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Papyrus-Fund Hatte Jesus eine Ehefrau?

 ·  Hatte Jesus weibliche Jünger? War er gar verheiratet? Ein in koptischer Sprache verfasstes Dokument, das möglicherweise ein Auszug aus einem Evangelium ist, heizt neue Spekulationen an. Eine amerikanische Historikerin stellte den Papyrus-Fetzen nun in Rom vor.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (96)

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Henk Wilbert

Kurz zu den linken Illustrierten

Auch die Zeit titelt: "Papyrusfetzen weist auf Ehefrau von Jesus hin"
Die Gazetten des linken Einheitsbreis beweisen mal wieder, dass sie nicht seriös zu nehmen sind.
Ich bin froh, dass es die FAZ gibt. Spiegel und Co. haben mit Qualitätsjournalismus jedenfalls nichts mehr zu tun.
Da hat selbst die Brigitte noch mehr Niveau.

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Franz Müller
Franz Müller (Franzy) - 19.09.2012 19:35 Uhr

@M. Stemme: Tatsächlich sagt die Bibel garnichts über das Leben des Jesus von Nazareth

Diese mit Inbrunst vorgetragene Behauptung verrät mir eher, dass Sie, verehrter Herr Stemme, garnichts über die Bibel und vor allem garnichts über das Neue Testament wissen ... ;-) Mein Tipp: Lesen Sie nicht soviel ü b e r die Bibel, sondern lesen Sie die Bibel selbst! Das ist etwas völlig anderes.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 20:14 Uhr
Franz Müller
Franz Müller (Franzy) - 20.09.2012 20:14 Uhr

@M. Stemme: Das Wesentliche wird gesagt ...

Die Bibel stellt ihre Erzählungen und Berichte äußerst knapp dar (Papyrus und Pergament waren teuer). Man hat sich auf die wirklich wichtigen Ereignisse beschränkt. Danach begann das irdische Leben Jesu mit seiner Zeugung durch den Heiligen Geist in Maria (es war keine Jungfrauenzeugung im biologischen Sinn, sondern Jesus wurde durch eine männliche Person gezeugt, nämlich den Heiligen Geist; siehe Matthäus 1; daher ist es richtig, den Heiligen Geist "männlich" zu sehen, obwohl das griechische Wort "pneuma" sächlich ist). Der Dienst Jesu begann mit seiner Taufe, dem erneuten Herabsteigen des Heiligen Geistes auf Ihn, obwohl Jesus leibhaftig Gott ist (Kol 2, 9) und der anschließenden Versuchung, die Er überwand. Sein unvergleichliches Wirken, Sein Leiden, Sterben, Seine Auferstehung und Himmelfahrt folgten. Johannes sagte, schriebe man alles auf, was Jesus tat, könnte die Welt die Bücher nicht fassen. Das Wesentliche jedoch wurde überliefert, um Christus, den Erlöser erkennen zu können.

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Matthias Stemme

Sehr geehrter Herr Müller

Ich habe die Bibel gelesen. Passagenweise sogar mehrfach, allerdings nicht unter Anleitung wie sie. Das muß ich zugeben.
Trotzdem hätte ich gern ein von ihnen, und das sollte ihnen mithilfe ihres Leienkurses doch ein leichtes sein, ein Zitat aus einer Bibelstelle in der etwas über den (z.B.) 20-25 jährigen Jesus gesagt wird. Wo war er denn all die Jahre? Was hat er getan? Mit wem? Warum?
Sind sie in der Lage dies aus der Bibel heraus zu lesen? Dann sagen sie mir wo, ich schau nach und wenn sie Recht haben bin ich gern bereit meinen Irrtum einzugestehen.
Können sie dies nicht bleibt auch ihre Behauptung, mit nicht weniger Inbrunst vorgetragen, eben genau dies: eine Behauptung.

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Franz Müller
Franz Müller (Franzy) - 19.09.2012 19:22 Uhr

Der Papyrus ist völlig irrelevant

Es gibt den biblischen Kanon, anhand dessen alle Schriften geprüft werden müssen, ob sie denn dazu passen und denselben Geist "atmen". Ich besuche gerade einen mehrjährigen Laien-Bibelkurs (1x monatlich), wo wir erst vor kurzem das Thema "Bibliologie" behandelt hatten. Teil der Bibliologie ist der Frage gewidmet, wie man eine fremde Schrift beurteilen kann, ob sie denn als "inspiriert", d.h. vom Heiligen Geist eingegeben ("gottgehaucht" 2.Tim 3,16), gelten kann. Die Prüfliste umfasst 8 Punkte. Ich bin sie eben durchgegangen. Danach ist der Text für eine Prüfung völlig ungeeignet, da er keinen Sinn ergibt. Die aus dem Zusammenhang gerissenen Satzfetzen erlauben keine Rückschlüsse über Wahrheit, Christusbezogenheit, geschichtliche Genauigkeit, geistliche Tiefe, Anwendbarkeit, verkündete Tugenden, Akzeptanz und Schreiber. Daher lehne ich den Papyus als völlig irrelevant ab. Trotzdem ist der Fund interessant, da ich gleich mein neu erworbenes Wissen erfolgreich testen und anwenden konnte!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 18:31 Uhr
Dr. Wolfgang Klein

Sie brauchen nicht mehr auszuwählen, Herr Müller ...

... das mit der Auswahl hat Irenäus von Lyon im 2. Jh. n. Chr. schon besorgt. Dem sind nämlich durch ein Wunder die kanonischen Schriften vom Fußboden auf den Tisch gesprungen. Ich wette, so etwas können Sie nicht vorweisen.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 19.09.2012 16:39 Uhr

Das einzig Sensationelle daran ist doch

das die FAZ und andere keine Journalisten haben mit einer Thelogischen Ausbildung die zum Beispiel wissen das das Evangelium nach Maria (Magdalena) viel weiter geht als der Skripsel ... (und wohl auch aus der gleichen Zeit kommt).
Und das weiß man seit vielen vielen Jahren, aber man weiß auch das dieses Evangelium nach Maria keine Verbreitung hatte und wohl nur eine Sonderlehre (Gnosis) ist. Ähnlich wie Sonderlehren von manchen Sekten Heute.

PS: Das Evangelium nach Maria kann man im Internet in Deutsch nachlesen ... bzw. gibt es eine sehr gute Übersetzung von Klaus Berger.

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Paul Rabe

"Jesus" ist nur eine Erfindung der Römer

Wir schließen heute aus der Tatsache, daß es zweifellos Christen gab und gibt, daß es auch einen Jesus gegeben haben müsste. Aber das kann man sehr anzweifeln.
Man stelle sich kurz die Situation vor:
Ein junger Mann wächst in einem von Römern besetzten und äußerst brutal unterdrückten Land auf. Brutalste Folter (Kreuzigung...) und Enteignungen gehören zum Alltag. Der Mann gründet eine religiöse Splittergruppe, eine Art Sekte. Er kritisiert die Zustände seiner Zeit radikal, er bricht mit vielen Gesetzen und Geboten und verkündet eine neue Heilslehre, er legt sich mit den Autoritäten an.
ABER er kritisiert nicht den brutalen und menschenverachtenden Besatzer. Im Gegenteil er ruft dazu auf "dem Kaiser zu geben was des Kaisers ist".
So eine Figur kann sich nur ausdenken, wer ein Interesse daran hat....

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 17:45 Uhr
Karl Hammer

nur die Ruhe

Sie sollten Ihr "Wissen" nicht ausschließlich von N-TV beziehen.
Oder hatten sie evangelischen Religionsunterricht? :-))

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 19.09.2012 17:05 Uhr

... ein Tipp von mir

Bibel lesen und Geschichte studieren.

Denn wenn es so gewesen wäre, dann hätte es damals außerhalb des römischen Reiches keine Christen geben dürfen. Gab es aber, z.B.: Persien, Indien, Ähtiopien etc...

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Thomas Slowig
Thomas Slowig (Silouan) - 19.09.2012 16:15 Uhr

Kein ernsthafter Historiker

würde diesen Text für eine Rekonstruktion des historischen Jesus in Betracht ziehen.
Über diesen Text aus dem 4. Jh. ist die Vorgeschichte äußerst unklar, reiht sich damit jedoch ein in Erfindungen wie das "Kindheitsevangelium Jesu", Äußerungen der Frömmigkeit ohne jegliche historische Bedeutung für den sogenannten historischen Jesus (aber mit viel Bedeutung für die Kirchengeschichte!). Haben wir doch Quellen, die zwei bis drei Jahrhunderte früher datieren (z.B. die Evangelien in der Bibel!). In diesen historisch aussagekräftigsten Schriften steht nirgends etwas über eine Frau Jesu; sicher ist jedoch, dass er viele Frauen unter seinen Jüngern hatte. Man darf also so etwas als "frommen Wunsch" einordnen. Immerhin, gesichert ist, dass Petrus eine Frau hatte...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 20:42 Uhr
Thomas Slowig
Thomas Slowig (Silouan) - 19.09.2012 20:42 Uhr

Aufklärung

Die Evangelien haben schriftliche Quellen bereits zur Grundlage, die nach Meinung von Experten bis in die 40er Jahre zurückdatieren. Wenn sie sich widersprächen - hätte man sie denn dann beieinander stehen gelassen? Es ist erstaunlich, wie viele Parallelen bei je unterschiedlichen Blickwinkeln es doch gibt. Nicht umsonst gibt es Bücher, in denen die Perikopen nebeneinander gestellt werden zum Vergleich. Auch wenn deren Reihenfolge oft unterschiedlich in den Evangelien ist, so haben sie dennoch oft fast identischen Inhalt, bei je eigener Pointierung.
Die "Auswahl der Evangelien - wie im übrigen des ntl. Kanons - stand im Grunde schon um 200 fest. Nur um bestimmte randständige Schriften (Apk, Hebr, kath. Briefe) wurde noch gerungen. Bei der Wahl hat der Heilige Geist geholfen: Wenn sie jene Schriften, die nicht in den Kanon aufgenommen wurden, sich einmal zu Gemüte führen, können sie diese Entscheidung sicherlich nachvollziehen.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 19.09.2012 15:55 Uhr

Je länger ich über Jesus Christus nachdenke,

desto mehr erscheint mir - als ehemaliger Katholik - bei der "Nachrichtenlage" sein Status als Sohn Gottes mehr als fraglich. Wesentlich logischer und in sich schlüssig stellt sich der Islam dar, der auch in Bezug auf die Authentizität des Propheten Mohammed, d.h. seines Lebens und seiner Aussagen, wesentlich klarer und vor allem auch beweisbarer ist als das neutestamentarische Christentum. Sollte Jesus doch nur einer von vielen Propheten gewesen sein?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 03:15 Uhr
Karl Hammer

@Dr. Thomas Kanthak (Mayfair)

Dann liefern Sie doch mal einen naturwissenschaftlichen Beweis ihres Bewusstseins, ihres Erlebens von sich selbst. Wurden im CERN jetzt doch endlich die Geistteilchen und die Bewusstseinsenergie gefunden?
Klären Sie uns auf, wir sind alle ganz begierig nach höherer Erkenntnis. Aber kommen Sie jetzt bitte nicht mit chemischen und elektrischen Prozessen, die finden in meinem Glas Bier auch statt (sie können natürlich gerne auch Wein nehmen).

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Karl Hammer

Der Haken ist,...

"beweisbar" ist da nichts.
Der Islam versucht aufgrund einer verifizierten Überlieferungskette, den Aussagen Mohammeds eine "bewiesene" Authentizität der Überlieferung zu geben. Genau das ist auch der Grund, warum Muslime auf Kritik an Mohammed so allergisch reagieren. Die Aussagen Mohammens selber sind nämlich der Schwachpunkt. Was nützt eine authentische Überlieferung, wenn schon die Quelle nichts taugt?
Man ist auf die Aussagen der Menschen von damals angewiesen, auf deren persönliche Einschätzung und unsere eigene Einschätzung vom dem Allen, der genaue Wortlaut ist eigentlich egal!
Nun ist überliefert, das Jesus Christus Wunder getan hat zum Beweis seiner Authorität und ausschließlich zum Wohle der Menschen. Kein fauler Zauber, sondern Hilfe und Heilung von Kranken. Und tausende folgten ihm. Sein Leben und seine Taten waren makellos. Alles ist in sich stimmig, incl. der Ankündigungen im AT und des Opfertodes am Kreuz. Er hat vorgelebt was er sagte und alles war Gut durch und durch.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 19.09.2012 16:34 Uhr

Mohammed ... der Warlord, mit 12 Frauen und vielen andere?

Ich denke wenn man die Rosa Brille aufsetzt dann ist selbst Mohammed ein Heiliger. Nur verträgt es sicher wenig mit dem "Heiligsein" wenn man bedenkt das Mohammed 75 Kriege geführt hat, sich eine Beutesure aus den Fingern hat saugen lassen damit er mind. 20 % der Beute bekommt und das er neben seinen 12 Faune auch noch X Sklavinnen hatte. etc...
Das es Salafisten gibt die das gut finden mag sein ... aber sonst?

Degegen ist an Jesus eines besonders autentisch: Jesus. Er ist 100 % gut, er ist 100 % richtig, er 100 % die Liebe.
Davon ist alles entfernt was in anderne Religionen so unterwegs ist.

Deshalb meine ich: Jesus oder Mohammed?
Jesus, weil er der gute ist.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 19.09.2012 16:22 Uhr

....als ehemaliger Katholik - bei der "Nachrichtenlage"....

Die ist unverändert! Textkritischer, archeologischer, hermeneutischer... Umgang mit dem "gesamten Informationen" erbingen seit Jahren nicht anders.
.
Zitat;... Authentizität des Propheten Mohammed
.
Ziemlich platter Provikationsversuch:-((
.
Zitat:..Sollte Jesus doch nur einer von vielen Propheten gewesen sein?
.
Wenn es eine Historische Figur gegeben hat, war das ein Prediger einer jüdischen Sekte (von denen es zu dieser Zeit sehr viele gegeben hat) der in einem politisch unüberschaubaren Umfald (römisches Weltreich) gewirkt hat.
.
Der Rest ist unhistorisch, aka Theologie, Glauben.
.

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Karl Hammer

Für den Spielgel steht die Sache schon fest

Er macht aus „Jesus sagte zu ihnen, meine Frau...“- "Jesus sagte zu ihnen: Meine Ehefrau".
So schnell geht das im deutschen Qualitätsjouralissmus. Was brauchen wir da noch Wissenschaftler? Der deutsche Journalist kennt bereits die Welt und kann uns alles erklären.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 19.09.2012 14:44 Uhr

Mein Gott! Haben wir Probleme?

Jetzt 45 Beiträge ob ein vor 2.000 Jahren von einer jüdischen Sekte verehrter Prediger verheiratet war oder nicht? Über ein Textbruchstück von nicht einmal 500 Worten.
.
Hat das auch nur die geringste Relevanz für den "Aberglauben" der sich heute als Christentum ausgibt?
.
Hallo, es hat so etwas wie AUFKLÄRUNG gegeben! Es ist in EUROPA möglich, ohne Glauben an ein "höheres Wesen das wir verehren" (Zitat:H.Böll) zu leben. Es gab Kant mit seinem Imperativ, die Enzyklopädisten, Keppler, Newton, Galliei......
.
Ich finde es gar nicht lustig, hier (an anderer Stelle) böse Sprüche über "den Islam" zu lesen, hier aber mit feinen Abstufungen fast das gleich zu finden:-((
.
Ist doch immer wieder überraschend, wie dünn der rationale, kulturelle Firnis in unserer Gesellschaft ist.
.
Meint
Sikasuu
.
@redaktion: Die o.a.Definition ist keine Abwertung einer glaubensrichtung, sondern m.M.n. eine sehr wohl begründete Meinung! :-)))

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 18:27 Uhr
fred meier
fred meier (Sikasuu) - 19.09.2012 18:27 Uhr

Aufklärung hat nichts damit zu tun das Religion oder das Christentum widerlegt ist.

Warum etwas Widerlegen was nie bewiesen wurde?
.
Religion ist eine schöne, vielleicht auch wichtige Krücke auf dem Weg zum "eigenverantwortlichen" Menschen. Wo steht geschrieben, das man das/die nicht überwinden kann.
.
Kopernikus war Kirchenmann(Domherr), Keppler,Newton ging Sonntags in die Kirche.... Franko, Pinochet.... waren bestimmt fromme Männer und haben geglaubt! Selbst Einstein als er Probleme mit dem Verständniss der Quantentheoriehatte, hat gesagt: Gott würfelt nicht! Und?
.
Was beweist das?
.
Was hat "Glaube" an einen Schöpfungsakt mit Religion klassischer und heutiger Ausprägung (Machtausübung) zu tun
.
Grinsegruesse
Sikasuu
.
Ps. Lesefähigkeit? Mein Grundeinwand bezog sich auf Jesus=Verheiratet= 500 Zeichen alten Text! Jetzt wird es etwas ganz anders:-)

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 19.09.2012 16:42 Uhr

Aufklärung ?

Überlegen Sie mal welchen Teil der Aufklärung haben Sie nicht verstanden das sie so was schreiben?

Denn Aufklärung hat nichts damit zu tun das Religion oder das Christentum widerlegt ist.

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Heinrich Schönemann

ganz schön ignorant, herr meier

und kaum erstaunlich, dass sie die von ihnen aufgeworfenen fragen nicht selbst beantworten können. aber in zeiten aufkeimender "religious correctness" ist ihr energisch-provozierender beitrag dann doch befreiend. danke!

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Henk Wilbert

Der "Sinn" der Aufklärung

„Ist doch immer wieder überraschend, wie dünn der rationale, kulturelle Firnis in unserer Gesellschaft ist.“

Sie sagen es. Die Ratio ist begrenzt. Das gilt aber nicht nur gesellschaftlich, sondern generell.
Kant hat noch um die Grenzen der Vernunft gewusst.
Newton war übrigens ein gläubiger Mensch.
Der Neuatheismus legt sich seinen Begriff der Aufklärung zurecht.
Aufklärung ist aber mitnichten gegen den Glauben an sich gerichtet.

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Marcus Baumgärtner

Dafür dass dieses Thema derart irrelevant sein soll,

mischen Sie aber ganz schön kräftig mit ;-)

Im Übrigen brachte die Aufklärung die Emanzipation von den Herrschern und deren Zwängen. Ob diese auch den Schöpfer obsolet macht, darf und muss jeder für sich selbst entscheiden.
Diese Antwort sollte man also weder Kant, noch Böll überlassen, auch nicht Kepler, Galilei und Newton. Wobei letztgenannte zeitlebens Christen waren und somit denkbar ungeeignete Zeugen gegen den Schöpfer sind (sondern bestenfalls gegen die Amtskirche).

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Johannes Brahm
Johannes Brahm (louhan) - 19.09.2012 14:33 Uhr

Wo ist die Sensation ?

Waren dies nicht die Zeiten wo sich in Ägypten die Gnostiker und Manichäer ihr eigenes Christentum bastelten, die Entstehungsjahre der apokryphen also nicht in den christlichen Kanon aufgenommenen Schriften, wie Thomas- und Judasevangelium ?
Darüber gibt es mehr oder weniger seriöse Literatur im Überfluß, bis hin zu den üblichen Verschwörungstheorien.
Wo ist also die Sensation eines Papyrusfetzens, auf dem 300 Jahre nach Christus irgend jemand irgend etwas in einem Halbsatz über Jesus andeutet ?!
Schon recht dass der Artikel in der Sparte "Gesellschaft" und nicht "Wissen" bei der Faz erschienen ist.

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Andrea Reichard

Natürlich hatte Jesus weibliche Jüngerinnen.

Es folgten ihm viele Frauen, die ihm mit ihrer Habe dienten. Lukas 8, 3

Einige standen ihm sogar besonders nahe, z.B. Maria von Bethanien, die Schwester des Lazarus, die seine Füsse mit kostbarem Öl salbte und mit ihren Haaren trocknete (Johannes 12) und die zu seinen Füssen sass und ihm zuhörte, während ihre Schwester Martha bemüht war ihm durch ihre hausfrauliche Tätigkeit seinen Besuch zu verschönern. (Lukas 10, 38)

Die zwölf Jünger waren aus diesen Jüngern besonders auserwählt worden, nachdem Jesus eine Nacht darüber im Gebet verbracht hatte um sich vom Vater zeigen zu lassen, wen er auswählen sollte. Sie sind alle einen Märtyrertod gestorben ausser Johannes.

Steht doch alles in der Bibel!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 15:57 Uhr
Karl Hammer

Steht doch alles in der Bibel!

Ja, da steht eine Menge drin, nur, es liest sie keiner. Zumindest kein linker Mainstreamjournalist.
Ich glaube auch nicht, daß dies etwas mit der Frage nach der männlichen Priesterschaft zu tun hat. Das hat doch eher etwas mit der Rolle des weiblichen und des männlichen Prinzips in der Schöpfung (was es nach den Gendermainstreamern ja gar nicht gibt) und mit dem profanen Umstand zu tun, daß Frauen Kinder bekommen um die sie sich kümmern müssen.
Zur Sexualität sagt die Bidel eigentlich eher wenig. Der Mensch soll monogam leben und bei dem ihm bestimmten Partner bleiben, analverkehr ist verboten und der Mensch soll sich nicht zum Sklaven seiner Sinne machen, aber das gilt nicht nur in diesem Zusammenhang.

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Ewald Hejl
Ewald Hejl (Stejnberg) - 19.09.2012 15:38 Uhr

weibliche Jüngerinnen

S.g. Frau Reichard, ich erlaube mir, darauf hinzuweisen, dass "Jüngerinnen" definitionsgemäß immer weiblich sind. Aber Spaß beiseite: Sie haben natürlich recht, wenn Sie auf entsprechende Textstellen des Neuen Testaments hinweisen. Der historische Jesus ist vor allem der der Bibel. Aus gutem Grund wurde nicht jeder Unsinn in den Kanon aufgenommen. Die Spekulation über sexuelle Befindlichkeiten hat aber anscheinend einen höheren Unterhaltungswert. Wir Christen sollten uns dadurch nicht beirren lassen.

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Markus Baum

Jesus und weibliche Jünger - selbstverständlich. Verheiratet - dann hätten Tausende dicht gehalten.

Die erste Frage des Artikels ist keine - denn natürlich hatte Jesus Jüngerinnen; einige sind namentlich bekannt - und nehmen in der Kirchen- und Heilsgeschichte prominente Plätze ein, z.B. als die ersten Zeuginnen des Ostergeschehens. Wäre Jesus verheiratet gewesen - wie hätte man das in einer ähnlich schwatzhaften und sensationsgierigen Gesellschaft wie der heutigen auch nur für eine Woche geheim halten können? Höchst unwahrscheinlich. Das ist so abwegig, wie wenn man dem notorisch verheirateten Apostel Petrus ein allzeit zölibatäres Leben andichtet. Ja, der Wanderprediger aus Nazareth hatte Frauen in seiner mobilen Schule - und nein, nach allem, was wir wissen können und was vernünftigerweise als gesichert gilt, war er solo.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 16:28 Uhr
Markus Baum

Tausende...

... Anhänger wie auch Gegner des Nazareners, die ihn selbst erlebt haben, seine Herkunft genau verorten konnten (Galiläa, Nazareth, Sohn der Maria), eine gewisse Wegstrecke mit ihm gegangen sind oder ihn für eine gewisse Zeit kritisch beobachtet haben. Gäbe es mehr über ihn zu erzählen, mehr handfeste Facts - es wäre bekannt.

Die sog. "Kindheitsevangelien" und andere Werke, die die biografische Lücke zwischen dem Weihnachtsevangelium und der Wirksamkeit zu schließen versuchen, sind erwiesener Maßen allesamt deutlich später entstanden als die zeitnah entstandenen Evangelien, die sich nachweislich noch auf Augenzeugen stützen konnten.

Kurzum: Über die Kinder- und Jugend- und Junge-Erwachsenen-Jahre Jesu gibt es keine Berichte, weil es nichts zu berichten gab. Noch nicht mal Family-News über die Tatsache hinaus, dass er mindestens vier Brüder und mindestens zwei Schwestern hatte und seine Mutter noch am Leben war, von einem leiblichen Vater aber keine Rede ist.

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Matthias Stemme

Tatsächlich sagt die Bibel

garnichts über das Leben des Jesus von Nazareth.
Wir erfahren von seiner Geburt und von seinem Wirken kurz vor seinem Tod. Einiges wird über die Art seines Ablebens und ein klein wenig über sein späteres Wiederauftauchen berichtet.
Dazwischen liegen ca. 30 Jahre seines Lebens die im kompletten neuen Testament mit keinem Wort erwähnt werden. Weder lesen wir dort wohin er ging, noch woher er kam oder was er da wo er sich aufgehalten hat getan hat. Tatsächlich könnte es genauso gut sein das er bei seinem Vater im Himmel war wenn man das denn annehmen möchte.
Tatsache bleibt: die Bibel schweigt sich aus über das Leben des Religionssstifters und so wissen wir ... nichts. Und schon garnichts über das "mit wem".

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Konstantinos Dafalias

Welche Tausenden?

Meines Wissens gibt es 4 Evangelien, die keine Eheschließung Jesu erwähnen.
Er hat bis 30 ein normales Leben geführt, da ist es mehr als plausible, dass er verheiratet war. Ein paar subtile Hinweise in den Evangelien gibt es.

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Andrea Reichard

Verachtet war er und verlassen von den

Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er und wir achteten ihn nicht.
Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.
Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. ...

Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben; durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen.... Jesaja 53

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, , nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Johannes 3, 16.

Der Herr Jesus kam um für uns zu sterben und nicht um zu heiraten

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 14:13 Uhr
Matthias Stemme

Wie will er denn bitte

wahres Leid erfahrén haben wenn er nicht verheiratet war?

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Alexander Weiss

Hier die Vorab-Version des Artikels von Karen King

der in der Januar-Ausgabe der Harvard Theological Review erscheinen wird und den King selbst in's Netz gestellt hat: Vergleicht man den vollkommen seriösen Text von King (die nirgends behauptet, das Papyrus-Fragment sei ein Beweis dafür, dass Jesus verheiratet war) mit der hier (und auf anderen online-Portalen) wiedergegebenen Presseagentur-Meldung - dann sieht man noch einmal wie schwer vermittelbar seriöse Geisteswissenschaft ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 14:12 Uhr
Matthias Stemme

Generell

ist hier die Verklinkung auf andere Seiten nicht zulässig um abgesichert zu sein gegen eventuell anstößige, gesetzeswidrige Inhalte. Eventuell hat auch das Copyright damit zu tun.
Wie auch immer: keine links in diesem Forum ;)

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Alexander Weiss

Nochmal

diesmal nicht mit Link auf die pdf (der von den FAZ-Moderatoren gelöscht wurde, obwohl die pdf von Karen King wie gesagt selbst in's Netz gestellt wurde), sondern mit Link auf die Harvard-Website, auf der Karen King alles handlich aufbereitet.

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Jan Frisch

Selbstverständlich...

war der historische Jesus verheiratet, alles andere hätte ihn zu einem gesellschaftlichen Sonderling gemacht, dem garantiert keine Menschen(massen) zu gehört hätten.
Der Zölibat hingegen, auch das ist belegt, war eine Erfindung der mittelalterlichen Klöster, bei dem es, wie so oft, ausschließlich darum ging, die Hinterbliebenen der Mönche nicht durchfüttern zu müssen. "Ora et labora" - das sollten die Mönche leisten, um den Reichtum der Kirche zu mehren. Die Ehelosigkeit hatte nie etwas mit dem historischen Vorbild Jesu zu tun, es ging und geht immer nur um das Eine - Geld, Macht, Resourcen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 17:05 Uhr
irisz sipos

sie irren in vielen Punkten massiv

Das Zölibat als Einrichtung für das Priesteramt ist jung - das ist korrekt. Die Ehelosigkeit und sexuelle Askese aber ist eine sehr altes, in allen Hochreiligionen bekanntes Phänomen, allerdings ein Rand- bzw. Ausnahmephänomen. Oft temporär (bis zur Lebensmitte bei den einen, nach der Lebensmitte bei den anderen)

Das biblische Judentum kennt charismatische Gestalten, die aus kultischen Gründen nicht heirateten. Im Judaismus zur Zeit Jesu war es u.a. die Essener-Bewegung, deren Mitglieder oft ehelos lebten. Es gibt also keine Veranlassung, Jesu Ehelosigkeit als historisch unbegründbar darzustellen. Im Gegenteil.

Sonderlingen hat man sehr wohl gern zugehört - damals wie heute.

Und: Priesterzölibat und monastisches Leben in Keuschheit sind zwei Paar Schuhe - theologisch wie kirchenrechtlich. Mönche hatten keinen Anteil am Kirchenreichtum, sie lebten in persönlicher Besitzlosigkeit. Es gab wohl reiche und arme Klöster - "die Kirche" hatten aber keinen Zugriff auf diesen Besitz.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 19.09.2012 16:46 Uhr

War Jesus den kein Sonderling?

Also so normal war seine Lebensweg auch nicht...

Oder war es damals normal das ein einfacher Zimmermannssohn klüger war als alle Gelehrten und zugleich das er unzählige Menschen geheilt hat?

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Tobias Schmid

Nur eine kleine Korrektur:

das christliche Mönchtum war immer zolibatär seit seinen spätantiken Wurzeln. Bei Weltgeistlichen war es tatsächlich bis ins beginnende 11. Jh. üblich, daß sie verheiratet waren und auch Kinder hatten. Um das Jahr 1000 wurde der Zölibat dann auch auf diese Gruppe des Klerus ausgedehnt. Das hatte zum einen tatsächlich monetäre Gründe (der Kirchenbesitz wurde nicht mehr an die Pfarrerskinder als Erbe aufgeteilt), zum anderen spielte jedoch die Endzeiterwartung in dieser Epoche eine Rolle. Die Menschen glaubten kurz vor dem Ende der Welt Gott gnädig stimmen zu müssen mit neuen, schöneren Kirchen und einer gottgefälligen Lebensweise. Allerdings dauerte es ein paar Jahrzehnte, bis der Zölibat dann in der Weltgeistlichkeit durchgesetzt war.

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Thomas Kobler

Man kann nur hoffen, dass...

...in ferner Zukunft nicht einmal genau ein Teil jener Zeitungsseite gefunden wird, wo Ausserirdische einen Erdenbürger in ihr Raumschiff entführt haben sollen, und Frau Hund beisst. Die Menschheitsgeschichte stünde Kopf.

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Otto Meier

War Jesus doch nur ein ganz normaler Mensch und sind Götter doch nur Ergebnisse menschlicher

Phantasie? Alles spricht dafür, denn wirkliche Beweise gibt es nicht. Der Mensch sollte wirklich so langsam in der Lage sein, der Realität in's Auge zu sehen, daß ihn, was sein Leben betrifft, nichts von jedem anderen Lebewesen auf dieser Erde unterscheidet. Mit dem Tod ist die Existenz beendet, da wartet kein Himmel und keine Hölle, auch nicht mit Jungfrauen, auf einen Geist, der solch physische Freuden oder Schmerzen ja doch nicht mehr erfahren könnte.

Sicher, abseits des Kinderglaubens früherer Zeiten haben sich viele intelligente Menschen Gedanken darüber gemacht, wie man den Kinderglauben in etwas übersetzen kann, mit dem man auch intelligente und gebildete Menschen animieren kann, doch letztlich läuft es immer nur darauf hinaus, glauben zu müssen. Fakten gibt es keine.

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Antworten (19) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.09.2012 13:07 Uhr
Otto Meier

Befreiung von fremden und selbst auferlegten Zwängen, Herr Hammer.

Zu den aktuellen "Sünden" der Kirche finden Sie genug im Internet, das würde hier den Rahmen sprengen. Aber eine Kirche der Nächstenliebe, die eher an der Mehrung ihres Reichtums, denn an Teilung ihres Mantels interessiert ist, die ist nun einmal unglaubwürdig. In Deutschland erfahren sie das umgehend, wenn sie die Zwangsabgabe der Kirchensteuer ablehnen. Dann werden sie aus dem Taufregister gestrichen und damit exkommuniziert.

Zwänge passen nicht zu Religionen und deshalb, weil die Strukturen der Institutionen auf Zwänge bauen, kann da etwas nicht stimmen. Weltlichen Strukturen sind dagegen aus vielerlei Gründen immer notgedrungen mit Zwängen behaftet, sonst hätten sie meist nicht lange Bestand.

Das Ziel muß es also sein, all diese Zwänge durch Motivation auf freiwilliger Basis zu ersetzen. Nun ließe sich darüber wieder trefflich streiten, aber ich träume zwar, bin aber kein Träumer. Und so bleibt realistisch in vielen Dingen eben nur die innere Befreiung. Noch.

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Karl Hammer

@Otto Meier

Wie genau sieht die Befreiung des Menschen aus?
Befreien kann ich mich von weltlicher Unterdrückung vornehmlich durch staatsartige Organisationen. Die neueste Unterdrückung geschieht gerade durch den ESM. Was hat das mit Religion zu tun? Mag sein, daß in der Vergangenheit kirchliche Organisationen ihre Macht missbraucht haben, das haben schon viele Organisationen gemacht, auch unter atheistischen Vorzeichen, siehe Kommunismus. Missbrauchen kann man alles. Was hat das mit Religion zu tun?
Das lässt sich in keinster Weise aus der heiligen Schrift ableiten.
So gesehen interessiert mich eine mögliche Unterdrückung der Kirche in der Vergangenheit nicht besonders, oder eben nur historisch. Mich interessiert diesbezüglich nur die aktuelle, gerade laufende Unterdrückung durch die EU und daran ist die Kirche nun wirklich nicht schuld.

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Otto Meier

Na ja, Herr Hammer, es hat schon seinen Grund, warum die Katholiken so verklemmt sind. ;-)

Jedenfalls die, die ihre Religion und ihren Glauben ernst nehmen. Interessant nur, daß das für viele Inhaber von Kirchenämtern nicht zu gelten scheint. Und das hat seinen Grund, da die Katholische Kirche lange Zeit einer der größten Ausbeuter war. Immer schön der Kirchenfürsten Untertanen sollten die Menschen sein, daher diese Regeln, daher die lateinische Messe, daher Hexenverbrennungen und Kreuzzüge. Und ich kann mich des Eindrucks wirklich nicht erwehren, daß die katholische Kirche gerne zu ihren Wurzeln zurückkehren würde.

Die Sünde ist das Mittel zur Unterdrückung und Ausbeutung schlechthin. Und der Monotheismus ist das Mittel zum Machterhalt. Götzen und Götter stören da doch nur.

Im Buddhismus kenne ich mich nicht so aus, aber den Zwang ein Heiliger sein zu müssen, gibt es dort wohl nicht, da im Buddhismus der fehlende Mensch der Standard ist und dieser sich nur bessern soll. In die Hölle kommen Buddhisten jedenfalls nicht.

Nein, der Mensch sollte sich endlich selbst befreien.

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Karl Hammer

@Otto Meier

Also, Sehnsucht nach ewigem Leben oder ewigem Glück hatte ich nie. Et kütt wie et kütt und ich kann mich wirklich nicht beklagen. Bin gesund, Deutscher, also in Kultur und Wohlstand hineingeboren und habe gute Freunde und Familie. Was kann man mehr wollen?
Auf das Versprechen der Ewigkeit bin ich erst durch die Bibel gestoßen. Aber insgesamt nimmt das in dem Buch doch einen eher geringen Umfang ein und so wirklich erklärt, was das denn genau ist, ist es auch nicht. Den meisten Raum nimmt die Forderung ein, des lebendigen Gottes Willen hier auf der Erde zu tun und dabei das eigene Ego hinten anzustellen (was man bei den Buddhisten auch findet). Immer und immer wieder wird gewarnt, Götzen anzubeten, wobei Götzen als das tote Werk menschlicher Hände definiert werden. Und man soll sein Leben nicht den Sinnen unterwerfen, d.h. der Geist soll sich nicht vom Weltlichen regieren lassen (durch den Satan), denn das entfernt den Menschen von Gott und genau das ist die Sünde. Geist ist Leben.

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Otto Meier

Nun, bei mir war es umgekehrt, Herr Hammer.

Wobei die Religionen mir weniger Kopfschmerzen bereiten, als die Institutionen. So ist die katholische Amtskirche eben wenig geeignet, Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu verbreiten.

Das Wissen der Menschheit ist noch sehr begrenzt, das des Einzelnen noch mehr. Da ist es wohl mehr als verständlich, von einer besseren Welt zu träumen und sei es, daß diese erst im "Jenseits" wartet. Das wurde von den Religionen und ihren Institutionen immer schon weidlich ausgenutzt, denn der Glaube an das Unerklärliche war immer schon ein gutes Druckmittel, das keiner näheren Begründung bedurfte, da der Mensch eben so veranlagt ist, glauben und hoffen zu wollen. Wer diese Sehnsüchte des Menschen nach ewigem Leben im Glück mit Vertrauen versehen kann, kann Menschen extrem einfach manipulieren.

Dabei hätten Religionen die Menschheit wirklich weit voran bringen können, würden sie sich mit mehr Toleranz begegnen. Geben sie nicht alle vor, den Menschen das Glück zu bringen?

Nun ja, nach dem Tode sind wir ...

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Karl Hammer

@Otto Meier: Glaube heißt auch Vertrauen

Sehr geehrter Herr Meier,
Dann dieses noch (warscheinlich wird die Diskussion bald geschlossen).
Im Grunde geht es doch um die Suche nach Wahrheit. Man möchte wissen, was wirklich ist.
Ich selber bin religionsfern erzogen und durch die Beschäftigung mit der Wissenschaft zur Religion gekommen. Erstaunlich, nicht wahr? Als mir klar wurde, daß die Wissenschaft prinzipiell keine letzgültigen Antworten geben kann und daß letztlich alles auf Glauben basiert, selbst das wissenschaftliche Weltbild und sogar der Atheismus, weil man eben nicht wissen KANN, habe ich die Religion in einem neuen Licht gesehen. Ich habe die Bibel gelesen und sehr viele erstaunliche Dinge darin gefunden, z.B. die Aussage, daß der Mensch nicht wissen kann. Ganz so dumm waren die Leute damals also nicht. Und vielleicht steckt ja auch das dahinter, von dem sie selber sagten, daß es dahinter steckt. Glaube heißt auch Vertrauen.
Von einer besseren Welt träume ich übrigens nicht, ich finde sie gut wie sie ist.
Alles Gute.

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Otto Meier

Würden sich Religionen und Gläubige auf die Umsetzung der Nächstenliebe konzentrieren, Herr Hammer,

ich könnte selbst zum "Gläubigen" werden.

Irgendein schlauer Mensch hat mal gesagt, ich weiß, daß ich nichts weiß. Das gilt auch für mich. Daher lehne ich es ja auch nicht ab, zu glauben, zu hoffen oder zu beten. Wie ich schon schrieb, gibt es keinen Atheismus, denn selbst ich träume von einer besseren Welt und was ist das anderes als Glaube und Hoffnung.

Urknall, Raum und Zeit, wer weiß das schon? Ich jedenfalls nicht und die Wissenschaft hat auch noch kein Intelligenzgen gefunden oder kann die Funktionsweise des Gehirns erklären. Und was gestern noch als sicher galt, daß die Erde eine Scheibe sei, gilt heute längst nicht mehr. Ja, Wissenschaft wird auch oft überbewertet. Deshalb sträube ich mich eben dagegen, Theologie als Wissenschaft zu betrachten. Was käme denn dabei heraus, würden Theologen falsifizieren, wenn ich die Fragen stellte?

Aber gut, dies ist wohl nicht der richtige Ort, um derartige Diskussionen zu führen, oder? Für Denkanstöße aber reicht es allemal und dafür Danke

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Otto Meier

Sehr geehrter Herr Hammer,

ich will es mal so ausdrücken, Wissenschaft bedeutet für mich, daß am Ende eine gültige Aussage steht, die nachvollziehbar, wiederholbar und somit beweisfähig ist. Alles andere fällt bei mir unter den Begriff Pseudowissenschaft.

Selbstverständlich setzt jeder Mensch andere Prioritäten, erlebt die Welt durch seine eigene Brille, allerdings nicht unwesentlich geprägt durch seine persönliche Umwelt. Allein die menschlichen Emotionen und ihre Auswirkungen füllen ganze Bibliotheken und man könnte sie ein Leben lang diskutieren, ohne zu einem Ergebnis zu kommen.

Daher sind Religionen und Glaube, unabhängig irgendeiner Beweisfähigkeit, für jeden Menschen unterschiedlich in ihrer Bedeutung. Das respektiere ich auch, solange ich dadurch nicht tangiert werde. Wenn ich aber durch Religionen oder Gläubige in meiner Freiheit oder sonstwie bedroht bin, dann hört der Spaß auf. Dann erwarte ich irgendeine nachvollziehbare Begründung und keinen Kinderkram.

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Karl Hammer

@Otto Meier: PS: noch kurz zum Urknall

Die Naturwissenschaft ist so gut, weil Sie mit experimentell falsifizierbaren Theorieen arbeitet. D.h. es wird versucht eine Theorie experimentell zu wiederlegen. gelingt dies nicht, gilt sie als richtig, solange bis eine bessere Theorie daherkommt.
Der Kern der Naturwissenschaft ist das Experiment!
Experimente erfordern Messgeräte, im einfachsten Fall unsere Augen oder eine "Prothese" wie der LHC im CERN. Aber das Messgerät MUß mit dem Untersuchungsgegenstand interagieren können, also wechselwirken. Desswegen muß das Messgerät selber Teil der zu untersuchenden Welt sein. Sie können nur ein Teilchen sehen oder messen, das Teil des Dinglichen Universums ist. Desswegen kann die Naturwissenschaft keine Aussage über etwas machen, das "ausserhalb" des Raumes und der Zeit liegt. Nicht weil wir noch nicht so weit sind, sondern weil das nicht geht! (Fragen Sie einen Naturwissenschaftler)
Und es gilt inzwischen als sicher, das Raum und Zeit nicht ewig sind, bzw. waren (wie auch immer).

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Karl Hammer

@Otto Meier: Was geschieht denn wirklich?

Wenn Sie die Beschäftigung mit allem ausserhalb der Wissenschaft und allem unbeweisbaren ist als Zeitverschwendung betrachten, dann bleibt nicht viel.
Was ist das Wesentliche an Ihnen selbst?
Ich vermute doch mal das Gleiche wie bei mir, nämlich Ihr Erleben Ihrer eigenen Existenz. In Ihrem Gehirn laufen irgendwelche Prozesse ab und irgendetwas unbekanntes erlebt das, z.B. als Gefühl oder Gedanke. Ohne dieses Erleben wären es eben nichts weiter als elektrochemische Prozesse. Und es ist für Sie selber etwas völlig anderes, ob diese Prozesse in Ihrem Gehirn ablaufen, oder in einem beliebigen anderen.
Das ist Antinaturwissenschaft, denn die naturwissenschaftlcihe Welt kennt nur wiederholbare Prozesse. Eine Singularität, wie Ihr ausschließliches Ichempfinden ist ihr unbekannt.
Die Naturwissenschaft ist ein tolles Spielzeug, aber um das Wesentliche macht sie einen großen Bogen. Und das ist eine Erkenntnis die ich auch erstmal verdauen musste, das Wesentliche ist weder beweis- noch erklärbar.

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Otto Meier

Herr Hammer,

selbst wenn es einen Beweis für den Urknall gäbe, würden Sie immer noch glauben, Gott habe die Materie dafür zur Verfügung gestellt.

Also ich biete immer folgende Theorie an. Stellen Sie sich einmal vor, das bekannte Universum sei in Wirklichkeit der Bleistift eines ?, der damit ein paar Striche zu Papier brächte. Oder, in Anlehnung an "Men In Black", das Universum sei Bestandteil eines Schmuckgegenstandes oder eines Spielzeuges. Wäre das undenkbar? Und, wer oder was wäre dann Gott?

Das Wissen der Menschheit ist immer noch sehr begrenzt und wird vielleicht vor ihrem Ende immer noch so begrenzt sein, daß nicht alles erklär- und beweisbar ist. Aber rechtfertigt das, Glauben und Wunschdenken zum Maß aller Dinge zu machen? Was den Religionen nicht in den Kram paßt, wird einfach negiert, selbst wenn es naturwissenschaftlich bewiesen ist. Das kennen wir doch. Auch diese Faktenresistenz macht Religionen nicht gerade überzeugender oder glaubwürdiger.

Religion war/ist Opium für's Volk.

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Otto Meier

Wenn Sie eine "persönliche" Beziehung zu Gott haben, Herr Neudorfer, dann müßten Sie seine

Existenz ja beweisen können. Wenn das so ist, dann würde ich Gott gerne einmal kennenlernen. Denn ich hätte da ein paar interessante Fragen an ihn.

Ich habe ein Problem mit Religionen? Sicher nicht. Aber Religionsgemeinschaften haben ein Problem mit dem, was ich sage.

Sehen Sie, ich will Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, aber für mich bedeutet die Aussage, Stärke im Glauben zu finden, sich dem Selbstmitleid und Illusionen hinzugeben, sich der Realität des Lebens nicht zu stellen. Das mag für sensible und anderweitig psychisch nicht stabile Menschen eine Lösung sein, für mich sicher nicht. Ich erwarte nach dem Tod kein Paradies, sondern einfach - Nichts. Daß der Tod ein großes Problem für viele Menschen ist, erklärt eben vieles, auch die Besinnung auf Gott im Alter, die viele Menschen angesichts des bevorstehenden Todes beschleicht. Man will sich wohl ein Hintertürchen offen halten.

Ich behaupte, fast alle Gläubigen sind in Wahrheit Ungläubige, sonst sähe die Welt wohl anders aus.

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Otto Meier

Herr Hammer, cogito ergo sum.

Ich denke, also bin ich. Aber Sie haben sicherlich recht damit, daß die Naturwissenschaften nicht alles erklären können. Daraus aber zu folgern, daß Theologie eine Wissenschaft sei und irgendetwas erklären könne, sogar einen Beweis für irgendetwas antreten könne, das hieße wohl, die Spekulation zur Wissenschaft zu erheben, ginge man davon aus, daß Theologen selbst ihr Tun als beweiskräftig betrachteten. Mir ist kein ernstzunehmender Theologe bekannt, der das für sich in Anspruch nähme.

Aber wenn es Sie beruhigt, der Kinderglauben war nicht spöttisch gemeint, sondern sollte nur zum Ausdruck bringen, daß Menschen heute nicht mehr so einfach zu überzeugen und zu manipulieren sind, zumindest sein sollten. Da muß man schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen.

Die Existenz von Göttern und Propheten, soweit es das Übermenschliche betrifft, ist nicht beweisbar. Da auch die Nichtexistenz nicht beweisbar ist, ist die Beschäftigung damit die pure unwissenschaftliche Zeitverschwendung.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 19.09.2012 17:00 Uhr

Es braucht auch keine Fakten ...

denn wer eine persönliche Bezeihung zu Gott aufbauen kann, der weiß dases Gott gibt.

Und genau das ist es was das Christsein ausmacht: Gott zu erkennen und kennenzulernen

Deshalb ist es unsinnig was sie schreiben, denn es umschreibt nur Ihr Problem mit Religion, nicht aber das weshalb Christen glauben.

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Karl Hammer

um Ihretwillen...

muß ich dazu kurz Stellung nehmen, denn Sie sind es, der einem Kinderglauben aufgesessen ist.
Dem Kinderglauben nämlich, daß die Wirklichkeit wissenschaftlich erklärbar sei.
Tatsächlich beschreibt die Naturwissenschaft die Dingen, die reproduzierbar Messbar sind, also die gegenständliche Welt. Doch schon die wesentlichen Elemente unseres Lebens, unser Geist, unser Bewusstsein, sind naturwissenschaftlich nicht mehr fassbar. Ob sie nun ewig sind oder nicht, sie sind nicht mess- und nicht beweisbar, sprich, nach Ihrer Lesart eigentlich nicht existent. Was "vor" dem Universum lag, oder "ausserhalb" von Raum und Zeit, ist ebenso naturwissenschaftlich nicht existent. Stringtheorie, Paralleluniversen und solche Sachen, haben mehr mit Theologie als mit Naturwissenschaft zu tun, denn sie sind nicht beweisbar.
Was folgt daraus? Die Welt ist aus dem Nichts "Plopp" einfach entstanden? Wer's glauben mag...

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Otto Meier

Nun, Herr Wilbert, dann stehen Sie ja im Einklang mit den Islamisten, oder?

Denn für den Islam ist das vom Propheten Gegebene das Zentrum des Glaubens. Und was das bedeutet, erleben wir ja nun schon seit Jahren am eigenen Leib. Ein Blick über den großen Teich zeigt, daß der religiöse Wahn, auch als Fundamentalismus oder Orthodoxie bezeichnet, mittlerweile auch mehr und mehr Christen erfaßt. Dort werden vermutlich bereits die nächsten Kreuzzüge geplant.

Was keines Wissens bedarf? Dazu besser kein Kommentar von mir, das verbietet mir die Achtung vor dem Menschen.

Ansonsten halte ich es da eher mit Helmut, der für Fälle von Visionen empfahl, den Arzt aufzusuchen.

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Otto Meier

Ich kenne keine Atheisten oder Atheismus, Herr Kreutzer.

Jeder Mensch glaubt an etwas, so sind wir nunmal gestrickt. Der eine glaubt an sich, der andere an die Börsenkurse und der nächste an die Existenz von Atheismus.

Es ist ja nicht so, daß ich nicht jeden Glauben respektierte, allerdings nur so lange, wie er sich nicht auf mein Leben, direkt oder indirekt, zwangsweise auswirkt. Und die Prägung einer Kultur durch einen Glauben ist etwas, das ich für ein großes Problem und nicht für ein Heil halte.

Würden Christen sich christlich verhalten, im Sinne der Nächstenliebe, gäbe es nicht nur in Deutschland erheblich weniger Probleme, sondern auf der Welt. Daran mögen Sie erkennen, was Religion und Glaube, auch abseits intelektuellen Narzismusses, wert sind, welche Bedeutung sie in der gelebten Realität haben.

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Henk Wilbert

Die "Realität" des Glaubens

In der Tat: Götter sind Ergebnisse menschlicher Verformung.
Doch der Glaube an „Gott“ ist der Weg zum Leben.
Nicht der Gang des Vorfindbaren ist die Norm.
Dem Säkularismus fehlt der Horizont.
Und Fakten beschränken sich auf die Welt der Phänomene.
Der Glaube hingegen richtet sich auf „was kein Auge je gesehen hat“.
Er ist die Tat, die im Vertrauen auf "" geschieht, und keines Wissens bedarf.
Als Christ ist für mich das mit Christus Gegebene das Zentrum des Glaubens.

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Peter Kreutzer

"There are more things ...

... in heaven and earth, Horatio, than are dreamt of in your philosophy."

Lieber Herr Meier, man kann trefflich darüber streiten, welche soziopsychologische Bedeutung Religionen haben, aus welchen Beweggründen - etwa zum Ausgleich gesellschatlicher Zentrifugalkräfte - sie entstanden sind und ob es Gott wirklich gibt.

Das tun Gelehrte, Philosophen und viele andere weise Menschen nicht erst in jüngeren Jahren, zwei seit Jahrhunderten.

Hüten sollten man sich indes davor, den Glauben, der sich selbst intellektuell nicht zur Disposition stellt, wie sie es tun, als "Kinderglauben" hinzusteller. Nur weil wir nicht akzeptieren wollen, dass nicht jeder Mensch als Atheist geboren wird und an Dinge glaubt, die sich dem faktischen Denken entziehen. Remember: Es heißt ja "christlicher Glaube". Und nicht "christliches Wissen".

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 19.09.2012 12:48 Uhr

Menschlich

Bestimmte Kirchenobere sollen mal nicht so sein und sich nicht gleich um ihre Pfründe sorgen.
Jesus war schließlich auch nur ein Mensch.

Ich jedenfalls hätte ihm von ganzem Herzen eine liebe und mitfühlende Frau an seiner Seite gegönnt und auch gewünscht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 13:04 Uhr
fred meier
fred meier (Sikasuu) - 19.09.2012 13:04 Uhr

Jesus war schließlich auch nur ein Mensch?

Oh Gott! NEIN! :-(( . Hat er vielleicht von sich selbst geglaubt, aber was "Kirche" aus ihm gemacht hat ist etwas total anders. . Sieh dir mal den Streit darum an. . Gegen diese theologischen "Weltkriege" ist die Interpretation z.B. von Germanisten über bestimmte Autoren Kindergarten. . DIE MENSCHEN, die für diesen Streit ihr Leben lassen mussten sind unzählbar!

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Martin Arzberger

Erinnert mich an Dan Brown

Derartige Verschwörungstheorien sind ja seit dem Roman "Sakrileg" sehr beliebt, historisch aber nicht haltbar. Ein ähnliches Beispiel wäre das sogenannte "Phillipusevangelium", welches eine angebliche Ehe Jesu mit Maria Magdalena nahelegen soll, aber erst 300 Jahre später verfasst wurde. Oder das "Barnabasevangelium" von dem heute feststeht, dass es eine islamische Fälschung darstellt. Die Moral von der Geschicht: die einzigen authentischen Evangelien, die göttliche Inspiration beanspruchen können, sind diejenigen vier, die heute in der Bibel stehen. Daran hat auch die historisch-kritische Forschung nicht rütteln können, ganz im Gegenteil.

Die Motivation, die nun hinter diesem "Fund" steckt, ist mehr als durchsichtig, werden ja schon in den ersten Zeilen des Artikels zwei zentrale Forderungen der Reformchristen genannt.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 03:23 Uhr
Karl Hammer

Martin Arzberger (Arzberg...)

Vielen Dank für die Info mit dem "Barnabasevangelium".
Das bedeutet ja, das die Muslime vermutlich genau das selber gemacht haben, was sie den Christen unterstellen, nämlich die Schrift gefälscht. Das ist ja interessant. Man wirft dem Gegenüber einfach die eigenen Schlechtigkeiten vor, die Methode kennt man ja aus der Politik, wird gerne gerade von Linken angewendet.

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Martin Arzberger

Religionskritik gerne - aber bitte etwas mehr intellektueller Gehalt anstatt Halbwissen

Die Tradition der Kirche und die Forschung legen beide nahe, dass die Evangelien vor der Zerstörung Jerusalems verfasst wurden. Selbst die kritischen Stimmen gehen nicht weiter als ~100 n. Chr. Wo haben sie also ihre 150 Jahre her?
In welchen "wesentlichen" Punkten widersprechen sie sich? Dass z.B. der Kaufmann in Mt selbst kommt und in Mk seine Diener? Fakt ist, dass sich die Evangelien nur in Nebensächlichkeiten unterscheiden, in den wesentlichen Punkten aber übereinstimmen. Dies ist ein Argument FÜR deren Authenzität. Der Verdacht der Fälschung oder des Abschreibens entsteht für Historiker nämlich dann, wenn ein außergewöhnliches Ereignis nur in Berichten überliefert ist, die vollkommen frei von Widersprüchen sind.

Interessanterweise wird die christliche Überlieferung, d.h. die Informationen die in der Kirche über Jahrhunderte bewahrt wurden, durch die historische Forschung eher bestätigt als widerlegt. Lesen sie mal ein Buch darüber, um ihr Halbwissen aufzustocken.

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Matthias Stemme

Authentisch?

Das zeitgenössischste, also älteste, Evangelium wurde etwa 50 nach Christus geschrieben. Die drei anderen sind zum Teil noch deutlich älter. Als wie zeitgenössisch können solche Quellen betrachtet werden?
Ach ja, "göttliche Inspiration" macht natürlich auch das lückenlose Darstellen von Fakten möglich die sich 150 Jahre früher zugetragen haben.
Stellt sich nur die Frage warum sich die Evangelien dann in entscheidenden Teilen widersprechen?

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 19.09.2012 13:14 Uhr

Die einzigen authentischen Evangelien, die göttliche Inspiration beanspruchen können,....

.....sind diejenigen vier, die heute in der Bibel stehen.
(....)
das "Barnabasevangelium" von dem heute feststeht, dass es eine islamische Fälschung darstellt.
(....)
"Phillipusevangelium", welches eine angebliche Ehe Jesu mit Maria Magdalena nahelegen soll, aber erst 300 Jahre später verfasst wurde.
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Und alle diese "Gewissheiten" sind unumstößliche Fakten und beruhen auf der Eingebung durch den Herrn?
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Es ist immer wieder das gleiche Kreuz: Mit "Gläubigen" kann man nicht rational diskutieren, weil immer wieder der Punkt kommt, an dem es an die Substanz geht.
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Sagt
Sikasuu
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Ps. Welche Version der "Evangelien" ist denn die richtige? Es gibt so viele, die sich in vielen Punkten wiedersprechen, voneinander abweichen. Es gab überigens viel MEHR als vier. Die alle nicht Zeitzeugen waren. Vergl Konzil von Nicäa
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Pps. Selbst die Evangelisten widersprechen sich teilweise:-) Wer hat denn jetzt recht. Matheus, Markus,Lukas oder doch Johannes?

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Robert Hamacher

Mehr als eine Vorlage zu einem neuen Dan-Brown-Schwachsinn nicht zu erkennen.

Der Inhalt eines Textfragments ( koptisch, aber griechischer Provenienz - die deutsche "Übersetzung" nicht überprüfbar) wird interpretatorisch aufgeblasen fast bis zur Unkenntlichkeit des Fetzens. Die spekulative Interpretation ist zunächst schlichtweg ein modischer Zeitgeistreflex, der auch publikationssüchtige Wissenschaftler(innen) zuweilen voll erwischt, wenn die Chance besteht, ein schwaches Indiz in eine zeitgenössische Diskussion überzeichnet einzuführen.

Bemerkenswert scheint mir die anachronistische Kommentierung zu sein. Das Pflichtzölibat für das Priesteramt ist eine pragmatische Entscheidung des Mittelalters, da waren die zentralen Schriften des NT längst kanonisiert. Die Anmutung, stramme Zölibatsanhänger hätten zum Zeitsprung angesetzt und NT-Texte in ihrem Sinn verändert , spricht gegen sich selbst.Die Wahrheit dürfte sein, dass "wichtige" Gegenwartsthemen für die Autoren des 1.+2. nachchristl. Jahrhunderts nahezu irrelevant waren. Ein 5-Zeiler hätte auch gereicht

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