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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Opferentschädigungsgesetz Du Opfer, du

 ·  Wer in Deutschland durch eine Gewalttat zu Schaden kommt, hat ein Anrecht auf Entschädigung. Eigentlich. Tatsächlich müssen Bürger oft jahrelang um ihr Recht kämpfen - und werden am Ende doch enttäuscht.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 10.09.2012 00:08 Uhr

Schlimmer Fall

... die einzige Lösung wäre m.E. Täter, Gericht, Sicherheitsbehörden verpflichten, sich so lange mit dem Opfer beschäftigen zu müssen, bis der Schaden auf allen Ebenen wieder gut gemacht ist. Dann soll doch der Herr Jugendrichter sich vertretungshalber um Telefondienst für den Heizungsbetrieb kümmern, zusammen mit dem Delinquenten. Dann kommt dieser auch nicht so leicht davon, wetten?

Aber so wird der bedauernswerte Herr in die knauserige Bürokratie abgeschoben und darf um jeden Euro streiten.

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Edda Kuhlmann

Interessant waere zu wissen,

wer tatsaechlich entschaedigt wurde, und was deren Faelle von denen der abgelehnten Opfer unterschied.

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Maike Pappaiu

Banken vs Staat = Profit

Da reden wir über Banken und deren Profitgier die über allem liegt und deren menschenverachtenden Spekulationen auf Lebensmitteln u.v.m. und sehen, dass der Staat sich nicht viel anders verhält. Hier werden Menschen zu Zahlen degradiert und Artikel 1 des GG mit Füßen zertrampelt! - Banken und der Staat, ein Konglmerat das sich ihre Gewinne gegenseitig hin und herschiebt, während der Bürger jahrelang durch die Judikative qüalen muss um etwas zu ändern.

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Samuel  Lang
Samuel Lang (Orendel) - 09.09.2012 16:09 Uhr

Lustiges Bild!

Hat mich spontan an den fehlenden Opferschutz in Europa erinnert. Ganz links ist z.B.: Griechenland, welches niedergestreckt vor einem Goldmann/Sachs Mafiosie liegt. In der Mitte liegt der Deutsche Michel, hier wird drauf eingeprügelt, bis nichts mehr geht. Auf dem rechten Bild rollt Schäuble von dannen, und erklärt dabei die Vorgänge als alternativlos.

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Christoph Rohde

Zivilcourage wieder sogar bestraft

Die deutsche Weggucker-Mentalität hat sich in Bezug auf bestimmte Kreise seit 80 Jahren nicht geändert. Wer Zivilcourage hat und dem Täter ans Leder geht, wird oft höher bestraft als der "diskriminierte" Täter. Nein, mit Lichterketten allein baue ich kein wehrhaftes Staatsbewusstsein

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.09.2012 20:07 Uhr
Bernd Raedle
Bernd Raedle (berndle) - 09.09.2012 20:07 Uhr

Sehr richtig

wenn man sich wehrt und den Angreifer außer Gefecht setzt, auch wenn dieser dabei einige Zähne verlieren sollte, wird man der Körperverletzung angeklagt. Der Angreifer war ja betrunken oder hatte eine schwierige Kindheit....

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Reinhold Schmittke

Der Staat begründet seine kleptokratische Raffgier...

...u.a. mit seiner Verantwortung gerade gegenüber den Schwächsten und denen, die Pech gehabt haben. Und verweist gerne auf die kapitalistische Kälte andernorts, die sein Engagement so "alternativlos" machen. Es freut mich wirklich zu hören, wie gut das hier funktioniert: Da sind die Schadens-Regulierungs-Exzesse der privaten Versicherungswirtschaft ja fast noch harmlos. Kein Wunder, möchte man meinen, bei diesem Vorbild.

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Christian Heiligmann

Je mehr man mit den Jahren über "den Staat" liest, ...

...desto weniger hat man das Gefühl, dass dieser Staat noch für seine Bürger da ist. Stattdessen halten WIR mit unseren Abgaben einen in vielen Fällen völlig ausufernden Moloch voller privilegierter Beamter und Angestellter am Leben, deren wichtigste Aufgabe geworden zu sein scheint, ihre eigene Beschäftigung und den Ausbau dieses Molochs zu sichern.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.09.2012 17:08 Uhr
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 09.09.2012 17:08 Uhr

Der Staat besteht aus dem Staatsgebiet und dem Staatsvolk

da gibt es kein außen. Wir müssen schon selbst wechselseitig aufpassen. Da das nicht jeder für jeden überall kann haben wir uns Institutionen geschaffen. Das wir diese richtig ausstatten ist noch eine wichtige Aufgabe. Wenn wir kein Geld für die Polizei ausgeben haben wir das nachsehen.

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Nils Kuhs

Welch ein Artikel... wie man doch die Leute beeinflussen möchte...

Da hat man mal wieder auf die Tränendrüse gedrückt. Ein Opfer der noch gegen die bösen Behörden kämpfen muss...
Zuerst sollte man eins festhalten. Nicht der Staat ist Täter! Nur unsere Gesellschaft entschädigt Opfer, weil der Staat "abstrakt" nicht überall die totale Sicherheit herstellen kann. Und das er dies nicht kann, ist ja wohl klar. Selbst wenn man 100.000 Polizisten mehr einstellt, dann wird es immer noch Verbrechen geben.
Soweit einmal die rechtliche Ausgangslage. Und nun beginnt die Tränendrüse. Da überprüft nun eine Behörde die Ansprüche. Welch ein Skandal. Warum zahlen die nicht an alle blind aus? Und es ist ja klar, nach so einem Artikel, wird hier jetzt jeder zu einem Experten. Jeder weiß wer Recht hat und wer nicht... Welch ein Kindergarten.
Leute willkommen in der Realität. Es gibt auch Leute die jahrelang ihre Berufsunfähigkeit einklagen. .. d.h. überall wo einer Ansprüche anmeldet, wird es auch zu Fällen kommen, die sich jahrelang ziehen. Nicht ungewöhnlich.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.09.2012 19:21 Uhr
Zoe Mosel

...da sträuben sich mir die Nackenhaare!!!! Geht´s noch????

soooo unendlich viel Intolleranz hab ich ja auch schin lang nicht mehr gesehen, bzw. gelesen!!! Ist hier ja auch eher einfach so einen Schmarn zu verzapfen, da muss man es den Opfern ja auch nicht in´s Gesicht sagen, dass Sie quasi ja selber Schuld sind, um das mal überspitzt zu sagen!!! Entschuldigung....aber ich geh mal davon aus, dass Sie noch kein Opfer irgendwelcher Straftaten geworden sind, denn sonst wüssten Sie auch von was Sie reden!!! Wenn der verurteilte Täter nicht in der Lage ist, für den entstandenen Schaden aufzukommen, dann sollte das OEG greifen!!!! Leider haben so manche Menschen noch nicht begriffen, wie Sie auch nicht, dass es nicht allein um OEG geht sondern um Anerkennung der erlittenen Schäden, denn viele sind deswegen Erwerbsunfähig und sollen dann noch um Erwerbsunfähigkeitsrente kämpfen, dass ist ja bei den meisten zum Leben zu wenig-zum Sterben zuviel, also Grundsicherungsrente! Toller Kreislauf, der das Leben gleich viel lebenswerter macht!! Danke für nichts

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Zoe Mosel

da sträuben sich mir die Nackenhaare!!!!

soooo unendlich viel Intolleranz hab ich ja auch schin lang nicht mehr gesehen, bzw. gelesen!!! Ist hier ja auch eher einfach so einen Schmarn zu verzapfen, da muss man es den Opfern ja auch nicht in´s Gesicht sagen, dass Sie quasi ja selber Schuld sind, um das mal überspitzt zu sagen!!! Entschuldigung....aber ich geh mal davon aus, dass Sie noch kein Opfer irgendwelcher Straftaten geworden sind, denn sonst wüssten Sie auch von was Sie reden!!! Wenn der verurteilte Täter nicht in der Lage ist, für den entstandenen Schaden aufzukommen, dann sollte das OEG greifen!!!! Leider haben so manche Menschen noch nicht begriffen, wie Sie auch nicht, dass es nicht allein um OEG geht sondern um Anerkennung der erlittenen Schäden, denn viele sind deswegen Erwerbsunfähig und sollen dann noch um Erwerbsunfähigkeitsrente kämpfen, dass ist ja bei den meisten zum Leben zu wenig-zum Sterben zuviel, also Grundsicherungsrente! Toller Kreislauf, der das Leben gleich viel lebenswerter macht!! Danke für NICHTS

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anja stern
anja stern (anjaundco) - 09.09.2012 21:00 Uhr

Was wollen Sie aussagen?

Es geht nicht darum, das überprüft wird, sondern darum wie es getan wird.
Zudem gibt natürlich auch in vielen anderen Bereichen Missstände!

Ich bin seit 9 Jahren in diesem OEG Verfahren und es wirklich sehr schwer!

Mit freundlichen Grüßen

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Lars Kuntermann

Eine Überprüfung ist normalerweise bereits im Vorfeld erfolgt

Während des Gerichtsverfahrens gegen den Täter. Denn dort spielen die Folgen der Tat eine grosse Rolle. Warum soll ein Amt die Erkenntnisse aus dem Prozess nicht einfach anerkennen. Eine doppelte Überprüfung kostet auch doppelt. Und das erscheint mir sinnlos.

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Torsten Klier

"Da überprüft nun eine Behörde die Ansprüche. Welch ein Skandal."

Na ja, Herr Kuhs, man wundert sich schon.
Vielleicht erinnern Sie sich, dass die Hinterbliebenen der Ermordeten, die dem herbeihalluzinierten Nationalsozialistischen Untergrund in die Schuhe geschoben wurden, ohne Urteil und überhaupt ohne Prüfung entschädigt worden sind.
Gleiches Recht für alle - habe ich mal gehört. Lang ist´s her.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 09.09.2012 13:18 Uhr

Bei Gericht gibt es ein Urteil aber kein Geld

das ist meine Erfahrung

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Pionier Dschinn

es gibt noch andere "Gewalt-Taten" ...


Was ist mit den unzaehligen sogenannten "Zwangseinweisungen" die in der Psychiatrie-Szene
erwirkt wurden von den Amtsgerichten bzw. Landgerichten ? Die Opfer von Zwangseinweisungen koennen sich meistens nicht wehren, wenn eine Zwangseinweisung im Unrecht war. Ich weiss von einem Insider, dass oft Erbschaften oder Immobilien-Faelle in der Psychiatrie landen. Es steckt oft nur Vorteils-Denken hinter einer Zwangseinweisung. Und es ist meistens nicht zum Schutz des sogenannten "Patienten".

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David Winter

Unser Staat hat wohl Wichtigeres zu tun, als seine Bürger zu schützen.

Eine entsetzliche Vorstellung: Man wird Opfer einer Gewalttat, und eine Behörde, deren Aufgabe es eigentlich wäre, zumindest die materiellen Folgen abzufedern, drückt sich, so gut es geht.

Ich bin noch relativ jung und könnte mich im Zweifelsfall eines einzelnen Angreifers erwehren. Aber gerade in den sozial schwächeren Regionen von Berlin kann man sehr schnell einer auf Krawall gebürsteten Gruppe junger Männer gegenüberstehen. Dann kann jeder falsche Blick, jedes Wort zu einer lebensgefährlichen Eskalation führen.

Die Vorstellung, dass man erstens in besagten Ecken der Hauptstadt im Zweifelsfall nicht damit rechnen sollte, dass Polizeipräsenz besagte "Kids" in Schach hält - und man zweitens davon ausgehen müsste, nach einem Angriff erneut Opfer zu werden, lässt mich mehr denn je daran zweifeln, dass die Dinge in diesem Land grundsätzlich in die richtige Richtung gehen.

Über Tätermotive hingegen wird in Deutschland gern diskutiert. Alles aus unserer Geschichte erklärbar?

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Jahrgang 1968, Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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