Die Zahl der Todesopfer durch die Brandkatastrophe in einem Pariser Armenhotel ist auf mindestens 24 gestiegen. Das hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Paris mitgeteilt. Zuvor hatte die Polizei eine Verdächtige festgenommen. Es soll sich um die Freundin eines Nachtwächters des Hotels handeln.
Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, daß der Brand durch einen Unfall ausgelöst wurde. Dennoch wollen sie alle Spuren überprüfen. Unter anderem wollen sie herausfinden, wo sich die Frau zur fraglichen Zeit aufgehalten habe. Sie hatte zugegeben, das Feuer unabsichtlich ausgelöst zu haben.
Proteste vor dem Hotel
Der Brand im Hotel „Paris-Opéra“ war am vergangenen Freitag im Frühstücksraum ausgebrochen und hatte das Gebäude im Herzen der Stadt völlig verwüstet. Das Gebäude, in dem vor allem Afrikaner und Bedürftige lebten, die vom Sozialamt dort einquartiert worden waren, war nach jetzigen Erkenntnissen vollkommen überbelegt.
Zwei Vereine, die sich um Migranten und Obdachlose kümmern, protestierten am Montag in der Nähe des Hotels gegen „den skandalösen Umgang der Regierung mit Armen und Bedürftigen“. Mehrere Überlebende der Brandnacht schlossen sich der Demonstration an.
Laut Unterlagen der Polizei war die Herberge für 61 Gäste ausgelegt, tatsächlich waren jedoch 90 Personen dort untergebracht. 70 davon waren vom Sozialamt in dem Hotel einquartiert worden.