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Ostern Alpenländischer Schoko-Hasen-Krieg

07.04.2004 ·  Da gefriert selbst dem Schmunzelhasen das Lächeln: Die Osterhasen-Fabrikanten Hauswirth und Lindt & Sprüngli streiten sich, wer den wahren Goldhasen im Sortiment hat.

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Zwischen dem österreichischen Schokoladenfabrikanten Hauswirth und dem Schweizer Hersteller Lindt und Sprüngli ist ein bitterer Streit um süße Schoko-Osterhasen entbrannt. Die Schweizer Weltfirma untersagte dem kleinen burgenländischen Unternehmen mit einer einstweiligen Verfügung den Verkauf seiner Schoko-Hasen, weil diese dem Schweizer Meister Lampe ähneln.

Das Problem: Die Österreicher verkaufen ihren Osterhasen mit goldenem Stanniol, rotem Halsband und Glöckchen bereits seit den achtziger Jahren. Lindt wiederum ließ sich seinen Hasen vor zwei Jahren als Marke registrieren.

Die österreichischen Hasenproduzenten wollen das Verbot aus gutem Grund aber nicht so einfach hinnehmen. Immerhin verkauften sie im vergangenen Jahr 11,6 Millionen ihrer Goldhasen. Hauswirth legte nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA Einspruch gegen die einstweilige Verfügung ein. Begründung: Im vergangenen Jahr verloren die Schweizer Schoko-Riesen ein ähnliches Verfahren gegen ein deutsches Unternehmen in erster Instanz.

Nur der Klassiker ist beliebt

Verständlich ist der Streit nicht zuletzt vor dem Hintergrund, daß nur der klassische Osterhase ein Verkaufsschlager ist. „Alle Versuche in der Vergangenheit, das Produkt zu modernisieren, sind nicht gut angekommen“, sagte Rüdiger Funke, Sprecher des Info- Zentrums Schokolade der Deutschen Süßwarenindustrie am Mittwoch. Favorit unter den Schokoladenhasen sei der „freundlich guckende Sitzhase“. „Wir haben hier das Phänomen, daß der Schokoladenhase meistens von Älteren für Kinder gekauft wird“, sagte Funke. Erwachsene bevorzugten wahrscheinlich den Hasen mit traditionellem Design, weil sie ihn so aus der eigenen Kindheit kennen.

Kontinuität im Outfit, Varianten im Gewicht: Zwischen dem Zehn- Gramm-Zwerg und dem Schwergewicht von einem Kilogramm habe sich der 50-Gramm-Hase zum Renner beim Verbraucher entwickelt. Anders als im Weihnachtsgeschäft kaufe die Kundschaft zu Ostern auf dem letzten Drücker ein. Gründonnerstag und Ostersamstag gehörten zu den Hauptverkaufstagen.

Auch die Stollwerck-Tochter Gubor bleibt beim Hasendesign erstmal seiner Linie treu, setzt aber bei der Geschmacksrichtung einen neuen Impuls: Seit dem vergangenen Jahr läßt die Firma den Zartbitter-Osterhasen ins süße Nest hüpfen. Bestseller sei allerdings sein Kollege aus Vollmilchschokolade, der „Goldhase“. Hauptsache, der hat nicht auch noch ein rotes Bändchen mit Glöckchen. Sonst gibt es Ärger mit der Hasen-Konkurrenz aus den Alpen.

Quelle: @dho, mit Material von dpa
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