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Italien : Paar muss von Leihmutter geborenes Kind zur Adoption freigeben

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Hartes Urteil des Obersten Gerichts in Italien: Ein Paar, das ein Kind von einer Leihmutter austragen ließ, muss dieses umgehend zur Adoption freigeben. Das Kind lebt bereits seit vier Jahren in der Familie.

          Ein Paar aus Crema in der Lombardei muss sein von einer Leihmutter geborenes Kind nach vier Jahren in der Familie sofort zur Adoption freigeben. Das stellte Italiens Oberstes Gericht am Mittwoch in einem Grundsatzurteil fest, wie „La Stampa“ berichtete. Nach italienischem Recht ist nur die Frau auch Mutter, die das Kind gebiert. Leihmutterschaft gibt es nicht. Damit wird der Junge mutterlos, denn die Ukrainerin aus Kiew, die ihn 2011 austrug, weigerte sich, ihren Namen in die Geburtsurkunde eintragen zu lassen, und ist nicht auffindbar.

          Die Italienerin und ihr Mann, beide etwa 50 Jahre alt, hatten drei Mal vergeblich versucht, ein Kind zu adoptieren. Daraufhin entschlossen sie sich, ein Kind von einer Leihmutter in Kiew austragen zu lassen und zahlten der Ukrainerin 25.000 Euro. Das Paar versuchte dann bei den italienischen Behörden, den Jungen eintragen zu lassen. Stattdessen wurde dem Paar von den Meldebehörden Betrug vorgeworfen. Es soll sich herausgestellt haben, dass nach den Ergebnissen eines DNA-Tests der Mann nicht der Vater des Kindes sein kann. Die Staatsanwaltschaft forderte, das Kind in der Obhut des ihn behütenden Paares zu lassen. Das Kassationsgericht hingegen urteilt, es müsse zur Adoption freigegeben werden.

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