02.05.2001 · Auf allen Vieren und auf Sohlen liefen einige Flugsaurier umher. Sie hatten nicht viel gemein mit heutigen Vögeln.
Zwar verdichten sich die Hinweise, dass die Vögel vom Dinosaurier abstammen (siehe Link), aber eine neue Untersuchung zeigt doch gravierende Unterschiede.
Der Pterodactylus oder auch Kurzschwanzflugsaurier lief nicht auf zwei Beinen und schon gar nicht auf den Zehenspitzen wie die Vögel. Er ließ sich auf allen Vieren nieder und lief auf Sohlen. Das ergaben Untersuchungen von Funden aus dem Solnhofen Plattenkalk und aus Brasilien.
Fersenpolster
Die Hände der Saurier sahen demzufolge so aus: Die drei kleinen Finger wurden beim Gehen weit nach hinten gespreizt. Der mittlere davon, der Ringfinger, war extrem verlängert und spannte die Flughaut auf. Der Daumen zeigte in Richtung Körper und spannte den Rest der Flughaut. Die vorderen Extremitäten waren nach Ansicht des Forscherteams vorwiegend zum Fliegen da.
Spannhaut zum Steuern
An den Füßen hatten die Saurier wohl Fersenpolster. Beschuppt schützten sie die Füße beim Laufen. Neu ist außerdem die Erkenntnis, dass zwischen dem Mittelfuß- und Zehenknochen eine Spannhaut verlief, die zur Steuerung während des Fluges gedient haben könnte. Die Wissenschaftler sehen darin eine große Neuigkeit, weil diese Haut Vorläufer der Schwimmhäute gewesen sein könnte. Diese hätten sich dann nicht zum Schwimmen, sondern zum Fliegen entwickelt.
Flugsaurier bevölkerten die Erde vor 215 Millionen Jahren bis vor etwa 65 Millionen Jahren. Von den über 120 Arten gab es spatzengroße und Exemplare mit einer Flügelspannweite von etwa zwölf Metern.