Motto.., Tote haben keine Titel

Na ja, er schluchzt oft wenn er an sie denkt und wenn ihr Name fällt heult er auf. So stand es in den online News. Das hat der Polizeichefin sehr imponiert. Nach dem Motto, genug der Demütigung, der Mann hat bereut, lass uns mit dem Ruhm weitermachen. Tote haben keine Titel. (aus Elizabeth I.)

Empfehlen
Thomas Seidel

Etwas mehr Sorgfalt bitte!

Dieser Beitrag ist in sich widersprüchlich. Da heiß es schon im zweiten Absatz "Am Freitag wurde Botha...von dem ... Fall abgezogen." Ein Blick in die Zukunft? Heute ist erst Donnerstag.
Wenn es im weiteren Verlauf um die Schilderung des Vorwurfs eines siebenfachen Mordes geht an den Insassen eines Kleinbuses geht heißt es: "Die sieben Insassen des Busses (daher der Vorwurf des siebenfachen versuchten Mordes) aber behaupten, die Polizisten hätten ohne Warnung auf das Fahrzeug geschossen." Wie können die sieben ermordeten Insassen dieses Kleinbusses denn noch eine Aussage machen, wenn sie denn bereits erschossen worden waren? Oder gibt es hier eine Lücke in der Ablaufdarstellung? Etwas mehr Sorgfalt beim verfassen eines Artikels darf man schon noch voraussetzen, auch wenn es in der Berichterstattungsbranche mittlerweile sehr hektische zugeht.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1965, politischer Korrespondent für Afrika mit Sitz in Johannesburg.

Jüngste Beiträge