19.09.2012 · Hatte Jesus weibliche Jünger? War er gar verheiratet? Ein in koptischer Sprache verfasstes Dokument, das möglicherweise ein Auszug aus einem Evangelium ist, heizt neue Spekulationen an. Eine amerikanische Historikerin stellte den Papyrus-Fetzen nun in Rom vor.
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Kurz zu den linken Illustrierten
Auch die Zeit titelt: "Papyrusfetzen weist auf Ehefrau von Jesus hin"
Die Gazetten des linken Einheitsbreis beweisen mal wieder, dass sie
nicht seriös zu nehmen sind.
Ich bin froh, dass es die FAZ gibt. Spiegel und Co. haben mit
Qualitätsjournalismus jedenfalls nichts mehr zu tun.
Da hat selbst die Brigitte noch mehr Niveau.
@M. Stemme: Tatsächlich sagt die Bibel garnichts über das Leben des Jesus von Nazareth
Diese mit Inbrunst vorgetragene Behauptung verrät mir eher, dass Sie, verehrter Herr Stemme, garnichts über die Bibel und vor allem garnichts über das Neue Testament wissen ... ;-) Mein Tipp: Lesen Sie nicht soviel ü b e r die Bibel, sondern lesen Sie die Bibel selbst! Das ist etwas völlig anderes.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 20:14 Uhr@M. Stemme: Das Wesentliche wird gesagt ...
Die Bibel stellt ihre Erzählungen und Berichte äußerst knapp dar (Papyrus und Pergament waren teuer). Man hat sich auf die wirklich wichtigen Ereignisse beschränkt. Danach begann das irdische Leben Jesu mit seiner Zeugung durch den Heiligen Geist in Maria (es war keine Jungfrauenzeugung im biologischen Sinn, sondern Jesus wurde durch eine männliche Person gezeugt, nämlich den Heiligen Geist; siehe Matthäus 1; daher ist es richtig, den Heiligen Geist "männlich" zu sehen, obwohl das griechische Wort "pneuma" sächlich ist). Der Dienst Jesu begann mit seiner Taufe, dem erneuten Herabsteigen des Heiligen Geistes auf Ihn, obwohl Jesus leibhaftig Gott ist (Kol 2, 9) und der anschließenden Versuchung, die Er überwand. Sein unvergleichliches Wirken, Sein Leiden, Sterben, Seine Auferstehung und Himmelfahrt folgten. Johannes sagte, schriebe man alles auf, was Jesus tat, könnte die Welt die Bücher nicht fassen. Das Wesentliche jedoch wurde überliefert, um Christus, den Erlöser erkennen zu können.
Sehr geehrter Herr Müller
Ich habe die Bibel gelesen. Passagenweise sogar mehrfach, allerdings
nicht unter Anleitung wie sie. Das muß ich zugeben.
Trotzdem hätte ich gern ein von ihnen, und das sollte ihnen
mithilfe ihres Leienkurses doch ein leichtes sein, ein Zitat aus einer
Bibelstelle in der etwas über den (z.B.) 20-25 jährigen Jesus
gesagt wird. Wo war er denn all die Jahre? Was hat er getan? Mit wem? Warum?
Sind sie in der Lage dies aus der Bibel heraus zu lesen? Dann sagen sie
mir wo, ich schau nach und wenn sie Recht haben bin ich gern bereit
meinen Irrtum einzugestehen.
Können sie dies nicht bleibt auch ihre Behauptung, mit nicht
weniger Inbrunst vorgetragen, eben genau dies: eine Behauptung.
Der Papyrus ist völlig irrelevant
Es gibt den biblischen Kanon, anhand dessen alle Schriften geprüft werden müssen, ob sie denn dazu passen und denselben Geist "atmen". Ich besuche gerade einen mehrjährigen Laien-Bibelkurs (1x monatlich), wo wir erst vor kurzem das Thema "Bibliologie" behandelt hatten. Teil der Bibliologie ist der Frage gewidmet, wie man eine fremde Schrift beurteilen kann, ob sie denn als "inspiriert", d.h. vom Heiligen Geist eingegeben ("gottgehaucht" 2.Tim 3,16), gelten kann. Die Prüfliste umfasst 8 Punkte. Ich bin sie eben durchgegangen. Danach ist der Text für eine Prüfung völlig ungeeignet, da er keinen Sinn ergibt. Die aus dem Zusammenhang gerissenen Satzfetzen erlauben keine Rückschlüsse über Wahrheit, Christusbezogenheit, geschichtliche Genauigkeit, geistliche Tiefe, Anwendbarkeit, verkündete Tugenden, Akzeptanz und Schreiber. Daher lehne ich den Papyus als völlig irrelevant ab. Trotzdem ist der Fund interessant, da ich gleich mein neu erworbenes Wissen erfolgreich testen und anwenden konnte!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 18:31 UhrSie brauchen nicht mehr auszuwählen, Herr Müller ...
... das mit der Auswahl hat Irenäus von Lyon im 2. Jh. n. Chr. schon besorgt. Dem sind nämlich durch ein Wunder die kanonischen Schriften vom Fußboden auf den Tisch gesprungen. Ich wette, so etwas können Sie nicht vorweisen.
Das einzig Sensationelle daran ist doch
das die FAZ und andere keine Journalisten haben mit einer Thelogischen
Ausbildung die zum Beispiel wissen das das Evangelium nach Maria
(Magdalena) viel weiter geht als der Skripsel ... (und wohl auch aus der
gleichen Zeit kommt).
Und das weiß man seit vielen vielen Jahren, aber man weiß
auch das dieses Evangelium nach Maria keine Verbreitung hatte und wohl
nur eine Sonderlehre (Gnosis) ist. Ähnlich wie Sonderlehren von
manchen Sekten Heute.
PS: Das Evangelium nach Maria kann man im Internet in Deutsch nachlesen
... bzw. gibt es eine sehr gute Übersetzung von Klaus Berger.
"Jesus" ist nur eine Erfindung der Römer
Wir schließen heute aus der Tatsache, daß es zweifellos
Christen gab und gibt, daß es auch einen Jesus gegeben haben
müsste. Aber das kann man sehr anzweifeln.
Man stelle sich kurz die Situation vor:
Ein junger Mann wächst in einem von Römern besetzten und
äußerst brutal unterdrückten Land auf. Brutalste Folter
(Kreuzigung...) und Enteignungen gehören zum Alltag. Der Mann
gründet eine religiöse Splittergruppe, eine Art Sekte. Er
kritisiert die Zustände seiner Zeit radikal, er bricht mit vielen
Gesetzen und Geboten und verkündet eine neue Heilslehre, er legt
sich mit den Autoritäten an.
ABER er kritisiert nicht den brutalen und menschenverachtenden Besatzer.
Im Gegenteil er ruft dazu auf "dem Kaiser zu geben was des Kaisers ist".
So eine Figur kann sich nur ausdenken, wer ein Interesse daran hat....
nur die Ruhe
Sie sollten Ihr "Wissen" nicht ausschließlich von N-TV beziehen.
Oder hatten sie evangelischen Religionsunterricht? :-))
... ein Tipp von mir
Bibel lesen und Geschichte studieren.
Denn wenn es so gewesen wäre, dann hätte es damals
außerhalb des römischen Reiches keine Christen geben
dürfen. Gab es aber, z.B.: Persien, Indien, Ähtiopien etc...
würde diesen Text für eine Rekonstruktion des historischen
Jesus in Betracht ziehen.
Über diesen Text aus dem 4. Jh. ist die Vorgeschichte
äußerst unklar, reiht sich damit jedoch ein in Erfindungen
wie das "Kindheitsevangelium Jesu", Äußerungen der
Frömmigkeit ohne jegliche historische Bedeutung für den
sogenannten historischen Jesus (aber mit viel Bedeutung für die
Kirchengeschichte!). Haben wir doch Quellen, die zwei bis drei
Jahrhunderte früher datieren (z.B. die Evangelien in der Bibel!).
In diesen historisch aussagekräftigsten Schriften steht nirgends
etwas über eine Frau Jesu; sicher ist jedoch, dass er viele Frauen
unter seinen Jüngern hatte. Man darf also so etwas als
"frommen Wunsch" einordnen. Immerhin, gesichert ist, dass
Petrus eine Frau hatte...
Aufklärung
Die Evangelien haben schriftliche Quellen bereits zur Grundlage, die
nach Meinung von Experten bis in die 40er Jahre zurückdatieren.
Wenn sie sich widersprächen - hätte man sie denn dann
beieinander stehen gelassen? Es ist erstaunlich, wie viele Parallelen
bei je unterschiedlichen Blickwinkeln es doch gibt. Nicht umsonst gibt
es Bücher, in denen die Perikopen nebeneinander gestellt werden zum
Vergleich. Auch wenn deren Reihenfolge oft unterschiedlich in den
Evangelien ist, so haben sie dennoch oft fast identischen Inhalt, bei je
eigener Pointierung.
Die "Auswahl der Evangelien - wie im übrigen des ntl. Kanons -
stand im Grunde schon um 200 fest. Nur um bestimmte randständige
Schriften (Apk, Hebr, kath. Briefe) wurde noch gerungen. Bei der Wahl
hat der Heilige Geist geholfen: Wenn sie jene Schriften, die nicht in
den Kanon aufgenommen wurden, sich einmal zu Gemüte führen,
können sie diese Entscheidung sicherlich nachvollziehen.
Je länger ich über Jesus Christus nachdenke,
desto mehr erscheint mir - als ehemaliger Katholik - bei der "Nachrichtenlage" sein Status als Sohn Gottes mehr als fraglich. Wesentlich logischer und in sich schlüssig stellt sich der Islam dar, der auch in Bezug auf die Authentizität des Propheten Mohammed, d.h. seines Lebens und seiner Aussagen, wesentlich klarer und vor allem auch beweisbarer ist als das neutestamentarische Christentum. Sollte Jesus doch nur einer von vielen Propheten gewesen sein?
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 03:15 Uhr@Dr. Thomas Kanthak (Mayfair)
Dann liefern Sie doch mal einen naturwissenschaftlichen Beweis ihres
Bewusstseins, ihres Erlebens von sich selbst. Wurden im CERN jetzt doch
endlich die Geistteilchen und die Bewusstseinsenergie gefunden?
Klären Sie uns auf, wir sind alle ganz begierig nach höherer
Erkenntnis. Aber kommen Sie jetzt bitte nicht mit chemischen und
elektrischen Prozessen, die finden in meinem Glas Bier auch statt (sie
können natürlich gerne auch Wein nehmen).
Der Haken ist,...
"beweisbar" ist da nichts.
Der Islam versucht aufgrund einer verifizierten
Überlieferungskette, den Aussagen Mohammeds eine
"bewiesene" Authentizität der Überlieferung zu
geben. Genau das ist auch der Grund, warum Muslime auf Kritik an
Mohammed so allergisch reagieren. Die Aussagen Mohammens selber sind
nämlich der Schwachpunkt. Was nützt eine authentische
Überlieferung, wenn schon die Quelle nichts taugt?
Man ist auf die Aussagen der Menschen von damals angewiesen, auf deren
persönliche Einschätzung und unsere eigene Einschätzung
vom dem Allen, der genaue Wortlaut ist eigentlich egal!
Nun ist überliefert, das Jesus Christus Wunder getan hat zum Beweis
seiner Authorität und ausschließlich zum Wohle der Menschen.
Kein fauler Zauber, sondern Hilfe und Heilung von Kranken. Und tausende
folgten ihm. Sein Leben und seine Taten waren makellos. Alles ist in
sich stimmig, incl. der Ankündigungen im AT und des Opfertodes am
Kreuz. Er hat vorgelebt was er sagte und alles war Gut durch und durch.
Mohammed ... der Warlord, mit 12 Frauen und vielen andere?
Ich denke wenn man die Rosa Brille aufsetzt dann ist selbst Mohammed ein
Heiliger. Nur verträgt es sicher wenig mit dem
"Heiligsein" wenn man bedenkt das Mohammed 75 Kriege
geführt hat, sich eine Beutesure aus den Fingern hat saugen lassen
damit er mind. 20 % der Beute bekommt und das er neben seinen 12 Faune
auch noch X Sklavinnen hatte. etc...
Das es Salafisten gibt die das gut finden mag sein ... aber sonst?
Degegen ist an Jesus eines besonders autentisch: Jesus. Er ist 100 %
gut, er ist 100 % richtig, er 100 % die Liebe.
Davon ist alles entfernt was in anderne Religionen so unterwegs ist.
Deshalb meine ich: Jesus oder Mohammed?
Jesus, weil er der gute ist.
....als ehemaliger Katholik - bei der "Nachrichtenlage"....
Die ist unverändert! Textkritischer, archeologischer,
hermeneutischer... Umgang mit dem "gesamten Informationen"
erbingen seit Jahren nicht anders.
.
Zitat;... Authentizität des Propheten Mohammed
.
Ziemlich platter Provikationsversuch:-((
.
Zitat:..Sollte Jesus doch nur einer von vielen Propheten gewesen sein?
.
Wenn es eine Historische Figur gegeben hat, war das ein Prediger einer
jüdischen Sekte (von denen es zu dieser Zeit sehr viele gegeben
hat) der in einem politisch unüberschaubaren Umfald (römisches
Weltreich) gewirkt hat.
.
Der Rest ist unhistorisch, aka Theologie, Glauben.
.
Für den Spielgel steht die Sache schon fest
Er macht aus „Jesus sagte zu ihnen, meine Frau...“-
"Jesus sagte zu ihnen: Meine Ehefrau".
So schnell geht das im deutschen Qualitätsjouralissmus. Was
brauchen wir da noch Wissenschaftler? Der deutsche Journalist kennt
bereits die Welt und kann uns alles erklären.
Mein Gott! Haben wir Probleme?
Jetzt 45 Beiträge ob ein vor 2.000 Jahren von einer jüdischen
Sekte verehrter Prediger verheiratet war oder nicht? Über ein
Textbruchstück von nicht einmal 500 Worten.
.
Hat das auch nur die geringste Relevanz für den
"Aberglauben" der sich heute als Christentum ausgibt?
.
Hallo, es hat so etwas wie AUFKLÄRUNG gegeben! Es ist in EUROPA
möglich, ohne Glauben an ein "höheres Wesen das wir
verehren" (Zitat:H.Böll) zu leben. Es gab Kant mit seinem
Imperativ, die Enzyklopädisten, Keppler, Newton, Galliei......
.
Ich finde es gar nicht lustig, hier (an anderer Stelle) böse
Sprüche über "den Islam" zu lesen, hier aber mit
feinen Abstufungen fast das gleich zu finden:-((
.
Ist doch immer wieder überraschend, wie dünn der rationale,
kulturelle Firnis in unserer Gesellschaft ist.
.
Meint
Sikasuu
.
@redaktion: Die o.a.Definition ist keine Abwertung einer
glaubensrichtung, sondern m.M.n. eine sehr wohl begründete Meinung!
:-)))
Aufklärung hat nichts damit zu tun das Religion oder das Christentum widerlegt ist.
Warum etwas Widerlegen was nie bewiesen wurde?
.
Religion ist eine schöne, vielleicht auch wichtige Krücke auf
dem Weg zum "eigenverantwortlichen" Menschen. Wo steht
geschrieben, das man das/die nicht überwinden kann.
.
Kopernikus war Kirchenmann(Domherr), Keppler,Newton ging Sonntags in die
Kirche.... Franko, Pinochet.... waren bestimmt fromme Männer und
haben geglaubt! Selbst Einstein als er Probleme mit dem
Verständniss der Quantentheoriehatte, hat gesagt: Gott würfelt
nicht! Und?
.
Was beweist das?
.
Was hat "Glaube" an einen Schöpfungsakt mit Religion
klassischer und heutiger Ausprägung (Machtausübung) zu tun
.
Grinsegruesse
Sikasuu
.
Ps. Lesefähigkeit? Mein Grundeinwand bezog sich auf
Jesus=Verheiratet= 500 Zeichen alten Text! Jetzt wird es etwas ganz anders:-)
Aufklärung ?
Überlegen Sie mal welchen Teil der Aufklärung haben Sie nicht
verstanden das sie so was schreiben?
Denn Aufklärung hat nichts damit zu tun das Religion oder das
Christentum widerlegt ist.
ganz schön ignorant, herr meier
und kaum erstaunlich, dass sie die von ihnen aufgeworfenen fragen nicht selbst beantworten können. aber in zeiten aufkeimender "religious correctness" ist ihr energisch-provozierender beitrag dann doch befreiend. danke!
Der "Sinn" der Aufklärung
„Ist doch immer wieder überraschend, wie dünn der
rationale, kulturelle Firnis in unserer Gesellschaft ist.“
Sie sagen es. Die Ratio ist begrenzt. Das gilt aber nicht nur
gesellschaftlich, sondern generell.
Kant hat noch um die Grenzen der Vernunft gewusst.
Newton war übrigens ein gläubiger Mensch.
Der Neuatheismus legt sich seinen Begriff der Aufklärung zurecht.
Aufklärung ist aber mitnichten gegen den Glauben an sich gerichtet.
Dafür dass dieses Thema derart irrelevant sein soll,
mischen Sie aber ganz schön kräftig mit ;-)
Im Übrigen brachte die Aufklärung die Emanzipation von den
Herrschern und deren Zwängen. Ob diese auch den Schöpfer
obsolet macht, darf und muss jeder für sich selbst entscheiden.
Diese Antwort sollte man also weder Kant, noch Böll
überlassen, auch nicht Kepler, Galilei und Newton. Wobei
letztgenannte zeitlebens Christen waren und somit denkbar ungeeignete
Zeugen gegen den Schöpfer sind (sondern bestenfalls gegen die Amtskirche).
Waren dies nicht die Zeiten wo sich in Ägypten die Gnostiker und
Manichäer ihr eigenes Christentum bastelten, die Entstehungsjahre
der apokryphen also nicht in den christlichen Kanon aufgenommenen
Schriften, wie Thomas- und Judasevangelium ?
Darüber gibt es mehr oder weniger seriöse Literatur im
Überfluß, bis hin zu den üblichen
Verschwörungstheorien.
Wo ist also die Sensation eines Papyrusfetzens, auf dem 300 Jahre nach
Christus irgend jemand irgend etwas in einem Halbsatz über Jesus
andeutet ?!
Schon recht dass der Artikel in der Sparte "Gesellschaft" und
nicht "Wissen" bei der Faz erschienen ist.
Natürlich hatte Jesus weibliche Jüngerinnen.
Es folgten ihm viele Frauen, die ihm mit ihrer Habe dienten. Lukas 8, 3
Einige standen ihm sogar besonders nahe, z.B. Maria von Bethanien, die
Schwester des Lazarus, die seine Füsse mit kostbarem Öl salbte
und mit ihren Haaren trocknete (Johannes 12) und die zu seinen
Füssen sass und ihm zuhörte, während ihre Schwester
Martha bemüht war ihm durch ihre hausfrauliche Tätigkeit
seinen Besuch zu verschönern. (Lukas 10, 38)
Die zwölf Jünger waren aus diesen Jüngern besonders
auserwählt worden, nachdem Jesus eine Nacht darüber im Gebet
verbracht hatte um sich vom Vater zeigen zu lassen, wen er
auswählen sollte. Sie sind alle einen Märtyrertod gestorben
ausser Johannes.
Steht doch alles in der Bibel!
Steht doch alles in der Bibel!
Ja, da steht eine Menge drin, nur, es liest sie keiner. Zumindest kein
linker Mainstreamjournalist.
Ich glaube auch nicht, daß dies etwas mit der Frage nach der
männlichen Priesterschaft zu tun hat. Das hat doch eher etwas mit
der Rolle des weiblichen und des männlichen Prinzips in der
Schöpfung (was es nach den Gendermainstreamern ja gar nicht gibt)
und mit dem profanen Umstand zu tun, daß Frauen Kinder bekommen um
die sie sich kümmern müssen.
Zur Sexualität sagt die Bidel eigentlich eher wenig. Der Mensch
soll monogam leben und bei dem ihm bestimmten Partner bleiben,
analverkehr ist verboten und der Mensch soll sich nicht zum Sklaven
seiner Sinne machen, aber das gilt nicht nur in diesem Zusammenhang.
weibliche Jüngerinnen
S.g. Frau Reichard, ich erlaube mir, darauf hinzuweisen, dass "Jüngerinnen" definitionsgemäß immer weiblich sind. Aber Spaß beiseite: Sie haben natürlich recht, wenn Sie auf entsprechende Textstellen des Neuen Testaments hinweisen. Der historische Jesus ist vor allem der der Bibel. Aus gutem Grund wurde nicht jeder Unsinn in den Kanon aufgenommen. Die Spekulation über sexuelle Befindlichkeiten hat aber anscheinend einen höheren Unterhaltungswert. Wir Christen sollten uns dadurch nicht beirren lassen.
Jesus und weibliche Jünger - selbstverständlich. Verheiratet - dann hätten Tausende dicht gehalten.
Die erste Frage des Artikels ist keine - denn natürlich hatte Jesus Jüngerinnen; einige sind namentlich bekannt - und nehmen in der Kirchen- und Heilsgeschichte prominente Plätze ein, z.B. als die ersten Zeuginnen des Ostergeschehens. Wäre Jesus verheiratet gewesen - wie hätte man das in einer ähnlich schwatzhaften und sensationsgierigen Gesellschaft wie der heutigen auch nur für eine Woche geheim halten können? Höchst unwahrscheinlich. Das ist so abwegig, wie wenn man dem notorisch verheirateten Apostel Petrus ein allzeit zölibatäres Leben andichtet. Ja, der Wanderprediger aus Nazareth hatte Frauen in seiner mobilen Schule - und nein, nach allem, was wir wissen können und was vernünftigerweise als gesichert gilt, war er solo.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 16:28 UhrTausende...
... Anhänger wie auch Gegner des Nazareners, die ihn selbst erlebt
haben, seine Herkunft genau verorten konnten (Galiläa, Nazareth,
Sohn der Maria), eine gewisse Wegstrecke mit ihm gegangen sind oder ihn
für eine gewisse Zeit kritisch beobachtet haben. Gäbe es mehr
über ihn zu erzählen, mehr handfeste Facts - es wäre
bekannt.
Die sog. "Kindheitsevangelien" und andere Werke, die die
biografische Lücke zwischen dem Weihnachtsevangelium und der
Wirksamkeit zu schließen versuchen, sind erwiesener Maßen
allesamt deutlich später entstanden als die zeitnah entstandenen
Evangelien, die sich nachweislich noch auf Augenzeugen stützen
konnten.
Kurzum: Über die Kinder- und Jugend- und Junge-Erwachsenen-Jahre
Jesu gibt es keine Berichte, weil es nichts zu berichten gab. Noch nicht
mal Family-News über die Tatsache hinaus, dass er mindestens vier
Brüder und mindestens zwei Schwestern hatte und seine Mutter noch
am Leben war, von einem leiblichen Vater aber keine Rede ist.
Tatsächlich sagt die Bibel
garnichts über das Leben des Jesus von Nazareth.
Wir erfahren von seiner Geburt und von seinem Wirken kurz vor seinem
Tod. Einiges wird über die Art seines Ablebens und ein klein wenig
über sein späteres Wiederauftauchen berichtet.
Dazwischen liegen ca. 30 Jahre seines Lebens die im kompletten neuen
Testament mit keinem Wort erwähnt werden. Weder lesen wir dort
wohin er ging, noch woher er kam oder was er da wo er sich aufgehalten
hat getan hat. Tatsächlich könnte es genauso gut sein das er
bei seinem Vater im Himmel war wenn man das denn annehmen möchte.
Tatsache bleibt: die Bibel schweigt sich aus über das Leben des
Religionssstifters und so wissen wir ... nichts. Und schon garnichts
über das "mit wem".
Welche Tausenden?
Meines Wissens gibt es 4 Evangelien, die keine Eheschließung Jesu erwähnen.
Er hat bis 30 ein normales Leben geführt, da ist es mehr als
plausible, dass er verheiratet war. Ein paar subtile Hinweise in den
Evangelien gibt es.
Verachtet war er und verlassen von den
Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer vor
dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er und wir achteten ihn nicht.
Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf
sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott
geschlagen und niedergebeugt.
Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen
unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir
Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. ...
Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen
und die Fülle haben; durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der
Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen....
Jesaja 53
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen
Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, , nicht verlorengeht, sondern
ewiges Leben hat. Johannes 3, 16.
Der Herr Jesus kam um für uns zu sterben und nicht um zu heiraten
Wie will er denn bitte
wahres Leid erfahrén haben wenn er nicht verheiratet war?
Hier die Vorab-Version des Artikels von Karen King
der in der Januar-Ausgabe der Harvard Theological Review erscheinen wird und den King selbst in's Netz gestellt hat: Vergleicht man den vollkommen seriösen Text von King (die nirgends behauptet, das Papyrus-Fragment sei ein Beweis dafür, dass Jesus verheiratet war) mit der hier (und auf anderen online-Portalen) wiedergegebenen Presseagentur-Meldung - dann sieht man noch einmal wie schwer vermittelbar seriöse Geisteswissenschaft ist.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 14:12 UhrGenerell
ist hier die Verklinkung auf andere Seiten nicht zulässig um
abgesichert zu sein gegen eventuell anstößige,
gesetzeswidrige Inhalte. Eventuell hat auch das Copyright damit zu tun.
Wie auch immer: keine links in diesem Forum ;)
Nochmal
diesmal nicht mit Link auf die pdf (der von den FAZ-Moderatoren gelöscht wurde, obwohl die pdf von Karen King wie gesagt selbst in's Netz gestellt wurde), sondern mit Link auf die Harvard-Website, auf der Karen King alles handlich aufbereitet.
war der historische Jesus verheiratet, alles andere hätte ihn zu
einem gesellschaftlichen Sonderling gemacht, dem garantiert keine
Menschen(massen) zu gehört hätten.
Der Zölibat hingegen, auch das ist belegt, war eine Erfindung der
mittelalterlichen Klöster, bei dem es, wie so oft,
ausschließlich darum ging, die Hinterbliebenen der Mönche
nicht durchfüttern zu müssen. "Ora et labora" - das
sollten die Mönche leisten, um den Reichtum der Kirche zu mehren.
Die Ehelosigkeit hatte nie etwas mit dem historischen Vorbild Jesu zu
tun, es ging und geht immer nur um das Eine - Geld, Macht, Resourcen.
sie irren in vielen Punkten massiv
Das Zölibat als Einrichtung für das Priesteramt ist jung - das
ist korrekt. Die Ehelosigkeit und sexuelle Askese aber ist eine sehr
altes, in allen Hochreiligionen bekanntes Phänomen, allerdings ein
Rand- bzw. Ausnahmephänomen. Oft temporär (bis zur Lebensmitte
bei den einen, nach der Lebensmitte bei den anderen)
Das biblische Judentum kennt charismatische Gestalten, die aus
kultischen Gründen nicht heirateten. Im Judaismus zur Zeit Jesu war
es u.a. die Essener-Bewegung, deren Mitglieder oft ehelos lebten. Es
gibt also keine Veranlassung, Jesu Ehelosigkeit als historisch
unbegründbar darzustellen. Im Gegenteil.
Sonderlingen hat man sehr wohl gern zugehört - damals wie heute.
Und: Priesterzölibat und monastisches Leben in Keuschheit sind zwei
Paar Schuhe - theologisch wie kirchenrechtlich. Mönche hatten
keinen Anteil am Kirchenreichtum, sie lebten in persönlicher
Besitzlosigkeit. Es gab wohl reiche und arme Klöster - "die
Kirche" hatten aber keinen Zugriff auf diesen Besitz.
War Jesus den kein Sonderling?
Also so normal war seine Lebensweg auch nicht...
Oder war es damals normal das ein einfacher Zimmermannssohn klüger
war als alle Gelehrten und zugleich das er unzählige Menschen
geheilt hat?
Nur eine kleine Korrektur:
das christliche Mönchtum war immer zolibatär seit seinen spätantiken Wurzeln. Bei Weltgeistlichen war es tatsächlich bis ins beginnende 11. Jh. üblich, daß sie verheiratet waren und auch Kinder hatten. Um das Jahr 1000 wurde der Zölibat dann auch auf diese Gruppe des Klerus ausgedehnt. Das hatte zum einen tatsächlich monetäre Gründe (der Kirchenbesitz wurde nicht mehr an die Pfarrerskinder als Erbe aufgeteilt), zum anderen spielte jedoch die Endzeiterwartung in dieser Epoche eine Rolle. Die Menschen glaubten kurz vor dem Ende der Welt Gott gnädig stimmen zu müssen mit neuen, schöneren Kirchen und einer gottgefälligen Lebensweise. Allerdings dauerte es ein paar Jahrzehnte, bis der Zölibat dann in der Weltgeistlichkeit durchgesetzt war.
...in ferner Zukunft nicht einmal genau ein Teil jener Zeitungsseite gefunden wird, wo Ausserirdische einen Erdenbürger in ihr Raumschiff entführt haben sollen, und Frau Hund beisst. Die Menschheitsgeschichte stünde Kopf.
War Jesus doch nur ein ganz normaler Mensch und sind Götter doch nur Ergebnisse menschlicher
Phantasie? Alles spricht dafür, denn wirkliche Beweise gibt es
nicht. Der Mensch sollte wirklich so langsam in der Lage sein, der
Realität in's Auge zu sehen, daß ihn, was sein Leben
betrifft, nichts von jedem anderen Lebewesen auf dieser Erde
unterscheidet. Mit dem Tod ist die Existenz beendet, da wartet kein
Himmel und keine Hölle, auch nicht mit Jungfrauen, auf einen Geist,
der solch physische Freuden oder Schmerzen ja doch nicht mehr erfahren könnte.
Sicher, abseits des Kinderglaubens früherer Zeiten haben sich viele
intelligente Menschen Gedanken darüber gemacht, wie man den
Kinderglauben in etwas übersetzen kann, mit dem man auch
intelligente und gebildete Menschen animieren kann, doch letztlich
läuft es immer nur darauf hinaus, glauben zu müssen. Fakten
gibt es keine.
Befreiung von fremden und selbst auferlegten Zwängen, Herr Hammer.
Zu den aktuellen "Sünden" der Kirche finden Sie genug im
Internet, das würde hier den Rahmen sprengen. Aber eine Kirche der
Nächstenliebe, die eher an der Mehrung ihres Reichtums, denn an
Teilung ihres Mantels interessiert ist, die ist nun einmal
unglaubwürdig. In Deutschland erfahren sie das umgehend, wenn sie
die Zwangsabgabe der Kirchensteuer ablehnen. Dann werden sie aus dem
Taufregister gestrichen und damit exkommuniziert.
Zwänge passen nicht zu Religionen und deshalb, weil die Strukturen
der Institutionen auf Zwänge bauen, kann da etwas nicht stimmen.
Weltlichen Strukturen sind dagegen aus vielerlei Gründen immer
notgedrungen mit Zwängen behaftet, sonst hätten sie meist
nicht lange Bestand.
Das Ziel muß es also sein, all diese Zwänge durch Motivation
auf freiwilliger Basis zu ersetzen. Nun ließe sich darüber
wieder trefflich streiten, aber ich träume zwar, bin aber kein
Träumer. Und so bleibt realistisch in vielen Dingen eben nur die
innere Befreiung. Noch.
@Otto Meier
Wie genau sieht die Befreiung des Menschen aus?
Befreien kann ich mich von weltlicher Unterdrückung vornehmlich
durch staatsartige Organisationen. Die neueste Unterdrückung
geschieht gerade durch den ESM. Was hat das mit Religion zu tun? Mag
sein, daß in der Vergangenheit kirchliche Organisationen ihre
Macht missbraucht haben, das haben schon viele Organisationen gemacht,
auch unter atheistischen Vorzeichen, siehe Kommunismus. Missbrauchen
kann man alles. Was hat das mit Religion zu tun?
Das lässt sich in keinster Weise aus der heiligen Schrift ableiten.
So gesehen interessiert mich eine mögliche Unterdrückung der
Kirche in der Vergangenheit nicht besonders, oder eben nur historisch.
Mich interessiert diesbezüglich nur die aktuelle, gerade laufende
Unterdrückung durch die EU und daran ist die Kirche nun wirklich
nicht schuld.
Na ja, Herr Hammer, es hat schon seinen Grund, warum die Katholiken so verklemmt sind. ;-)
Jedenfalls die, die ihre Religion und ihren Glauben ernst nehmen.
Interessant nur, daß das für viele Inhaber von
Kirchenämtern nicht zu gelten scheint. Und das hat seinen Grund, da
die Katholische Kirche lange Zeit einer der größten Ausbeuter
war. Immer schön der Kirchenfürsten Untertanen sollten die
Menschen sein, daher diese Regeln, daher die lateinische Messe, daher
Hexenverbrennungen und Kreuzzüge. Und ich kann mich des Eindrucks
wirklich nicht erwehren, daß die katholische Kirche gerne zu ihren
Wurzeln zurückkehren würde.
Die Sünde ist das Mittel zur Unterdrückung und Ausbeutung
schlechthin. Und der Monotheismus ist das Mittel zum Machterhalt.
Götzen und Götter stören da doch nur.
Im Buddhismus kenne ich mich nicht so aus, aber den Zwang ein Heiliger
sein zu müssen, gibt es dort wohl nicht, da im Buddhismus der
fehlende Mensch der Standard ist und dieser sich nur bessern soll. In
die Hölle kommen Buddhisten jedenfalls nicht.
Nein, der Mensch sollte sich endlich selbst befreien.
@Otto Meier
Also, Sehnsucht nach ewigem Leben oder ewigem Glück hatte ich nie.
Et kütt wie et kütt und ich kann mich wirklich nicht beklagen.
Bin gesund, Deutscher, also in Kultur und Wohlstand hineingeboren und
habe gute Freunde und Familie. Was kann man mehr wollen?
Auf das Versprechen der Ewigkeit bin ich erst durch die Bibel
gestoßen. Aber insgesamt nimmt das in dem Buch doch einen eher
geringen Umfang ein und so wirklich erklärt, was das denn genau
ist, ist es auch nicht. Den meisten Raum nimmt die Forderung ein, des
lebendigen Gottes Willen hier auf der Erde zu tun und dabei das eigene
Ego hinten anzustellen (was man bei den Buddhisten auch findet). Immer
und immer wieder wird gewarnt, Götzen anzubeten, wobei Götzen
als das tote Werk menschlicher Hände definiert werden. Und man soll
sein Leben nicht den Sinnen unterwerfen, d.h. der Geist soll sich nicht
vom Weltlichen regieren lassen (durch den Satan), denn das entfernt den
Menschen von Gott und genau das ist die Sünde. Geist ist Leben.
Nun, bei mir war es umgekehrt, Herr Hammer.
Wobei die Religionen mir weniger Kopfschmerzen bereiten, als die
Institutionen. So ist die katholische Amtskirche eben wenig geeignet,
Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu verbreiten.
Das Wissen der Menschheit ist noch sehr begrenzt, das des Einzelnen noch
mehr. Da ist es wohl mehr als verständlich, von einer besseren Welt
zu träumen und sei es, daß diese erst im "Jenseits"
wartet. Das wurde von den Religionen und ihren Institutionen immer schon
weidlich ausgenutzt, denn der Glaube an das Unerklärliche war immer
schon ein gutes Druckmittel, das keiner näheren Begründung
bedurfte, da der Mensch eben so veranlagt ist, glauben und hoffen zu
wollen. Wer diese Sehnsüchte des Menschen nach ewigem Leben im
Glück mit Vertrauen versehen kann, kann Menschen extrem einfach manipulieren.
Dabei hätten Religionen die Menschheit wirklich weit voran bringen
können, würden sie sich mit mehr Toleranz begegnen. Geben sie
nicht alle vor, den Menschen das Glück zu bringen?
Nun ja, nach dem Tode sind wir ...
@Otto Meier: Glaube heißt auch Vertrauen
Sehr geehrter Herr Meier,
Dann dieses noch (warscheinlich wird die Diskussion bald geschlossen).
Im Grunde geht es doch um die Suche nach Wahrheit. Man möchte
wissen, was wirklich ist.
Ich selber bin religionsfern erzogen und durch die Beschäftigung
mit der Wissenschaft zur Religion gekommen. Erstaunlich, nicht wahr? Als
mir klar wurde, daß die Wissenschaft prinzipiell keine
letzgültigen Antworten geben kann und daß letztlich alles auf
Glauben basiert, selbst das wissenschaftliche Weltbild und sogar der
Atheismus, weil man eben nicht wissen KANN, habe ich die Religion in
einem neuen Licht gesehen. Ich habe die Bibel gelesen und sehr viele
erstaunliche Dinge darin gefunden, z.B. die Aussage, daß der
Mensch nicht wissen kann. Ganz so dumm waren die Leute damals also
nicht. Und vielleicht steckt ja auch das dahinter, von dem sie selber
sagten, daß es dahinter steckt. Glaube heißt auch Vertrauen.
Von einer besseren Welt träume ich übrigens nicht, ich finde
sie gut wie sie ist.
Alles Gute.
Würden sich Religionen und Gläubige auf die Umsetzung der Nächstenliebe konzentrieren, Herr Hammer,
ich könnte selbst zum "Gläubigen" werden.
Irgendein schlauer Mensch hat mal gesagt, ich weiß, daß ich
nichts weiß. Das gilt auch für mich. Daher lehne ich es ja
auch nicht ab, zu glauben, zu hoffen oder zu beten. Wie ich schon
schrieb, gibt es keinen Atheismus, denn selbst ich träume von einer
besseren Welt und was ist das anderes als Glaube und Hoffnung.
Urknall, Raum und Zeit, wer weiß das schon? Ich jedenfalls nicht
und die Wissenschaft hat auch noch kein Intelligenzgen gefunden oder
kann die Funktionsweise des Gehirns erklären. Und was gestern noch
als sicher galt, daß die Erde eine Scheibe sei, gilt heute
längst nicht mehr. Ja, Wissenschaft wird auch oft
überbewertet. Deshalb sträube ich mich eben dagegen, Theologie
als Wissenschaft zu betrachten. Was käme denn dabei heraus,
würden Theologen falsifizieren, wenn ich die Fragen stellte?
Aber gut, dies ist wohl nicht der richtige Ort, um derartige
Diskussionen zu führen, oder? Für Denkanstöße aber
reicht es allemal und dafür Danke
Sehr geehrter Herr Hammer,
ich will es mal so ausdrücken, Wissenschaft bedeutet für mich,
daß am Ende eine gültige Aussage steht, die nachvollziehbar,
wiederholbar und somit beweisfähig ist. Alles andere fällt bei
mir unter den Begriff Pseudowissenschaft.
Selbstverständlich setzt jeder Mensch andere Prioritäten,
erlebt die Welt durch seine eigene Brille, allerdings nicht unwesentlich
geprägt durch seine persönliche Umwelt. Allein die
menschlichen Emotionen und ihre Auswirkungen füllen ganze
Bibliotheken und man könnte sie ein Leben lang diskutieren, ohne zu
einem Ergebnis zu kommen.
Daher sind Religionen und Glaube, unabhängig irgendeiner
Beweisfähigkeit, für jeden Menschen unterschiedlich in ihrer
Bedeutung. Das respektiere ich auch, solange ich dadurch nicht tangiert
werde. Wenn ich aber durch Religionen oder Gläubige in meiner
Freiheit oder sonstwie bedroht bin, dann hört der Spaß auf.
Dann erwarte ich irgendeine nachvollziehbare Begründung und keinen Kinderkram.
@Otto Meier: PS: noch kurz zum Urknall
Die Naturwissenschaft ist so gut, weil Sie mit experimentell
falsifizierbaren Theorieen arbeitet. D.h. es wird versucht eine Theorie
experimentell zu wiederlegen. gelingt dies nicht, gilt sie als richtig,
solange bis eine bessere Theorie daherkommt.
Der Kern der Naturwissenschaft ist das Experiment!
Experimente erfordern Messgeräte, im einfachsten Fall unsere Augen
oder eine "Prothese" wie der LHC im CERN. Aber das
Messgerät MUß mit dem Untersuchungsgegenstand interagieren
können, also wechselwirken. Desswegen muß das Messgerät
selber Teil der zu untersuchenden Welt sein. Sie können nur ein
Teilchen sehen oder messen, das Teil des Dinglichen Universums ist.
Desswegen kann die Naturwissenschaft keine Aussage über etwas
machen, das "ausserhalb" des Raumes und der Zeit liegt. Nicht
weil wir noch nicht so weit sind, sondern weil das nicht geht! (Fragen
Sie einen Naturwissenschaftler)
Und es gilt inzwischen als sicher, das Raum und Zeit nicht ewig sind,
bzw. waren (wie auch immer).
@Otto Meier: Was geschieht denn wirklich?
Wenn Sie die Beschäftigung mit allem ausserhalb der Wissenschaft
und allem unbeweisbaren ist als Zeitverschwendung betrachten, dann
bleibt nicht viel.
Was ist das Wesentliche an Ihnen selbst?
Ich vermute doch mal das Gleiche wie bei mir, nämlich Ihr Erleben
Ihrer eigenen Existenz. In Ihrem Gehirn laufen irgendwelche Prozesse ab
und irgendetwas unbekanntes erlebt das, z.B. als Gefühl oder
Gedanke. Ohne dieses Erleben wären es eben nichts weiter als
elektrochemische Prozesse. Und es ist für Sie selber etwas
völlig anderes, ob diese Prozesse in Ihrem Gehirn ablaufen, oder in
einem beliebigen anderen.
Das ist Antinaturwissenschaft, denn die naturwissenschaftlcihe Welt
kennt nur wiederholbare Prozesse. Eine Singularität, wie Ihr
ausschließliches Ichempfinden ist ihr unbekannt.
Die Naturwissenschaft ist ein tolles Spielzeug, aber um das Wesentliche
macht sie einen großen Bogen. Und das ist eine Erkenntnis die ich
auch erstmal verdauen musste, das Wesentliche ist weder beweis- noch erklärbar.
Herr Hammer,
selbst wenn es einen Beweis für den Urknall gäbe, würden
Sie immer noch glauben, Gott habe die Materie dafür zur
Verfügung gestellt.
Also ich biete immer folgende Theorie an. Stellen Sie sich einmal vor,
das bekannte Universum sei in Wirklichkeit der Bleistift eines ?, der
damit ein paar Striche zu Papier brächte. Oder, in Anlehnung an
"Men In Black", das Universum sei Bestandteil eines
Schmuckgegenstandes oder eines Spielzeuges. Wäre das undenkbar?
Und, wer oder was wäre dann Gott?
Das Wissen der Menschheit ist immer noch sehr begrenzt und wird
vielleicht vor ihrem Ende immer noch so begrenzt sein, daß nicht
alles erklär- und beweisbar ist. Aber rechtfertigt das, Glauben und
Wunschdenken zum Maß aller Dinge zu machen? Was den Religionen
nicht in den Kram paßt, wird einfach negiert, selbst wenn es
naturwissenschaftlich bewiesen ist. Das kennen wir doch. Auch diese
Faktenresistenz macht Religionen nicht gerade überzeugender oder glaubwürdiger.
Religion war/ist Opium für's Volk.
Wenn Sie eine "persönliche" Beziehung zu Gott haben, Herr Neudorfer, dann müßten Sie seine
Existenz ja beweisen können. Wenn das so ist, dann würde ich
Gott gerne einmal kennenlernen. Denn ich hätte da ein paar
interessante Fragen an ihn.
Ich habe ein Problem mit Religionen? Sicher nicht. Aber
Religionsgemeinschaften haben ein Problem mit dem, was ich sage.
Sehen Sie, ich will Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, aber für
mich bedeutet die Aussage, Stärke im Glauben zu finden, sich dem
Selbstmitleid und Illusionen hinzugeben, sich der Realität des
Lebens nicht zu stellen. Das mag für sensible und anderweitig
psychisch nicht stabile Menschen eine Lösung sein, für mich
sicher nicht. Ich erwarte nach dem Tod kein Paradies, sondern einfach -
Nichts. Daß der Tod ein großes Problem für viele
Menschen ist, erklärt eben vieles, auch die Besinnung auf Gott im
Alter, die viele Menschen angesichts des bevorstehenden Todes
beschleicht. Man will sich wohl ein Hintertürchen offen halten.
Ich behaupte, fast alle Gläubigen sind in Wahrheit Ungläubige,
sonst sähe die Welt wohl anders aus.
Herr Hammer, cogito ergo sum.
Ich denke, also bin ich. Aber Sie haben sicherlich recht damit,
daß die Naturwissenschaften nicht alles erklären können.
Daraus aber zu folgern, daß Theologie eine Wissenschaft sei und
irgendetwas erklären könne, sogar einen Beweis für
irgendetwas antreten könne, das hieße wohl, die Spekulation
zur Wissenschaft zu erheben, ginge man davon aus, daß Theologen
selbst ihr Tun als beweiskräftig betrachteten. Mir ist kein
ernstzunehmender Theologe bekannt, der das für sich in Anspruch nähme.
Aber wenn es Sie beruhigt, der Kinderglauben war nicht spöttisch
gemeint, sondern sollte nur zum Ausdruck bringen, daß Menschen
heute nicht mehr so einfach zu überzeugen und zu manipulieren sind,
zumindest sein sollten. Da muß man schon etwas tiefer in die
Trickkiste greifen.
Die Existenz von Göttern und Propheten, soweit es das
Übermenschliche betrifft, ist nicht beweisbar. Da auch die
Nichtexistenz nicht beweisbar ist, ist die Beschäftigung damit die
pure unwissenschaftliche Zeitverschwendung.
Es braucht auch keine Fakten ...
denn wer eine persönliche Bezeihung zu Gott aufbauen kann, der
weiß dases Gott gibt.
Und genau das ist es was das Christsein ausmacht: Gott zu erkennen und kennenzulernen
Deshalb ist es unsinnig was sie schreiben, denn es umschreibt nur Ihr
Problem mit Religion, nicht aber das weshalb Christen glauben.
um Ihretwillen...
muß ich dazu kurz Stellung nehmen, denn Sie sind es, der einem
Kinderglauben aufgesessen ist.
Dem Kinderglauben nämlich, daß die Wirklichkeit
wissenschaftlich erklärbar sei.
Tatsächlich beschreibt die Naturwissenschaft die Dingen, die
reproduzierbar Messbar sind, also die gegenständliche Welt. Doch
schon die wesentlichen Elemente unseres Lebens, unser Geist, unser
Bewusstsein, sind naturwissenschaftlich nicht mehr fassbar. Ob sie nun
ewig sind oder nicht, sie sind nicht mess- und nicht beweisbar, sprich,
nach Ihrer Lesart eigentlich nicht existent. Was "vor" dem
Universum lag, oder "ausserhalb" von Raum und Zeit, ist ebenso
naturwissenschaftlich nicht existent. Stringtheorie, Paralleluniversen
und solche Sachen, haben mehr mit Theologie als mit Naturwissenschaft zu
tun, denn sie sind nicht beweisbar.
Was folgt daraus? Die Welt ist aus dem Nichts "Plopp" einfach
entstanden? Wer's glauben mag...
Nun, Herr Wilbert, dann stehen Sie ja im Einklang mit den Islamisten, oder?
Denn für den Islam ist das vom Propheten Gegebene das Zentrum des
Glaubens. Und was das bedeutet, erleben wir ja nun schon seit Jahren am
eigenen Leib. Ein Blick über den großen Teich zeigt,
daß der religiöse Wahn, auch als Fundamentalismus oder
Orthodoxie bezeichnet, mittlerweile auch mehr und mehr Christen
erfaßt. Dort werden vermutlich bereits die nächsten
Kreuzzüge geplant.
Was keines Wissens bedarf? Dazu besser kein Kommentar von mir, das
verbietet mir die Achtung vor dem Menschen.
Ansonsten halte ich es da eher mit Helmut, der für Fälle von
Visionen empfahl, den Arzt aufzusuchen.
Ich kenne keine Atheisten oder Atheismus, Herr Kreutzer.
Jeder Mensch glaubt an etwas, so sind wir nunmal gestrickt. Der eine
glaubt an sich, der andere an die Börsenkurse und der nächste
an die Existenz von Atheismus.
Es ist ja nicht so, daß ich nicht jeden Glauben respektierte,
allerdings nur so lange, wie er sich nicht auf mein Leben, direkt oder
indirekt, zwangsweise auswirkt. Und die Prägung einer Kultur durch
einen Glauben ist etwas, das ich für ein großes Problem und
nicht für ein Heil halte.
Würden Christen sich christlich verhalten, im Sinne der
Nächstenliebe, gäbe es nicht nur in Deutschland erheblich
weniger Probleme, sondern auf der Welt. Daran mögen Sie erkennen,
was Religion und Glaube, auch abseits intelektuellen Narzismusses, wert
sind, welche Bedeutung sie in der gelebten Realität haben.
Die "Realität" des Glaubens
In der Tat: Götter sind Ergebnisse menschlicher Verformung.
Doch der Glaube an „Gott“ ist der Weg zum Leben.
Nicht der Gang des Vorfindbaren ist die Norm.
Dem Säkularismus fehlt der Horizont.
Und Fakten beschränken sich auf die Welt der Phänomene.
Der Glaube hingegen richtet sich auf „was kein Auge je gesehen hat“.
Er ist die Tat, die im Vertrauen auf "" geschieht, und keines
Wissens bedarf.
Als Christ ist für mich das mit Christus Gegebene das Zentrum des Glaubens.
"There are more things ...
... in heaven and earth, Horatio, than are dreamt of in your
philosophy."
Lieber Herr Meier, man kann trefflich darüber streiten, welche
soziopsychologische Bedeutung Religionen haben, aus welchen
Beweggründen - etwa zum Ausgleich gesellschatlicher
Zentrifugalkräfte - sie entstanden sind und ob es Gott wirklich
gibt.
Das tun Gelehrte, Philosophen und viele andere weise Menschen nicht erst
in jüngeren Jahren, zwei seit Jahrhunderten.
Hüten sollten man sich indes davor, den Glauben, der sich selbst
intellektuell nicht zur Disposition stellt, wie sie es tun, als
"Kinderglauben" hinzusteller. Nur weil wir nicht akzeptieren
wollen, dass nicht jeder Mensch als Atheist geboren wird und an Dinge
glaubt, die sich dem faktischen Denken entziehen. Remember: Es
heißt ja "christlicher Glaube". Und nicht
"christliches Wissen".
Bestimmte Kirchenobere sollen mal nicht so sein und sich nicht gleich um
ihre Pfründe sorgen.
Jesus war schließlich auch nur ein Mensch.
Ich jedenfalls hätte ihm von ganzem Herzen eine liebe und
mitfühlende Frau an seiner Seite gegönnt und auch gewünscht.
Jesus war schließlich auch nur ein Mensch?
Oh Gott! NEIN! :-(( . Hat er vielleicht von sich selbst geglaubt, aber was "Kirche" aus ihm gemacht hat ist etwas total anders. . Sieh dir mal den Streit darum an. . Gegen diese theologischen "Weltkriege" ist die Interpretation z.B. von Germanisten über bestimmte Autoren Kindergarten. . DIE MENSCHEN, die für diesen Streit ihr Leben lassen mussten sind unzählbar!
Derartige Verschwörungstheorien sind ja seit dem Roman
"Sakrileg" sehr beliebt, historisch aber nicht haltbar. Ein
ähnliches Beispiel wäre das sogenannte
"Phillipusevangelium", welches eine angebliche Ehe Jesu mit
Maria Magdalena nahelegen soll, aber erst 300 Jahre später verfasst
wurde. Oder das "Barnabasevangelium" von dem heute feststeht,
dass es eine islamische Fälschung darstellt. Die Moral von der
Geschicht: die einzigen authentischen Evangelien, die göttliche
Inspiration beanspruchen können, sind diejenigen vier, die heute in
der Bibel stehen. Daran hat auch die historisch-kritische Forschung
nicht rütteln können, ganz im Gegenteil.
Die Motivation, die nun hinter diesem "Fund" steckt, ist mehr
als durchsichtig, werden ja schon in den ersten Zeilen des Artikels zwei
zentrale Forderungen der Reformchristen genannt.
Martin Arzberger (Arzberg...)
Vielen Dank für die Info mit dem "Barnabasevangelium".
Das bedeutet ja, das die Muslime vermutlich genau das selber gemacht
haben, was sie den Christen unterstellen, nämlich die Schrift
gefälscht. Das ist ja interessant. Man wirft dem Gegenüber
einfach die eigenen Schlechtigkeiten vor, die Methode kennt man ja aus
der Politik, wird gerne gerade von Linken angewendet.
Religionskritik gerne - aber bitte etwas mehr intellektueller Gehalt anstatt Halbwissen
Die Tradition der Kirche und die Forschung legen beide nahe, dass die
Evangelien vor der Zerstörung Jerusalems verfasst wurden. Selbst
die kritischen Stimmen gehen nicht weiter als ~100 n. Chr. Wo haben sie
also ihre 150 Jahre her?
In welchen "wesentlichen" Punkten widersprechen sie sich? Dass
z.B. der Kaufmann in Mt selbst kommt und in Mk seine Diener? Fakt ist,
dass sich die Evangelien nur in Nebensächlichkeiten unterscheiden,
in den wesentlichen Punkten aber übereinstimmen. Dies ist ein
Argument FÜR deren Authenzität. Der Verdacht der
Fälschung oder des Abschreibens entsteht für Historiker
nämlich dann, wenn ein außergewöhnliches Ereignis nur in
Berichten überliefert ist, die vollkommen frei von
Widersprüchen sind.
Interessanterweise wird die christliche Überlieferung, d.h. die
Informationen die in der Kirche über Jahrhunderte bewahrt wurden,
durch die historische Forschung eher bestätigt als widerlegt. Lesen
sie mal ein Buch darüber, um ihr Halbwissen aufzustocken.
Authentisch?
Das zeitgenössischste, also älteste, Evangelium wurde etwa 50
nach Christus geschrieben. Die drei anderen sind zum Teil noch deutlich
älter. Als wie zeitgenössisch können solche Quellen
betrachtet werden?
Ach ja, "göttliche Inspiration" macht natürlich auch
das lückenlose Darstellen von Fakten möglich die sich 150
Jahre früher zugetragen haben.
Stellt sich nur die Frage warum sich die Evangelien dann in
entscheidenden Teilen widersprechen?
Die einzigen authentischen Evangelien, die göttliche Inspiration beanspruchen können,....
.....sind diejenigen vier, die heute in der Bibel stehen.
(....)
das "Barnabasevangelium" von dem heute feststeht, dass es eine
islamische Fälschung darstellt.
(....)
"Phillipusevangelium", welches eine angebliche Ehe Jesu mit
Maria Magdalena nahelegen soll, aber erst 300 Jahre später verfasst wurde.
####
.
Und alle diese "Gewissheiten" sind unumstößliche
Fakten und beruhen auf der Eingebung durch den Herrn?
.
Es ist immer wieder das gleiche Kreuz: Mit "Gläubigen"
kann man nicht rational diskutieren, weil immer wieder der Punkt kommt,
an dem es an die Substanz geht.
.
Sagt
Sikasuu
.
Ps. Welche Version der "Evangelien" ist denn die richtige? Es
gibt so viele, die sich in vielen Punkten wiedersprechen, voneinander
abweichen. Es gab überigens viel MEHR als vier. Die alle nicht
Zeitzeugen waren. Vergl Konzil von Nicäa
.
Pps. Selbst die Evangelisten widersprechen sich teilweise:-) Wer hat
denn jetzt recht. Matheus, Markus,Lukas oder doch Johannes?
Mehr als eine Vorlage zu einem neuen Dan-Brown-Schwachsinn nicht zu erkennen.
Der Inhalt eines Textfragments ( koptisch, aber griechischer Provenienz
- die deutsche "Übersetzung" nicht überprüfbar)
wird interpretatorisch aufgeblasen fast bis zur Unkenntlichkeit des
Fetzens. Die spekulative Interpretation ist zunächst schlichtweg
ein modischer Zeitgeistreflex, der auch publikationssüchtige
Wissenschaftler(innen) zuweilen voll erwischt, wenn die Chance besteht,
ein schwaches Indiz in eine zeitgenössische Diskussion
überzeichnet einzuführen.
Bemerkenswert scheint mir die anachronistische Kommentierung zu sein.
Das Pflichtzölibat für das Priesteramt ist eine pragmatische
Entscheidung des Mittelalters, da waren die zentralen Schriften des NT
längst kanonisiert. Die Anmutung, stramme
Zölibatsanhänger hätten zum Zeitsprung angesetzt und
NT-Texte in ihrem Sinn verändert , spricht gegen sich selbst.Die
Wahrheit dürfte sein, dass "wichtige" Gegenwartsthemen
für die Autoren des 1.+2. nachchristl. Jahrhunderts nahezu
irrelevant waren. Ein 5-Zeiler hätte auch gereicht