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Veröffentlicht: 06.10.2013, 16:25 Uhr

Oktoberfest-Bilanz Mehr Maß als Menschen

6,4 Millionen Gäste haben in den vergangen zwei Wochen das Oktoberfest getrunken. Obwohl ein Liter Bier fast zehn Euro kostete, wurden 6,7 Millionen Maß getrunken. Immerhin gab es weniger Alkoholvergiftungen, teilte das Rote Kreuz mit. Es gab 58 Maßkrugschlägereien.

© dpa Rund 6,7 Millionen Maß Bier wurden dieses Jahr auf dem Oktoberfest verkauft.

Eine Millionen-Bilanz haben die Macher des Münchner Oktoberfestes am Sonntag gezogen: 6,4 Millionen Gäste aus der ganzen Welt haben demnach das 180. Oktoberfest in den vergangenen zwei Wochen besucht. Sie hätten 6,7 Millionen Maß Bier getrunken, sagte Wiesn-Chef Dieter Reiter. Der Liter kostete dieses Jahr fast zehn Euro. Die Zahl der Alkoholvergiftungen ging nach Angaben des Roten Kreuzes zurück.

Meist Schnitt-, Schürf- und Platzwunden

Das Rote Kreuz versorgte 7551 Menschen, berichtete dessen Sprecher Peter Behrbohm. Das seien rund 20 Prozent weniger als im Jahr 2011. BRK und Veranstalter vergleichen mit dem Jahr 2011, weil im vergangenen Jahr während des Oktoberfestes eine Agrarmesse auf dem Gelände der „Oidn Wiesn“ stattfand, die deshalb ausfallen musste.

Von den Patienten wurden 3600 ärztlich behandelt - viele wegen Schnittverletzungen, Schürf- oder Platzwunden. Vor allem Frauen mit leichtem Schuhwerk schnitten sich häufig die Füße an Scherben, hieß es. Wegen Alkoholvergiftungen wurden 638 Wiesnbesucher medizinisch überwacht (2011: 708). „Es war eine normale, man möchte fast sagen eine ruhige Wiesn“, bilanzierte Behrbohm.

58 Maßkrugschlägereien und 16 Sexualdelikte

Die Polizei war 2031 Mal im Einsatz - exakt so häufig wie im vergangen Jahr. Unter den Delikten: 58 Maßkrugschlägereien, 16 Sexualdelikte, 449 Körperverletzungen - ähnlich viele wie 2012. Wolfgang Wenger, Sprecher der Münchner Polizei, sagte: „Viel Arbeit, aber eine normale Wiesn“. Besonders positiv steche die „Oide Wiesn“ hervor. Die Polizei zählte dort trotz hunderttausender Besucher lediglich zwölf Delikte. Wenger bezeichnete diesen traditionellen Teil des Oktoberfestes als eine „friedliche Oase“.

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